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Die Relation von Gewalttaten in Deutschland
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borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2006 - 14:47:32    Titel:

Falls ihr euch nur noch persönlich auseinandersetzten wollt verlegt euch in den Stammtisch.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2006 - 14:53:55    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Falls ihr euch nur noch persönlich auseinandersetzten wollt verlegt euch in den Stammtisch.


Man kann ja auf vorheriger Seite relativ gut erkennen, wer hier einer zielorientierten Diskussion entgegenwirkt. Während ich konkrete Lösungsansätze genannt habe, zwingt Bürger einen dazu mittlerweile hunderte Sätze über folgende Randbemerkung zu verfassen:

Mark123 hat folgendes geschrieben:

Bundesweit liegt Ausländerkriminalität bei 20%, und dies bei einem Bevölkerungsanteil von 8%. Im Ruhrgebiet liegt die Kriminalitätsrate bei 23%, also sogar leicht über dem Bundesdurchschnitt. Von besseren Zuständen im Ruhrgebiet kann also, rein von den Statistiken her, nicht ausgegangen werden.


Damit wollte ich nur seine andauernde Behauptung widerlegen, dass es im Ruhrgebiet weniger Probleme gibt und man da sowieso tolleranter ist wie im Honigkuchenland. Es ist einfach eine ständige eklatante Ignoranz wie Lügenorgie wenn er immer wieder den gleichen Mist anführt. Besonders nervt es, dass er mit Persönlichkeitsanalysen wie
Bürger hat folgendes geschrieben:
Deine ganzen danach geäusserten agrressiven Attacken, der Versuch das ganze eskalieren zu lassen und Deine Rundumschläge sind intellektuell eher peinlich, es ist offensichtlich, dass Du von dieser einen Tatsache ablenken willst.
nur exakt auf sein eigenes Bestreben hinweist und gleichzeitig anderen Teilnehmern vorwirft. Er verfolgt eine wirklich leicht zu durchschauende Taktik von Dementierungen und Unterstellungen (die darin besteht anderen Dementierungen und Unterstellungen vorzuwerfen), mit der er die Gegenseite aufschaukeln will, und kommt sich dabei auch noch besonders intelligent vor. Es mutet an wie ein Kind, welches einem den Lolli klaut und anschließend zu seiner Mutti rennt um den Diebstahl dem Gegenüber anzuzeigen. Man steht da und ist perplex ob der Dreistigkeit.

Was folgte war ein unerträgliches Schwadronieren über eine angebliche Unterschlagung von Statistikinformationen, welche selbst bei Anwendung prozentual kein anderes Bild über das Ruhrgebiet schaffen würden, ergänzt von ständigen unterschwelligen sowie peinlichen Beleidigungen, die so primitiv sind, dass sie einem im wahrsten Sinne des Wortes zum Halse heraushängen. Ganz davon abgesehen, dass die Statistik für die eigentliche Diskussion unerheblich war, weil sie keine Migranten erfasst und ich hier eigentlich über die Probleme der Integrationspolitik diskutieren wollte. Mit dem "Kerl" kann man einfach nicht reden.


Zuletzt bearbeitet von Mark123 am 02 Nov 2006 - 15:09:00, insgesamt einmal bearbeitet
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2006 - 15:03:43    Titel:

Mark123 hat folgendes geschrieben:


Man kann ja auf vorheriger Seite relativ gut erkennen, wer hier einer zielorientierten Diskussion entgegenwirkt. Während ich konkrete Lösungsansätze genannt habe, zwingt Bürger einen dazu mittlerweile hunderte Sätze über folgende Randbemerkung zu verfassen (...)


Es gehören immer mehrere dazu... du kannst seine Kommentare einfach ignorieren oder ihr verlegt euch in den Stammtisch.
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2006 - 23:34:28    Titel:

Mark123 hat folgendes geschrieben:

Mark123 hat folgendes geschrieben:

Bundesweit liegt Ausländerkriminalität bei 20%, und dies bei einem Bevölkerungsanteil von 8%. Im Ruhrgebiet liegt die Kriminalitätsrate bei 23%, also sogar leicht über dem Bundesdurchschnitt. Von besseren Zuständen im Ruhrgebiet kann also, rein von den Statistiken her, nicht ausgegangen werden.


Damit wollte ich nur seine andauernde Behauptung widerlegen, dass es im Ruhrgebiet weniger Probleme gibt und man da sowieso tolleranter ist wie im Honigkuchenland. Es ist einfach eine ständige eklatante Ignoranz wie Lügenorgie wenn er immer wieder den gleichen Mist anführt.


