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Die Relation von Gewalttaten in Deutschland
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Die Relation von Gewalttaten in Deutschland
 
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Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 01:32:19    Titel:

CARNAGE hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Anlass der Antifa-Proteste war der Mord an einem 27-jährigen Jugendlichen im Januar, der von den Demonstranten Neonazis angelastet wird, da die Täter der rechten Szene zuzuordnen seien. Polizei und Staatsanwaltschaft bestreiten dagegen politische Motive der Tat. Nach ihrer Darstellung haben das Opfer und weitere vier Jugendliche zusammen gezecht. Die Täter seien dabei von dem 27-Jährigen beleidigt worden. Daraufhin hätten sie ihn in ein nahes Waldstück gelockt und mit einer Bierflasche niedergeschlagen. Das Opfer sei dann getreten, mit einem Messer attackiert und schließlich mit einem Hammer geschlagen worden. Die vier Täter im Alter zwischen 14 und 19 Jahren waren wenige Tage nach der Tat festgenommen worden. Nach Angaben des zuständigen Oberstaatsanwaltes Ralf Mohrmann bestehe aber eine »Denkmöglichkeit«, dass die Täter den Mann misshandelten, weil er Spätaussiedler war.


Spätausiedler ? is das etwa n andrer begriff für ausländer ? Jedenfalls sieht die polizei keinen zusammenhang, obwohl die täter bekennende neonazis waren, ihn natürlich freiwillig beim "herumgezeche" (was immer das auch bedeuten mag) in ein verborgenes waldstück "gelockt", um ihn dann zu viert totzugeschlagen ... Natürlich nach angaben der neonazis, "weil er sie im wald angeblich beleidigt hatte ..." Rolling Eyes

Sicher ist jedenfalls, dass es viele solcher anschläge gibt und von BKA nicht als rechtsextremistisch eingestuft werden !

http://www.klick-nach-rechts.de/presse/2004/02/gera.htm


Was ändert es an der Tat, wenn man den rechtsradikalen Hintergrund festgestellt hätte? Sie wurden auch so bestraft. Auch Nazis können Taten begehen, die nicht nationalsozialistisch motiviert sind. Hier haben wir anscheinend den Fall, dass die zwei alkoholisierte Parteien aneinander geraten sind. Die Frage ist also: hätten sie die andere Partei nicht zusammengeschlagen, wenn es sich um Deutsche gehandelt hätte? So lang man diese Frage nicht eindeutig mit "nein" beantworten kann, kann man auch nicht zweifelsfrei einen rechtsradikalen Hintergrund feststellen. Die Staatsanwaltschaft hat ja hier durchblicken lassen, dass es sich durchaus auch um rechtsradikal motivierte Handlungen handeln könnte, man sich aber nicht sicher ist. Zudem hat dies wohl nichts mehr mit dem BKA zu tun, denn das spricht kein Urteil. Also würde ich an deiner Stelle ohne die nötigen Kenntnisse nicht voreilige Schlüsse ziehen. Dass das BKA irgendwelche Statistiken schönt, konntest du mit diesem Beispiel jedenfalls nicht belegen.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 01:33:33    Titel:

CARNAGE hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Was lange als linke Hysterie abgetan wurde, gibt inzwischen selbst das BKA zu: Die Daten aus den Bundesländern sind nach unten verfälscht. Jeder zählt, wie er will. Neue und bundesweit einheitliche Erfassungskriterien sind dringend nötig (siehe auch: Interview auf S. 6). Doch was wirklich gefährlich ist an den Rechtsextremisten im Osten, lässt sich nicht in Zahlen fassen. Vielerorts üben sie Macht aus, ohne noch Gewalt anwenden zu müssen. Ihre Präsenz ist oft Drohung genug.

N paar jährchen her, aber spiegel absolut die gegenwart wieder Rolling Eyes

http://www.zeit.de/archiv/2001/08/200108_leiter.3.xml


Ja und? Hier gibt doch das BKA selbst zu, dass etwas flasch läuft. Kennst du eigentlich den Untershcied zwischen "verfälscht" und "gefälscht"?
v2.web
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 01:34:17    Titel:

Zitat:
Ja und? Hier gibt doch das BKA selbst zu, dass etwas flasch läuft. Kennst du eigentlich den Untershcied zwischen "verfälscht" und "gefälscht"?

Ich versteh das nicht.
Übersetz mal bitte.
CARNAGE
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Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 01:36:35    Titel:

Das bringt es doch auf den punkt. Die BKA is keine objektive quelle weil sie mit der polizei kooperiert und solch 0,4% schwachsinnigen statistiken weiterhin veröffentlicht ...
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 01:42:54    Titel:

CARNAGE hat folgendes geschrieben:
Das bringt es doch auf den punkt. Die BKA is keine objektive quelle weil sie mit der polizei kooperiert und solch 0,4% schwachsinnigen statistiken weiterhin veröffentlicht ...


