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Skandalfotos Bundeswehr
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Skandalfotos Bundeswehr
 
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sergo
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Anmeldungsdatum: 06.07.2006
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 11:24:48    Titel:

ach edit: der User heißt Mark123 -Pauker-

(...)
ich hab in deinem thread hier genug beiträge gelesen (...)

du meinst also ein soldatenfoto mit einem totenschädel der seinen pimmel daneben hält also nicht dramatisch genug??
oder wo sie die einzelne skellette formen und eine waffe an die hand legen??
wie schon vorher prophezeit edit: der User heißt Mark123 -Pauker- ...es werden noch obszönere fotos auftauchen...

sie wurden und werden auch dafür bestraft..um das zu verhindern muss du noch laaaaaange studieren...
sie gehören genauso öffentlich an den pranger(und ob du es glaubst oder ich stehe nicht alleien mit der meinung)wie vor dem gericht---
schon mal das interview vom soldaten gehört mark??

Beitrag auf den sachlichen Teil reduziert (bb)


Zuletzt bearbeitet von sergo am 30 Okt 2006 - 12:26:50, insgesamt 2-mal bearbeitet
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 11:27:16    Titel:

@ dowi

Zitat:
@Rashida
also ich weiß ja nicht wie du das siehst, aber zwischen den bildern der amerikaner und jetzt der deutschen soldaten besteht schon ein größerer unterschied ! ich glaube schon, das gewisse faktoren dort eine rolle spielen und nicht alles auf die soldaten geschoben werden kann. du hörst dich so an als könntest du es nachempfinden wie es ist dort dienst abzuleisten, woher kommt sonst dein reichhaltiger erfahrungsschatz was afganisthan angeht ?? Rolling Eyes


Ich glaube du hast mich ein wenig mißverstanden....
1. Habe ich hier über Abu Ghraib kein Wort verloren, nicht mal dran gedacht. Ich wiess also nicht wie du darauf kommst?

2. Ich glaube ich sagte deutlich, dass die Soldaten einen Fehler gemacht haben und damit zur Verantwortung gezogen werden müssen. aber ich fühle mich weder dazu verpflichtet sie jetzt als Monster darzustellen, noch sie irgendwie in Schutz zu nehmen ( --- also wie kommst du bitte zu der Schlußfolgerung, ich würde meinen, hier irgendwas nachempfinden zu können??? )

Also noch mal ganz klar:

Ich heisse weder gut was sie gemacht haben, noch bin ich dafür, daraus eine riesen Sache zu machen. Nun sind die Bilder aber an die Öffentlickeit gekommen und haben für großes ( negatives ) Aufsehen gesorgt, also müssen sie dafür zur Verantwortung gezogen werden - so ist das nun mal. Und eben das finde ich nicht ungerecht oder ähnliches, damit hätten die Soldaten rechnen müssen.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 14:49:16    Titel:

sergo hat folgendes geschrieben:

du meinst also ein soldatenfoto mit einem totenschädel der seinen pimmel daneben hält also nicht dramatisch genug??
oder wo sie die einzelne skellette formen und eine waffe an die hand legen??

Nein, wie schon gesagt. Wir schicken Soldaten in eine Kriesenregion mit dem Auftrag im Zweifel Menschen zu töten; sie werden jeden Tag mit dem Tod konfrontiert und dann erwarten wir einen moralisch reflektierenden Umgang mit wahrscheinlich 100 Jahre alten Skeletten. Das nennt man im Allgemeinen Heuchelei.

sergo hat folgendes geschrieben:

sie wurden und werden auch dafür bestraft..um das zu verhindern muss du noch laaaaaange studieren...