Du es schon richtig bezeichnet, Du wolltest es, aber gelungen ist es Dir wohl kaum. Der logische Fehler Deiner Argumentation besteht darin, das Du ein Stadtgebiet mit einem Land vergleichst.

Das Ruhrgebiet ist zum größtenteil ein Stadtgebiet, Du müsstest es also mit vergleichbaren Stadtgebieten wie Berlin, München, Main, Wiebaden Frankfurt oder den Kölner Raum vergleichen und nicht mit dem Durchschnittswert, der das platte Land beinhaltet. Von daher schneidet das Ruhrgebiet schon wesentlich besser ab, als all diese anderen Metropolen. Aber selbst wenn wir die einzelnen Städte betrachten schneiden die im Mittel besser ab als viele anderen, und Gelsenkirchen, Wuppertal u.a. sind schon öfter als die in ihrer Kategorie sichersten Städte ausgezeichnet worden.

Das ignorierst Du und ähnlich wie in der Statistik der PKS versuchst Du mit Zahlen offensichtlich falsche Eindrücke zu erzielen, selbst wenn man Dir Deine logischen Fehler nachweist, bleibnst Du stur bei dieser Haltung, und gehst mit keinem Wort darauf ein.

Stattdessen werden Deine Vorwürfe schlimmer, nur ich lasse mich auf keinen persönlichen Streit ein, sondern bleibe bei der Sache.

Also, die Städte im Ruhrgebiet gehören nachweislich zu den sichersten Städten in der Bundesrepublik und sind schon mehrefach dafür ausgezeichet worden. Das ein so großes überwiegenden städitisches Gebiet eine Kriminalitätshäufigkeit aufweist, die nur knapp über den Buzndesdurchschnitt liegt ist beeindruckend, und überhaupt nicht zu erwarten. In allen anderen größeren Stadtgebieten und Metropolen sind deutlich höhere Kriminalitätsraten zu verzeichen.

Hier mal ein Vergleich, die Zahlen sind die Anzahl registrierter Delikte auf 100.000 Einwohner.

Essen 9730
Gelsenkirchen 9241
Dortmund 11679
Wuppertal 8171
Mühlheim an der Ruhr 8177
Solingen 6320
Witten 8306

Andere Metropolen, die zum Teil wesentlich kleiner als das Ruhrgebiet sind zeigen dagegen weitaus höhere Zahlen:

Köln 14 307
Frankfurt am Main 18358
Hamburg 14111
Bremen 14965
Berlin 15030
Hannover 14313

Die einzige Metropole die ähnlich niedrige Häufungszahlen unter 10.000 aufweist wie die meisten Städte im Ruhrgebiet ist München:

München 9 090

Man sieht also im Vergleich der Metropolen schneidet das Ruhrgebiet relativ gut ab. Man kann naürlich ein zusammenhängendes Stadtgebiet nicht mit dem Durchschnitsswert eines gesamten Landes vergleichen, denn dann liegt auch München über dem Landesdurchschnitt.

Natürlich unterliegen auch diese Häufigkeitszahlen Verzerrungsfaktoren und es lassen sich damit nur Trends erkennen. Offenbar sind aber die Städte im Ruhrgebiet relativ sicher und in etwa so beschaulich wie München und keinesfalls mit Berlin, Hamburg oder gar Frankfurt zu vergleichen.

Diese Städte waren aber auch schon immer besondere Anziehungspunkte für Kriminalität, da es sich um Verkehrsknotenpunkte mit Hafen und/oder Flughafen handelt. In Frankfurt kommen die Banken dazu, ein Punkt den man nicht übersehen sollte, den Geld und Kriminalität scheinen sich magisch anzuziehen.

Es ist also nicht der Anteil an Ausländer, insbesondere nicht der Migrantenanteil der Faktor, der die Kriminalität signifikant zu beeinflussen scheint.

Das Problem ist das in solchen Metropolen sich Kriminalität gerne Anhänger aus dem Bereich der sozial Schächeren sucht. Das sind aber nun mal auch (aber eben nicht nur) Ausländer, die als Fremde in großen Städten eher zu den Ausgestossenen zu zählen sind.