Was ist deiner Ansicht nach eine objektive Quelle? Letztendlich würdest du jede staatliche Behörde als nicht objektiv betrachten. Und letztendlich kann man jede Organisation, ob staatlich oder privat, als nicht objektiv betrachten.
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 03:10:18    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:

Liegt es u.U. auch daran , dass Probleme bei der einen Gruppe als grundsätzlich bedrohlicher -- weil die eigene Kultur scheinbar in Frage stellend -- empfundener werden als bei der Gruppe , welche als vergleichsweise ähnlicher und damit nicht als grundsätzliche Gefahr eingestuft wird ?


Diese Thesen führen zu nichts, weil sie sich nicht am Problem orientieren. Die Ursache liegt nicht im Verhalten der Ausländer oder Migranten sondern im Verhalten derjenigen die fremdenfeindlich sind. Die These der Jud ( Ausländer, Migrant, Ossi oder Russendeutscher) sei selber schuld ist schon deshalb falsch, weil die Gruppen auswechselbar sind, auf die sich Fremdenfeindlichkeit konzentriert. Das sie sich eher an uns fremde Kulturen festbeißt, hängt in erster Linie auch nicht damit zusammen, dass fremdenfeindlich handelnde und denkende Menschen Angst vor den Fremden haben, das ist nur eine Nebenerscheinung und für manche Rechtfertigung ihrer Haltung. Fremdenfeindlich denkende und handelnde Personen haben viel mehr Angst in der eigenen Gruppe nicht anerkannt zu werden, das ist ihr eigentliches Motiv. Die Diskreditierung der Fremden ist Mittel nicht Erfüllung, Mittel um das Selbstwertgefühl zu erhöhen wir sind besser als die anderen) zu gewinnen, nicht um Kriminalität zu bekämpfen oder Ängste zu verarbeiten.

Nimm ihnen die Türken, so stürzen sie sich auf die Italienier, oder wieder auf die Juden, oder auf die mit dunkler Hautfarbe, oder auf Grüne, Sozialdemokraten und am Ende selbst auf die, die es zu spät bemerkten.

Zitat:

Und : Sollte dies also der Fall sein , wie kann man dem begegnen ? Individuelle Kontakte können hilfreich sein , besteht jedoch ein grundsätzlicher Vorbehalt gegen die kulturellen , religiösen bzw. rechtlichen Ausrichtungen der Gruppe gegenüber , dürfte dies nicht genügen. Der Ängstliche , der mit Vorbehalten bedachte , bedarf hier überzeugender Argumente , dass seine grundsätzlichen Befürchtungen nicht real wären. Ein Schritt hierzu wäre sicherlich auch ein sichtbares Engagement der Gruppe gegen eigene demokratiefeindliche Elemente in ihren Reihen .


Auch hier wird immer wieder abstrahiert die These Der Jud ist selber schuld in den Raum gestellt.

Vorbehalte ist ein meines Erachtens verharmlosender Ausdruck für Vorurteile und Klischees die das Verhalten fremdenfeindlich denkenden Personen charakterisieren. Zum Teil helfen persönliche Kontakte, wenn die Menschen ihnen nicht ausweichen können. Es kommt darauf an, wie nötig der fremdenfeindlich denkende Mensch eine Bestätigug über die Diskreditierung der Fremden hat und wie hoch der Beifall aus seinem sozialen Umfeld ausfällt. Nichts fürchtet der fremdenfeindlich denkende Mensch mehr als in der Gruppe, in der er sein soziales Umfeld hat, nicht anerkannt zu werden, und viele von dem was wir lesen zeigt, dass das eines der wichtigsten Motive ist. Hier ist also ein wichtiger Ansatz. Wir müssen zurückkehren zu der Zeit, in der Ausländerfeindlichkeit als das was sie ist bezeichnet wird, dumpfbacken und nicht dazu geeignet eine integre Persönlichkeit mit entsprechenden Selbstbewusstsein zu zeigen. Fremdenfeindlichkeit muss als eine verachtenswerteste Tugend bezeichnet werden und nicht als etwas das bewundert werden sollte. Auf dieser Haltung aufbauend können wir uns dann um die verstärkte Integration kümmern und nicht als Koch-Test wie sie die Süddeutsche Zeitung ironisch präsentiert.

Es ist einfach falsch, die alltäglichen Opfer der Fremdenfeindlichkeit aufzufordern ihr Verhalten zu ändern um Fremdenfeindlichkeit abzubauen.
Man kann sie dazu auffordern Deutsch zu lernen, um schneller oder besser einen Job zu bekommen, also um ihrer und ihrer Kinder selbst willen, aber nicht deutsche als deutsch zu werden nur weil einige Dumpfbacken meinen Fremdenfeindlichkeit sei etwas honoriges. Migranten und Ausländer sollten deutsch lernen, damit sie ein hervorragende Ausbildung machen können und später leichter einen Job bekommen, nicht um sich dem fremdenfeindlichen Pack zu beugen, um es einmal direkter zu formulieren.