Erstens muss ich nicht mehr lange studieren und zweitens werde ich bestimmt kein Strafverteidiger. Zudem wurden sie nicht im Sinne des Gesetzes bestraft, sondern lediglich vom Dienst suspendiert. Sie haben aller Ansicht nach keinen Straftatbestand verwirklicht. Siehe hier:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,445139,00.html

Zitat:
Reiner Sörries widerspricht auch der allgemeinen Deutung, dass es sich bei der Tat der Soldaten um Schändung handle: "Totenschändung ist immer individualisiert", sagt der Experte zu SPIEGEL ONLINE. Die Soldaten hingegen kannten die Verstorbenen nicht. Im Posieren mit Schädelknochen erkennt Sörries vielmehr eine "Schutzfunktion" bei den Soldaten: Sie seien täglich mit dem Tod konfrontiert, dies sei ihr Metier. "Sie schützen sich durch Überheblichkeit", indem sie mit Gebeinen spielen.


sergo hat folgendes geschrieben:

sie gehören genauso öffentlich an den pranger(und ob du es glaubst oder ich stehe nicht alleien mit der meinung)wie vor dem gericht---

Interessante Gesetzesauslegung. Die Wiedereinführung des Prangers. Also bist du der Auffassung, dass die Soldaten weniger Rechte besitzen als zum Beispiel ein Kinderschänder?

sergo hat folgendes geschrieben:

schon mal das interview vom soldaten gehört mark??

Ja, und? Er sagt das, was ich denke: Skelette lagen in einer Kiesgruppe; die Afghanen haben schon damit herumgespielt; Gruppenzwang; wer nicht mitmachte war ein Weichei; nun bekommen wir die Quittung; dumme Sache. Genauso denke ich auch darüber.

Der Unterschied zwischen dir und mir besteht darin, dass ich die Situation objektiv betrachte. Unabhängig von der Nationalität der Soldaten. Du hingegen scheinst generell ein Problem mit Deutschland zu haben, wie deine restlichen Beiträge erkennen lassen. Das ist schon mal keine gute Diskussionsgrundlage.

Man kann objektiv sagen, dass die ganze Sache hochgejubelt wurde. Wie heute auch die Bildzeitung beleidigt und enttäuscht feststellen musste, kümmern die Bilder in der betroffenen Region keine Sau.

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/10/30/afghanistan-soldaten/bundeswehr-skandal-afghanistan.html

Zitat:
Alles friedlich am Hindukusch ...

Ganz Deutschland diskutiert immer noch über die Fotos von Totenschändungen durch Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. Aber die befürchteten Unruhen sind bislang ausgeblieben.
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 16:24:17    Titel:

Mark123 hat folgendes geschrieben:


Man kann objektiv sagen, dass die ganze Sache hochgejubelt wurde. Wie heute auch die Bildzeitung beleidigt und enttäuscht feststellen musste, kümmern die Bilder in der betroffenen Region keine Sau.

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/10/30/afghanistan-soldaten/bundeswehr-skandal-afghanistan.html

Zitat:
Alles friedlich am Hindukusch ...

Ganz Deutschland diskutiert immer noch über die Fotos von Totenschändungen durch Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. Aber die befürchteten Unruhen sind bislang ausgeblieben.


Vielleicht besteht der Grund darin, dass es sich um Schädel ehemaliger UDSSR-Soldaten handelt. Dann wäre ein Aufschrei in der muslimischen Welt eher kontraproduktiv, wenn sich im Nachhinein heraustellen sollte, das die Kinder der Afghanen mit den Schädeln ihrer ehemaligen Besatzer Fussball spielen und nicht umgekehrt. Von daher warten sie wohl ab.

Dass der BIld-Zeitung ein richtig schöner Skandal mit ihnen als Vorreiter lieber gewesen wäre, glaube ich unbenommen. das steigert die Auflage und den Profit. Geplant war das sicherlich so.

Vielleicht vestehst Du jetzt besser, wenn ich von den Gefahren einer profitorientierten Welt rede, und von Fesseln, die wir einem kapitalistischen System anlegen sollten. Die Bildzeitung kennt keine moralischen Grenzen, wenn es darum geht, Auflage zu machen, das hatte schon Heinrich Böll erkannt und in seinem Buch Die verlorene Ehre der Katharina Blum treffend geschildert.