Wenn wir uns dagegen im Osten umblicken und dort Städte wie Magdeburg , Leibzig oder Erfurt betrachten werden dort die gleichen Funktionen von Deutschen aus dem Bereich der sozial Schwächeren übernommen, dort verteilt dann eher ein Deutscher das Heroin als in Frankfurt oder Berlin. Ein Blick nach Ostberlin würde wahrscheinlich ähnliches zeigen.

Die permanente Versuchte Kriminalität und Ausländer zu assoziieren ist das Problem. Das wirft ein völlig falsches und schräges Bild auf Ausländer, denn die meisten sind ebensowenig kriminell wie die Deutschen auch. Auch das lässt sich aus Häufigkeitszahlen erkennen. Denn diese Zahlen enthalten jeden Ladendiestahl, jedes Verkehrsdelikt das keine Ordnungswidrigkeit darstellt.

Das was von der Bevölkerung als bedrohliche Kriminalität empfunden wird, geschieht wesentlich seltener, sowohl in der deutschen als auch in der nichtdeutschen Population.

Die Art und Weise wie hier aber mit Statistiken wieder besseres Wissens Ausländer als schlimmer dargestellt wird, und damit Stimmung gegen Ausläönder angeheizt wird, dem muss man sich argumentativ entgegenstellen, das gebietet Menschlichkeit und Anstand. Die Auseinandersetzung mit den KZ's von morgen finden heute statt, wenn wir erst so weit sind, dass sie wieder gebaut werden ist es offensichtlich zu spät. Klischeebildung, ungerechtfertigte Vorwürfe an Unschuldige, Assoziation von Herkunft und Kriminalität, Pauschalierungen und grenzenlose Übertreibungen, wie Eindrücke, dass über 90% der Kriminellen Ausländer sind, sind die Bausteine, die jetzt salonfähig gemacht werden. Mit den Juden fing es ähnlich an, aufbauend auf Vorurteilen wurden Kredithaie, Menschenfänger, Kriminelle, die deutsche Mädchen in Schuld und Elend stürzen assoziiert. Auch Statistiken wurden verzerrt um die Juden und diskreditieren, bis die Mehrheit wegschaute oder mitmachte als man ihnen alles nahm, den Beruf, die Wohnung, den Besitz und auch das Recht sich zu bewegen.

Manche Menschen haben wohl nicht begriffen, womit das anfängt. Es fängt u.a damit an, dass man bestimmte Populationen verunglimpft, indem man z.B. Statistiken bewusst falsch interpretiert und so Populationen deren Mehrheiten sich nichts zu Schulden haben kommen lassen wie gewöhnliche Verbrecher ausehen lässt, bis niemand es mehr als schlimm empfindet, wenn Ausländer ungerecht behandelt werden, nach dem Motto, sie sind doch selber schuld. Genauso fing es in den späten 20ziger Jahren an, und mit dem gleichen Spruch beruhigten sich viele Deutsche, der Jud ist selbr schuld.

Offensichtlich bedarf es immer noch den vom Altkanzler Schröder proklamierten Aufstand der Anständigen um heute schon die Bausteine zu zerschlagen aus denen ansonsten die KZ's der Zukunft errichtet werden können.

Das man sich damit nicht immer Freunde macht, ist wohl so, denn nichts hasst der Lästerer mehr, als wenn ihm das Lästern vorgeworfen wird.

Aber es wird Zeit, der Ausländerfeindlichkeit zu begegnen, gerade in Hinblick auf die Integration. Integrationswilligkeit bedeutet eben auch, Ausländer nicht zu diskreditieren. Und da haben manche deutsche Zeitgenossen inklusive manchen Jurastudent noch einen schweren Erkenntnisprozess vor sich.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 03 Nov 2006 - 00:05:45, insgesamt einmal bearbeitet
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 02 Nov 2006 - 23:37:34    Titel:

Die Statistiken des Bundeskriminalamtes ohne die dazugehörigen Anmerkungen des Verfassers zu interpretieren ist wirklich etwas fahrlässig, an vielfacher Stelle bemüht sich besagtes Amt nämlich fast schon gebetsmühlenartig um Relativierung.
Zwar wird festgehalten, dass Morde und Sexualverbrechen in erschreckenden 3 von 10 Fällen auf ausländische Täter zurückzuführen sind, dennoch wird immer wieder auf den relativ großen Anteil an "jungen Männern" innerhalb der ausländischen Wohnbevölkerung (Touristen, Streitkräfte und Durchreisende scheinen sich auf kaum mehr denn 5% der ausländischen Tatverdächtigen zu summieren) hingewiesen. So weit, so gut, schließlich werden nicht wenige Verbrechenskategorien wirklich in 8 von 10 Fällen von Männern ausgeübt.
Ansonsten sind mir einige Erklärungsversuche unter sozialwissenschaftlichen Gesichtspunkten aber etwas zu stark verkürzt, zu häufig wird einfach auf "besondere Lebenslage" (zusätzlich (!) zu der relativ ausgeprägteren Bildungsferne, Wohnsituation und Haushaltseinkommen) oder dem "Konfliktpotential in der Fremde" hingewiesen.