Fremdenfeindlichkeit ist dumm, und barbarisch zugleich, Ausdruck einer armseligen Persönlichkeit, mit einer schwach ausgebildeten Selbstbewusstsein, die unter vielen Zwängen steht und diese offensichlich glaubt nur frendenfeindlich kompensieren zu können.

Integration von Ausländern und Fremdenfeindlichkeit sind vrschiedene Diskussionen die nur mittelbar zusammenhängen und zwar in der Form, dass eine Reduzierung der Fremdenfeindlichkeit eine Integration der Ausländer fördert, das gilt eben nicht umgekehrt. Eine bessere Integration bewirkt bei fremdenfeindlich eingestellten Menschen einfach kaum etwas, sie verbergen nur ihre Ansicht, wenn sie Angst haben als Dumpfbacken zu gelten schweigen sie lieber.

Das bedeutet eben nicht, dass wir keine Integration fördern sollen, natürlich muss dies geschehen, aber in erster Linie nicht, um Fremdenfeindlichkeit abzubauen, sondern um wie schon ausgeführt die berufllichen Chancen der Migranten zu erhöhen.

Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zu therapieren ist ein mühsames Geschäft, der über Erfolgserlebnisse, Aufklärung, gemeinsam Erlebtes mit Migranten und die Schaffung von Perspektiven gehen kann.

Am wichtigsten aber ist der normative Druck der Gesellschaft, Fremdenfeindlichkeit muss verachtet werden, als charakterisierende Eigenschaft des Loosers, oder wie es in Amerika beschrieben wird des sogenanten white trash. Waffen, Militäranzüge im Wald, Londsale, Endzeit, Skewdriver und fremdenfeindliche Sprüche sind nicht cool, sondern einfach Trash. Sie enden nicht in Walhalla sondern im Mülleimer oder in der Pathologie.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 09:52:14    Titel:

Bürger schrieb :

Zitat:
schelm hat folgendes geschrieben:

Liegt es u.U. auch daran , dass Probleme bei der einen Gruppe als grundsätzlich bedrohlicher -- weil die eigene Kultur scheinbar in Frage stellend -- empfundener werden als bei der Gruppe , welche als vergleichsweise ähnlicher und damit nicht als grundsätzliche Gefahr eingestuft wird ?


Diese Thesen führen zu nichts, weil sie sich nicht am Problem orientieren. Die Ursache liegt nicht im Verhalten der Ausländer oder Migranten sondern im Verhalten derjenigen die fremdenfeindlich sind.


Diese Thesen führen zu der Frage , warum besagte Feindlichkeiten so selektiv wirksam zu beobachten sind. Die Frage , ob individuelles Verhalten dabei als schuldhaft oder nicht ( moralisch und rechtlich ) zu beurteilen wäre , ist hier nicht primär. Es geht um die Ursachenfindung , warum sich daraus Vorurteile der Gruppe gegenüber manifestieren und warum dies bei Angehörigen anderer , der eigenen Kultur gegenüber ähnlicheren nicht derart passiert ( als Gruppenvorurteil ).

Zitat:
Die These der Jud ( Ausländer, Migrant, Ossi oder Russendeutscher) sei selber schuld ist schon deshalb falsch, weil die Gruppen auswechselbar sind, auf die sich Fremdenfeindlichkeit konzentriert. Das sie sich eher an uns fremde Kulturen festbeißt, hängt in erster Linie auch nicht damit zusammen, dass fremdenfeindlich handelnde und denkende Menschen Angst vor den Fremden haben, das ist nur eine Nebenerscheinung und für manche Rechtfertigung ihrer Haltung. Fremdenfeindlich denkende und handelnde Personen haben viel mehr Angst in der eigenen Gruppe nicht anerkannt zu werden, das ist ihr eigentliches Motiv.


Ich bestreite doch nicht , dass dies ein Motiv ist. Als Erklärungsansatz erscheint mir dies allerdings etwas zu kurz gegriffen. Ebenso die Möglichkeit der Austauschbarkeit der Opfergruppen. Ein Argument , welches sicher stichhaltig sein könnte wäre die Tatsache , dass besagte kulturelle Gruppe sicherlich rein zahlenmäßig schon eine größere Angriffsfläche bietet als eventuell nur sporadisch vorhandene Au - Pair - Kräfte aus Schweden oder Australien ....

Wäre es ausschließlich ein Problem des Egos der Tätergruppen , dürfte hier allerdings eine Differenzierung der inhaltlichen Vorwürfe -- nach eigener Lesart der Täter --- gegenüber den Opferzielgruppen nicht erfolgen. Simpel ausgedrückt : Ein Rechtsradikaler , der einen Schweden verprügelt , würde dies sicher nicht mit sozialen Vorwänden ( " der nimmt mir den Arbeitsplatz weg " ) oder vermeintlichen politischen Gründen ( " sind doch eh alles Terroristen , die wollen unser Land übernehmen " ) begründen.

Fazit : Also können wir hier doch feststellen , die Täter ziehen Begründungen für ihr Verhalten heran , welche sich aus der Manifestation von Vorurteilen gegenüber der Gruppe ergeben. Eine solche Manifestation von Vorurteilen wird doch eben zielgerichtet von den Ideologen einschlägig bekannter rechtsradikaler Parteien und Gruppen betrieben . Deren ideologische Ausrichtung im Feindbild , richtet sich doch in der Hauptsache gegen genannte Gruppe . Ein Ausnutzen von sozialen und kulturellen Differenzen , im Vergleich zu anderen Ausländergruppierungen ( westlicher Prägung ) wäre hier im übrigen doch gar nicht möglich.

Zitat:
Nimm ihnen die Türken, so stürzen sie sich auf die Italienier, oder wieder auf die Juden, oder auf die mit dunkler Hautfarbe, oder auf Grüne, Sozialdemokraten und am Ende selbst auf die, die es zu spät bemerkten.


Die Problematik der Austauschbarkeit der Opfergruppen hatten wir ja bereits. Und sicherlich ist da was dran . Allerdings sehe ich hier einen Widerspruch in deiner eigenen Logik . Der da wäre : Du gehst doch prinzipiell davon aus , dass rechtsextremes Gedankengut heutzutage bis zu weit über 30 % latent in der Bevölkerung verankert wäre .Gehen wir mal davon aus , es wäre tatsächlich so.

Daran würde ich folgende These knüpfen : Die Masse dieser latenten Einstellungen ( abgekoppelt vom Kern des Bodensatz ) richtet sich sicherlich ebenfalls in der Hauptsache gegen benannten Kulturkreis . Diese diffusen Vorbehalte bzw. feindseligen Vorurteile dürften m.E. aber sicherlich zum Großteil reparabel sein. Einfach durch eine überzeugende Realität , welche die Vorurteile der bürgerlichen Mitte wegschmelzen läßt.

So , wie die Vorurteile der bürgerlichen Mitte im Laufe der Zeit gegenüber Italienern oder Griechen im wesentlichen weggebrochen sind.

Und hier sehe ich den Widerspruch in deiner Determiniertheit der Austauschbarkeit. Für mich beschränkt sich das Prinzip der Austauschbarkeit der Opfergruppen primär nur auf den harten Kern des Bodensatzes. Wenn du allerdings dich als eigentliches Gefahrenmoment an H. Böll orientierst ( " Gib Alarm ... wenn die Spatzen im Sturzflug ..." ) , so müßte dir klar sein , dass aus der von dir ja schon oft selbst bestätigten historischen Tatsache des Wegfalls von Vorurteilen ( sei es gegen Hexen , Rothaarige oder Juden ) der Lösungsansatz bereits gegeben scheint !

Fazit 2 : Wir brauchen nicht über den ideologischen Bodensatz zu sprechen. Da hilft vermutlich nur der Rechtsstaat . Die bürgerliche Mitte kann jedoch erreicht werden . Meine These : Dies ist machbar durch eine spürbare Verbesserung der realen Situation , welche die rechten Ideologen ausnutzen.

Maßnahmen : Die oft hier geforderte Einheit von Fordern und Fördern . Chancengleichheit bei Ausbildung und Beruf . Einbürgerung in Verbindung mit einem klaren Bekenntnis zum Grundgesetz . Nulltoleranz gegen Gewalt ausländischer jugendlicher Straftäter oder verächtlicher Herabwürdigung der freiheitlichen Werte dieser Gesellschaft. Forderung nach einem eigenen sichtbaren Engagement der Gruppe gegen die eigenen Problemfälle . z.B. offensive Selbstkontrolle wer was wo in Moscheen predigt. Auseinandersetzung in den Familien zu problematischen Thesen gegenüber der hiesigen Kultur und Gesellschaft.

Selbstauflösung der Wohngettos innerhalb der nächsten 2 Generationen durch freiwilligen Wegzug auf Grund der Ergebnisse einer dann ( hoffentlich ) umgesetzten Chancengleichheit und damit verbundener besserer sozialer Status.

Ich meine : Gehen wir mal optimistisch davon aus , die Gesellschaft würde dies tatsächlich so in den Griff bekommen , dann gehe ich davon aus , dass besagte Gruppe in 20 Jahren denselben Status besitzt wie heute hier lebende Griechen oder Italiener , Franzosen oder Schweden .

Und zwar dort , wo es darauf ankommt : Im Verhältnis zur bürgerlichen Mitte. Den Bodensatz unberücksichtigt. Der wird , wie erwähnt wohl nie gänzlich aufzulösen sein.