Aber diese Statistik sagt uns ohnehin nur wenig über den Zusammenhang von Integration und Kriminalität. Bei aller gerechtfertigten Relativierung bezüglich der mangelnden Vergleichbarkeit darf nicht vergessen werden, dass der Terminus Ausländer zwar formaljuristisch allein durch den Pass determiniert wird, das in der Bevölkerung kursierende Verständnis davon jedoch bekanntlich häufig ein anderes ist. Und der Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund - wo auch immer so ein Hintergrund beginnt und wo er endet - an der Kriminalität wird schließlich nicht erfasst.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 03 Nov 2006 - 00:22:57    Titel:

Waren wir uns nicht einig, dass die Kriminalitätsrate potentiell mit der Größe der Stadt ansteigt?

Bürger hat folgendes geschrieben:

Essen 9730
Gelsenkirchen 9241
Dortmund 11679
Wuppertal 8171
Mühlheim an der Ruhr 8177
Solingen 6320
Witten 8306

Kumulierte Einwohnerzahlen: 2.239.335 (also nicht einmal annährend Berlin)

Bürger hat folgendes geschrieben:

Andere Metropolen, die zum Teil wesentlich kleiner als das Ruhrgebiet sind zeigen dagegen weitaus höhere Zahlen:

Köln 14 307
Frankfurt am Main 18358
Hamburg 14111
Bremen 14965
Berlin 15030
Hannover 14313

Kumulierte Einwohnerzahlen: 7.851.086

Von "kleiner" kann hier also kaum die Rede sein, da die unten angeführten Städte das 3 1/2 fache an Einwohnern beherbergen.

Und jetzt komm mir bloß nicht mit "aber die liegen alle so dicht zusammen, dass es im Prinzio ein Stadtgebiet ist". Ich kenne mich einigermaßen geographisch in der Region aus und weiß, dass oben aufgeführte Städte sehr wohl etwas auseinander liegen. Darüber hinaus werden sich selbst bei dichter zusammenliegen Städten die Einwohner gleichwohl primär in "ihrer" Stadt aufhalten.
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 03 Nov 2006 - 00:59:12    Titel:

Auch wenn mir durchaus klar ist, dass die Frage Wie kriminell ist das Ruhrgebiet nun wirklich? eher eine persönliche Sache zwischen euch beiden ist und ich es durchaus ganz putzig finde, dass Solingen und Witten plötzlich ganz lokalpatriotisch unter Metropolen firmieren, ist die Frage doch eigentlich nicht so sonderlich schwierig zu klären.
Natürlich steigt die Kriminalitätshäufig mit der Größe der Stadt an, daran läßt das BKA gar keinen Zweifel zu:

Stadtgröße Häufigkeitszahl im Durchschnitt

>500.000 13 650
100.000 bis 499.999 10 388
...

Ich gehe davon aus, dass der Anstieg innerhalb der Klassen einem ganz ähnlichen Schema folgt, die einzigen wirklichen Metropolen in Deutschland (Berlin, Hamburg, München) erscheinen mir daher nicht sonderlich kriminell.

Eine Stadt wie Bochum (ca. 390.000 Einwohner; Ruhrgebiet) mutet demnach mit 13 066 (2005) recht überdurchschnittlich kriminell an, eine Stadt wie Essen (ca. ca. 590.000 Einwohner; Ruhrgebiet) erscheint ungewöhnlich kriminalitätsarm (9 323; 2005).

Mühlheim a. d. Ruhr (170.000 Einwohner; 8164) würde ich demnach nicht unbedingt mit München (1.250.000 Einwohner, 8700) vergleichen wollen, dann läge auch der Vergleich Harz vs. Ruhrgebiet nicht mehr so fern.