Zitat:
Es ist einfach falsch, die alltäglichen Opfer der Fremdenfeindlichkeit aufzufordern ihr Verhalten zu ändern um Fremdenfeindlichkeit abzubauen.
Man kann sie dazu auffordern Deutsch zu lernen, um schneller oder besser einen Job zu bekommen, also um ihrer und ihrer Kinder selbst willen, aber nicht deutsche als deutsch zu werden nur weil einige Dumpfbacken meinen Fremdenfeindlichkeit sei etwas honoriges. Migranten und Ausländer sollten deutsch lernen, damit sie ein hervorragende Ausbildung machen können und später leichter einen Job bekommen, nicht um sich dem fremdenfeindlichen Pack zu beugen, um es einmal direkter zu formulieren.


Nein , aber es sollte auch klar sein , dass die vorhandene Fremdenfeindlichkeit kein Grund sein darf , sich deswegen inaktiv zurückzuziehen oder durch eigenes Verhalten den Vorurteilen zu entsprechen . Damit meine ich : Auseinanderhalten zu lernen , was gerechtfertigte Forderungen und Abläufe sind und was eine Diskriminierung . Damit verweise ich auf mehrfach hier genannte Beispiele von Usern , wie die künstliche Aufregung ausländischer Mitbürger bei der geschilderten Unfallsituation in Berlin oder die Bedrohung von Rettungskräften durch Familienangehörige , als einer muslimischen Frau der Oberkörper frei gemacht werden sollte , zwecks Anlegen eines EKG .
Dies setzt sich fort beim Zurückweichen des Rechtsstaates , wenn es um gemeinsamen Sportunterricht oder die Teilnahme an Klassenfahrten geht . Hier muß eindeutig definiert werden , welches Verhalten nicht hinnehmbar ist .

Zitat:
Integration von Ausländern und Fremdenfeindlichkeit sind vrschiedene Diskussionen die nur mittelbar zusammenhängen und zwar in der Form, dass eine Reduzierung der Fremdenfeindlichkeit eine Integration der Ausländer fördert, das gilt eben nicht umgekehrt. Eine bessere Integration bewirkt bei fremdenfeindlich eingestellten Menschen einfach kaum etwas, sie verbergen nur ihre Ansicht, wenn sie Angst haben als Dumpfbacken zu gelten schweigen sie lieber.


Wie oben bereits ausgeführt , es geht um das Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft , nicht zu den Dumpfbacken des Bodensatzes. Und da kann und wird eine bessere Integration sicher viel bewirken.

M.f.G. Schelm
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
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BeitragVerfasst am: 23 Nov 2006 - 01:28:06    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:
Bürger schrieb :

Zitat:
schelm hat folgendes geschrieben:

Liegt es u.U. auch daran , dass Probleme bei der einen Gruppe als grundsätzlich bedrohlicher -- weil die eigene Kultur scheinbar in Frage stellend -- empfundener werden als bei der Gruppe , welche als vergleichsweise ähnlicher und damit nicht als grundsätzliche Gefahr eingestuft wird ?


Diese Thesen führen zu nichts, weil sie sich nicht am Problem orientieren. Die Ursache liegt nicht im Verhalten der Ausländer oder Migranten sondern im Verhalten derjenigen die fremdenfeindlich sind.


Diese Thesen führen zu der Frage , warum besagte Feindlichkeiten so selektiv wirksam zu beobachten sind. Die Frage , ob individuelles Verhalten dabei als schuldhaft oder nicht ( moralisch und rechtlich ) zu beurteilen wäre , ist hier nicht primär. Es geht um die Ursachenfindung , warum sich daraus Vorurteile der Gruppe gegenüber manifestieren und warum dies bei Angehörigen anderer , der eigenen Kultur gegenüber ähnlicheren nicht derart passiert ( als Gruppenvorurteil ).


Es geht eben um Ursachen und deswegen steht das Verhalten der Fremden auch nicht im Vordergrund.

Vorurteile gegen Migranten gibt es überall dort, wo Migration stattfindet. Dabei sind die Vorurteile je höher, desto fremder die Kultur der Migranten erscheint. Alle Migrantengruppen hatten damit Probleme, ob es sich um Iren und Polen in den USA handelte, ob es sich um Italiener handelte die in den 60ziger Jahre in die Bundesrepublik einwanderten, ob es sich um Hugenotten handelte die aus Frankreich in die Hansestadt zogen, immer gab es Probleme mit einem Teil der Seßhaften, mit dem Pöbel, wenn man so will, der sich eben die Unkenntnis über die Fremden schnell lernte zu instrumentalisieren um das eigene Selbstwertgefühl zu steigern. In allen diesen und den unendlich vielen anderen Fällen bildeten sich Vorurteile, die mit den tatsächlichen Lebensweisen wenig zu tu hatten und dem Zweck dienten die Fremden moralisch zu diskreditieren. Gerade Deutschland als mitteleuropäisch zentrales Land ist davon besonders häufig betroffen, sowohl als Migrationsziel als auch als Durchzugsland.

Die Frage warum Fremde sich besonders gut zur Diskreditierung eignet liegt auf der Hand, die Unkenntnis und das Fehlen von Erfahrungen gibt Vorurteilen und Klschees Raum und Nahrung und die Gefahr indirekt eigenes oder das Verhalten von Gruppenmitgliedern zu kritisieren ist gering. Das Verhalten der Fremden ist aber weder ursächlich noch Auslöser für fremdenfeindliches Verhalten. Die Aggression gegen vermeintliche Hexen, gegen Juden, Hugenotten, Franzosen oder Italienier waren ebenso aggressiv zum Teil noch aggressiver, wie das heutiger fremdenfeindlicher Zeitgenossen gegen Türken oder Muslime. Weder die Stärke der Aggression, noch die Tatsache an sich wurde durch ein spezifisches Verhalten ausgelöst, das gleiche gilt für Menschen dunkler Hautfarbe in den USA, wenn sie in die Südstaaten reisen. Im Gegenteil, erfolgreiche Menschen mit dunkler Hautfarbe stacheln Rassisten zu noch mehr Hass an, insbesondere aus der Gruppe derer, die als white trash bezeichnet werden, jenes Konglomerat aus rednacks, Waffennarren, Hillibillies und gescheiterten Existenzen die dort das Potenzial rechter Gewalt bildet. Bei uns ist das nicht anders, erfolgreiche Türken ziehen besonders den Hass der fremdenfeinbdlichen Umgebung an, nur selten geben unsere Dumpfbacken das zu. Während ein deutscher Unternehmer dann als erfolgreicher tatkräftiges Mitglied einer Gemeinde gepriesen wird, wird ein türkischer Gechäftsmann als dubios, fragwürdig oder gar schmierig dargestellt. Während dem Deutschen seine Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt ausgelegt wird, ohne hätt er es kaum geschafft, er muss sehen wo er bleibt... wir das dem Unternehmer türkischer Herkunft übelgenommen, er wird als Schmarotzer bezeichnet der auf unsere Kosten lebt. Das ist alltägliche Fremdenfeindlichkeit, die nichts mit dem Verhalten des Fremden zu tun hat.

Fremdenfeindlichkeit entsteht wie schon mehrfach geschildert nicht aus dem Verhalten der Fremden, es reicht die Tatsache, dass sie fremd sind.

Es ist übrigens falsch zu glauben Dänen oder andere Gruppen könnten nicht Opfer von Fremdenfeindlichkeit werden. Sie sind deshalb geschützter, weil sie sich äusserlich nicht von Deutschen unterscheiden und identifzierbar sind und weil sie in der rechtsextremen Ideologie als nordische menschen von jedem Verdacht befreit sind. Solange andere die Aufgabe des Sündenbockes übernehmen, wird ihnen kaum Fremdenfeindlichkeit begegnen. Das sich das aber schnell ändern kann hat die dänische Minderheit in Schleswig Holstein erlebt, als es um die Regierung in Schleswig Holstein ging. Anke Spoorendonk aus dem SSW erlebte einen Hass und eine Stimmung gegen Dänen, wie sie lange nicht geäussert wurden, bis hin zu Morddrohungen. Rassismus gegen Dänen ist also nicht unbekanntes, wenn sicherlich aus den genannten Gründen auch nicht so verbreitet wie Fremdenfeindlichkeit gegen Menschen auis südlichen Gefilden.

Ein anderes Beispiel sind die Angriffe rechtsextremer Schläger in Ostdeutschland die westdeutsche Touristen auf Zeltplätzen angriffen, eben nur weil die Wessis als Fremde ausgewählt wurden, voller Vorurteile die mit den jugendlichen Campern nichts tz tun hatten.

Niemand würde auf den Gedanken kommen, den Opfern solcher Gewalttaten auch noch vorzuwerfen sie hätten anstatt der Täter ihr Verhalten zu überprüfen und zu ändern, das ist schlicht absurd und würde weder in den genannten Fällen noch in anderen Fällen das Verhalten der Täter ändern, weil das Verhalten der Opfer nicht die Ursache der Gewalttat ist.