München, Stuttgart, Essen erscheinen mir die sichersten Städte der höchsten eingangs angeführten Kategorie zu sein. Im Falle eines innerdeutschen Umzuges immer gut zu wissen, vorausgesetzt man legt Wert auf solche Statistiken.

Vermutlich kann das Ruhrgebiet in seiner Gänze als verhältnismäßig sicher gelten. Es gibt Ausnahmen nach oben und nach unten, das Mittel dürfte aber unter dem Schnitt für den städtischen Raum liegen.
Blaubarschbube
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Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 03 Nov 2006 - 01:55:20    Titel:

im Stammtisch... (bb)
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 03 Nov 2006 - 03:12:35    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
Die Statistiken des Bundeskriminalamtes ohne die dazugehörigen Anmerkungen des Verfassers zu interpretieren ist wirklich etwas fahrlässig, an vielfacher Stelle bemüht sich besagtes Amt nämlich fast schon gebetsmühlenartig um Relativierung.
Zwar wird festgehalten, dass Morde und Sexualverbrechen in erschreckenden 3 von 10 Fällen auf ausländische Täter zurückzuführen sind, dennoch wird immer wieder auf den relativ großen Anteil an "jungen Männern" innerhalb der ausländischen Wohnbevölkerung (Touristen, Streitkräfte und Durchreisende scheinen sich auf kaum mehr denn 5% der ausländischen Tatverdächtigen zu summieren) hingewiesen. So weit, so gut, schließlich werden nicht wenige Verbrechenskategorien wirklich in 8 von 10 Fällen von Männern ausgeübt.


Was vielmehr dabei aber entscheident ist und vergessen wird ist die absolute Zahl solcher Verbrechen. Das relativiert in der Tat überhaupt Vergleiche von Ausländern und Deutschen durchzuführen. Morde und Sexualstraftaten sind sowohl unter Deutschen als auch unter Nichtdeutschen ausserordentlich selten, insgesamt sind es nur 0,1% aller Straftaten, in beiden Gruppen. Auch sexuelle Übergriffe geschehen eher selten. Hier mag es durchaus eine relativ größere Anzahl an Ausländern geben und zwar durchaus herleitbar. Die Hemmschwelle mag im Ausland geringfügig niedriger sein. Nur es handelt sich wie gesagt um absolute Randerscheinungen innerhalb der Gesellschaft. 869 Opfer von Mord und Totschlag sind für eine Gesellschaft mit 80 Millionen Menschen nicht besonders extrem. Man kann solche Fälle kaum als charakteristisch für bestimmte Herkunftsländer betrachten. Auch wenn bei Vergewaltigungen die Anzahl wesnetlich höher ausfällt gilt auch hier: selbst bei 30% der Übergriffe ist die Anzahl der Täter gemessen an der Gesamtpopulation so extrem niedrig, dass es sich von selbst verbietet das zu verallgemeinern.
Bei ca. 4000-5000 sexuellen Übergriffen ist das ein Verhältnis von über 10 Millionen zu 4000-500, oder 0,04%-0,05. Das bedeutet wenn wir uns die Popuulation als eine Kleinstadt von 10.000 Ausländer vorstellen wären ganze 4 davon verdächtigt Vergewaltiger zu sein.
In einer vergleichbaren Stadt aus 10.000 Deutschen wären es vielleicht nur 1 oder 2.
Das bedeutet aber das mindestens 99.995 der Ausländer und mindestens 99.998 der Deutschen eben überhaupt nicht verdächtig werden eine Vergewaltigung begannen zu haben.

Also kann man beim besten willen doch nicht von Ausländerkriminalität sprechen, die man den Ausländern anlastet.

Bei Mord ist es noch extremer. 869 vollende Mord und Totschlagsdelikte sind registriert worden. Das bedeutet das in einer Großstadt von 100.000 Einwohnern ein Verdächtiger kommt.
Man kann nicht eine ganze Stadt von Menschen mit der tat eines Einzelnen assoziieren und behaupten wenn in einer Stadt zwei Mörder sind und in der anderen.


Mit freundlichen Grüßen
ein
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 03 Nov 2006 - 03:35:38    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:

Vermutlich kann das Ruhrgebiet in seiner Gänze als verhältnismäßig sicher gelten. Es gibt Ausnahmen nach oben und nach unten, das Mittel dürfte aber unter dem Schnitt für den städtischen Raum liegen.


Das ist wohl sehr deutlich zu erkennen, auch wenn es Ausreisser gibt.