Irgendwie gewinnt man den Eindruck, als ist das eine Tatsache mit der Du Probleme hast, nur das ist bei unabhängiger Betrachtung die glaubwürdigste und sinnigste Erklärung. Dass ausgerechnet die Fremdenfeindlichkeit gegen Türken durch deren Verhalten grechtfertigt sein sollte, das was letztlich immer wieder aus Deiner Argumentation schimmert, ist nicht schlüssig, weil es in allen anderen geschilderten Fällen nie das Verhalten der Fremden ist, die Fremdenfeindlichkeit verursacht. Die gleiche Argumentation verwendeten die Nazis bei den Juden, die Amerikaner gegenüber den Indianern und viele weiße Amerikaner aus den Südstaaten gegenüber Menschen dunkler Hautfarbe. Alle behaupten sie abtrahiert der Jud ist selber schuld. Alle versuchen sie Fremdenfeimdlichkeit und Rassismus als natürliches Schutzverhalten zu rechtfertigen, als Reaktion gegenüber den Fehlern der Fremden. Der Fehler ist dort aber nicht zu finden, sondern in der Ontogenese fremdenfeindlich orientierer Menschen. Warum ist deren Selbstbewusstsein so schwach ausgeprägt? Warum sehen viele keine Perpektiven? Das hat nichts mit dem Verhalten der Fremden zu tun, die meisten kennen die Gruppe kaum, gegen die sie den Hass instrumentalisieren. Es sind also andere Gründe, die Fremdenfeindlichkeit fördert, nicht die Fremden. Diese Gründe zu untersuchen bedeutet die Fehler in unserer Gesellschaft zu benennen, die zu einem schwachen Selbstbewusstsein und Perpektivlosigkeit führen, zu schlecht ausgerüstete Schulen, zu wenig Lehrer, Eltern die sich nicht um ihre Kinder kümmer, schlechte Zukunfsaussichten, fehlende Wärme und Vereinsamung spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
schelm
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 4313

BeitragVerfasst am: 23 Nov 2006 - 02:00:59    Titel:

Bürger schrieb :

Zitat:
Irgendwie gewinnt man den Eindruck, als ist das eine Tatsache mit der Du Probleme hast, nur das ist bei unabhängiger Betrachtung die glaubwürdigste und sinnigste Erklärung. Dass ausgerechnet die Fremdenfeindlichkeit gegen Türken durch deren Verhalten grechtfertigt sein sollte, das was letztlich immer wieder aus Deiner Argumentation schimmert, ist nicht schlüssig, weil es in allen anderen geschilderten Fällen nie das Verhalten der Fremden ist, die Fremdenfeindlichkeit verursacht. Die gleiche Argumentation verwendeten die Nazis bei den Juden, die Amerikaner gegenüber den Indianern und viele weiße Amerikaner aus den Südstaaten gegenüber Menschen dunkler Hautfarbe.


Damit kannst du mich auch nicht locken. Müdes Lächeln ! In einem Leserbrief des STERN zur Thematik Integration war neulich ( sinngemäß ) folgendes zu lesen :

Ich betreibe eine Apotheke in Köln - Mühlheim . Leider muß ich feststellen , dass ein gewisser Anteil der türkischen Kundschaft immer aggressiver auf alles nichttürkische reagiert. Das wir bespukt werden und das diese genannten nicht von Nichttürken bedient werden wollen , daran haben wir uns ja schon gewöhnt . Aber neulich wurde eine tunesische Angestellte als deutsche Hure beschimpft , weil sie kein türkisch sprach obwohl sie doch so aussähe ....

Eine türkische Rechtsanwältin ( Nachbarin ) beschimpfte mich als Nazischwein , weil ich ihr die Pille nicht ohne Rezept verkaufen wollte ...


Ein anderer Leser ( sinngemäß ) : Wir besuchten eine Moschee am Tag der offenen Tür und wurden freundlich behandelt. Unsere kritischen Fragen wurden zwar beantwortet , doch sehr ausweichend . Als wir die Moschee verließen , begegnete uns am Ausgang ein ca. 20 Jahre alter Muslim , welcher meinte : Wenn eure Enkel groß sind , besuchen wir vielleicht mal eure Kirchen , aber dann haben wir das Sagen , denn dann sind wir in der Mehrheit ...

Neulich schriebst du :
Zitat:
Das darüberhinaus ein bestimmtes Verhalten von Migranten durchaus kritikfähig ist, im Sinner einer auf Veränderung und nicht auf Diskreditierung ausgelegten konstruktiven lösungsorientierten Kritik geht in solche Diskussionen unter, weil eine solche Diskussion lässt sich nun mal nicht mit Leuten führen die daran nicht interessiert sind, weil sie nur eine Betätigung ihrer eigenen Vorurteile benötigen.


Also bitte , laß uns mal einen Thread eröffnen und darüber diskutieren.

M.f.G. Schelm
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 23 Nov 2006 - 05:10:51    Titel:

schelm hat folgendes geschrieben:
Bürger schrieb :

Zitat:
Irgendwie gewinnt man den Eindruck, als ist das eine Tatsache mit der Du Probleme hast, nur das ist bei unabhängiger Betrachtung die glaubwürdigste und sinnigste Erklärung. Dass ausgerechnet die Fremdenfeindlichkeit gegen Türken durch deren Verhalten grechtfertigt sein sollte, das was letztlich immer wieder aus Deiner Argumentation schimmert, ist nicht schlüssig, weil es in allen anderen geschilderten Fällen nie das Verhalten der Fremden ist, die Fremdenfeindlichkeit verursacht. Die gleiche Argumentation verwendeten die Nazis bei den Juden, die Amerikaner gegenüber den Indianern und viele weiße Amerikaner aus den Südstaaten gegenüber Menschen dunkler Hautfarbe.


Damit kannst du mich auch nicht locken. Müdes Lächeln ! In einem Leserbrief des STERN zur Thematik Integration war neulich ( sinngemäß ) folgendes zu lesen :

Ich betreibe eine Apotheke in Köln - Mühlheim . Leider muß ich feststellen , dass ein gewisser Anteil der türkischen Kundschaft immer aggressiver auf alles nichttürkische reagiert. Das wir bespukt werden und das diese genannten nicht von Nichttürken bedient werden wollen , daran haben wir uns ja schon gewöhnt . Aber neulich wurde eine tunesische Angestellte als deutsche Hure beschimpft , weil sie kein türkisch sprach obwohl sie doch so aussähe ....

Eine türkische Rechtsanwältin ( Nachbarin ) beschimpfte mich als Nazischwein , weil ich ihr die Pille nicht ohne Rezept verkaufen wollte ...


Ein anderer Leser ( sinngemäß ) : Wir besuchten eine Moschee am Tag der offenen Tür und wurden freundlich behandelt. Unsere kritischen Fragen wurden zwar beantwortet , doch sehr ausweichend . Als wir die Moschee verließen , begegnete uns am Ausgang ein ca. 20 Jahre alter Muslim , welcher meinte : Wenn eure Enkel groß sind , besuchen wir vielleicht mal eure Kirchen , aber dann haben wir das Sagen , denn dann sind wir in der Mehrheit ...

Neulich schriebst du :
Zitat:
Das darüberhinaus ein bestimmtes Verhalten von Migranten durchaus kritikfähig ist, im Sinner einer auf Veränderung und nicht auf Diskreditierung ausgelegten konstruktiven lösungsorientierten Kritik geht in solche Diskussionen unter, weil eine solche Diskussion lässt sich nun mal nicht mit Leuten führen die daran nicht interessiert sind, weil sie nur eine Betätigung ihrer eigenen Vorurteile benötigen.


Also bitte , laß uns mal einen Thread eröffnen und darüber diskutieren.

M.f.G. Schelm


Du hast es nicht verstanden, lies es noch einmal. Dort steht nicht, lass uns über Türken lästern damit sich Fremdenfeindlich eingestellte Zeitgenossen wiedererkennen. Die Diskussionen, die ich meine haben mit einer solchen Diskussion wie Du sie verstehst, nicht, aber auch gar nichts gemeinsames.

Wenn ich mit Migranten diskutiere, dann geht es um berufliche Chancen, nicht darum Ihnen etwas vorzuschreiben, etwa wie sie zu leben haben.
Es geht darum sie zu fördern, nicht sie zu diskreditieren. Verstehst Du den Unterschied? Fremdenfeindlich orientierte Zeitgenossen wollen nicht mit Migranten diskutieren sie wollen über sie lästern ohne sie im einzelnen zu kennen und kein gutes Haar an ihnen lassen. Warum sollte ich so etwas dummes machen wollen?

Die Ursachen für fremdenfeindlicher Gewalt findet sich kaum im gegenseitigen Wälzen fremdenfeindlicher Phrasen sondern in der Frage, warum verhält sich der Ausländerfeind so feindlich.
Stellen wir uns einen Fremdenfeind vor, was arbeitet in ihm, dass er sich so an seine Vorstellungen klammert, das nichts ihn davon abhalten kann am einmal eingeschlagenen Weg festzuhalten und solange zu lästern bis er sich sein eigenes Weltbild zurechtzimmern kann, auch unter der Gefahr Inhalte völlig misszuverstehen?

Sorge um das Allgemeinwesen oder die Nation, kann es kaum sein, dass unseren Fremdenfeind treibt, den ihr schadet er nur durch seine fremdenfeindlichen Phrasen. Was immer er sich davon auch verspricht, es wird eine Selbsttäuschung bleiben. Weder werden die Türken hier vertrieben, noch werden wir eine Apartheidsgesellschaft implementieren. Er muss also lernen die Gegebenheiten zu akzeptieren, er hat gar keine andere Wahl. Ein Lästern über Türken, ist natürlich genau das, was er eigentlich will, nur so fühlt sich ein Fremdenfeind den Türken überlegen.

Die Gesellschaft muss lernen zu integrieren, und auch wenn sich viele der fremdenfeindlich gesinnten Menschen die Fäuste ballen, einen anderen Weg gibt es nicht. Das bedeutet, und das wird nicht nur unserem Fremdenfeind, sondern noch vielen anderen schwer fallen, wir müssen lernen damit zu leben, das Migranten die gleichen Rechte wie die Nichtmigranten erhalten, nicht nur auf dem Papier, sondern in der Wirklichkeit. Türken sind nicht weniger wert als Bayern oder Ostdeutsche.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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