Wenn wir dagegen die merkwürdigen Rechnungen unseres Jurastudenten sehen, der beispielhaft genannte Städte zusammenzählt und kurzerhand die Hälfte der Bevölkerung des Ruhrgebietes unterschlägt, schüttelt man unwillkürlich der Kopf.

Insgesamt gehören 53 Gemeinden und Städte zum Ruhrgebiet, die ich sicher nicht alle aufzählen werde. Das Ruhrgebiet umfasst 5,3 Millionen Menschen, und ist unbestritten der größte Ballunsgraum Deutschlands, von der Bevölkerungszahl weitaus größer als Berlin. da sich die großen Städten am Rhein bis runter nach Köln quasi ein zusammenhängendes dicht besiedeltes städtisches Gebilde geben, wird auch von der Rhein-Ruhr Metropole gesprochen, insgesamt leben hier über 10 Millionen Menschen. Damit gehört dieses Gebiet zu den größten städtischen Ballungszentren Europas und ist im Gegensatz zu dem eher kleineren Berliner Raum mit 3,4 Millionen Einwohner wohl eher mit der Pariser Agglomeration zu vergleichen, in dem in etwa 11 Millionen Menschen leben.

Von daher müsste die Kriminalität hier im Ruhrgebiet geradezu explodieren. Dem ist aber nicht so, wie sich nachweisen lässt. Sie ist wie ich schin ausführte deutlich niedriger als in anderen Metropolen, mit Ausnahme von München.

Vergleichen wir aber Städte wie Magdeburg, Erfurt oder Dresden lässt sich nicht erkennen, dass die dortige Ausländerarmut sich irgendwie positiv auf die Kriminalitätshäufigkeit niederschlägt. Das müsste es aber sehr deutlich, wenn tatsächlich Ausländer das Problem Kriminalität maßgeblich beeinflussen würden.

Und im Grunde widerlegen diese Fakten auch die Annahme das die Ausländerkiminalität viel höher wäre, wenn wir Deutsche mit einem MIgrationsintergrund mitzählen würden. Denn in der Tat sind auch die Zahlen der Menschen mit Migrationshintergund in den ausländerarmen Städten Ostdeutschlands wohl kaum besonders hoch.

Wir können also davon ausgehen, das kein direkter Zusammenhang zwischen Ausländer, Ausländeranteil und Kriminalität zu konstatieren ist.
Kriminalität hat viele Ursachen, die Herkunft der Täter ist dabei unerheblich. Kriminalität ensteht wo die sozialen Ursachen sie erzeugen und begünstigen. Das fällt mitunter mit anderen Nachteilen großer Städte zusammen und werden daher von ausländerfeindlich gesinnten Zeitgenossen im Zusammenhang genannt.

Aber der Vergleich mit Städten in Ostdeutschland zeugt sehr deutlich, dass sich Kriminalität gerne in großen Städten ansiedelt, unabhängig davon ob die Bewohner rote Haare tragen, Segelohren haben, die Eltern zu Gott oder Allah beten und wo sie herkommen.

Es gibt Kriminalität und mache Straftäter sind siche Ausländer. Es gibt aber keine Ausländerkiminalität. Der ganze Begriff ist deplaziert und in etwas so sinnvoll wie Rote-Haare-Kriminalität. Dummheit dagegen ist weiter verbreitet als man im Allgeminen annimmt. So gab es früher menschen die haben Tod und Teufel gschworen das Frauen mit roten Haaren Hexen sind, die auf den Scheiterhaufen verbrannt werden müssen und das Vieh vergiftet haben. Und wehe jemand behauptete etwas anderes.

Heute sind es eben nicht mehr Frauen mit roten Haaren, sondern Ausländer, Türken, Araber und Muslime. Dann fühlen sich manche, mitunter wohl auch Jurastudenten wieder ermächtigt in die heiligen Kriege zu ziehen.

Der Begriff Ausländerkriminalität erklärt aber keine Kriminalität, - er erklärt keine Ursachen, keine Zusammenhänge und keine Wirkungsweisen.

Zu unterschiedlich sind die Gruppen die hier zusammengefasst werden, Flüchtlinge die versuchen sich irgendwie eine Aufenthaltgenehmigung zu besorgen, illegale Einwanderer die erpresst werden und die ganz unterschiedlichen anderen Kriminellen wie sie unter Deutschen eben auch immer wieder zu finden sind.

Dieser Begriff dient eigentlich nur zur Diskreditierung von Ausländern.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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