Das gilt nicht nur, für die Lieblingsfeinde der Bild, den Linken, den Arbeitslosen und den Grünen. Die Bild macht auch vor Konservativen nicht halt, wenn sich sich davon mehr Auflage verspricht. Offenbar nicht einmal der Gedanke Bundeswehrsoldaten durch die Art der Berichterstattung zu gefährden, kann sie davon abhalten, mit entsprechende Nachrichten Profit zu machen.

Natürlich berechtigt das in keiner Weise ein solches Verhalten. Das Verhalten an sich ist keinesfalls harmlos, wenn wir von Soldaten sprechen, die das Grundgesetz vertreten. Es ist nur heuchlerische angesichts dessen wozu Soldaten ausgebildet sind, dieses Verhalten anzuprangern, und nicht di Frage zu erörtern, wollen wir dass Soldaten in Afghanistan Menschen töten um unsere Vorstellung von Demokratie zu manifestieren. Oder ist dieser Gedanke nicht viel verwerflicher? Ich finde ja.
Du begründest die vermeintliche Harmlosigkeit des Verhaltens damit, dass wir von Soldaten etws ganz andereres erwarten, nämlich das Töten von Menschen unter Einsatz ihres Leben. Soweit kann ich Dir folgen, die Relation mit toten Schädeln zu spielen gegenüber Menschen zu töten sehe ich ähnlich, nur die Bewertung sieht eher umgekehrt aus:

Das Verhalten der Soldaten ist nicht harmlos, zeigt es doch eine bedenkliche Einstellung zum Grundgesetz und zu Menschen überhaupt. Wer dieses Verhalten kritisiert, sollte sich aber immer vor Augen halten, dass Soldaten existieren, um wesentlich schlimmeres zu tun, nämlich im Fall der Fälle lebende Menschen zu töten indem sie Geschosse und Metallteile in ihre Körper jagen und diese zerfetzen.

Die logische Folgerung ist also nicht, das infantile Verhalten der Soldaten als harmlos zu erklären, sondern dass, wozu Soldaten ausgebildet werden, erst Recht anzuprangern und in Frage zu stellen. Letztendlich bedeutet dies, natürlich die Soldaten aus Afghanistan abzuziehen und das Soldatenhandwerk selbst auf den Prüfstand zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
sergo
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Anmeldungsdatum: 06.07.2006
Beiträge: 129

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 16:30:26    Titel:

OT gelöscht. Du weißt wo der Stammtisch ist (bb)

Der User heißt Mark123 (bb)

""Nein, wie schon gesagt. Wir schicken Soldaten in eine Kriesenregion mit dem Auftrag im Zweifel Menschen zu töten; sie werden jeden Tag mit dem Tod konfrontiert und dann erwarten wir einen moralisch reflektierenden Umgang mit wahrscheinlich 100 Jahre alten Skeletten. Das nennt man im Allgemeinen Heuchelei. """

aha..das eien schliesst das andre also völligst aus..ts
egal was für skelette
egal von wann
egal von wem ....man schändet keien toten...kapisch..
zig tausende soldaten werden tagtäglich mti dem tod konfrontiert,hätten deiner these nach alle das recht ,tote zur schau zu stellen??
ein intelligenter,harter,moralisch und ethisch geprägter soldat macht sowas nicht...und schon garnicht ein offizier,welche noch eine grössere verantwortung tragen..
heuchelei??Beleidigung gelöscht (bb)

balbla bla was der spiegel schreibt..ist genauso das selbe wenn ein psychologe versucht das beste in einem kinderschänder oder mörder zu sehen..
mal abgesehen davon das man bei solchen sachen nicht teamgeist beweisen muss..und jeder vernünftige soldat hätte sagen können:ich mach da nicht mit,seid ihr die starken...bin ich halt nen weichei..und beim nächsten einsatzt hätte er durch andre aktivotäten seine männlichkeit zeigen können...aber nicht durch jämmerliche fotos..



"""Interessante Gesetzesauslegung. Die Wiedereinführung des Prangers. Also bist du der Auffassung, dass die Soldaten weniger Rechte besitzen als zum Beispiel ein Kinderschänder? """

nicht ich habe die fotos veröffentlicht..also haben vieel andren auch eine" Interessante Gesetzesauslegung"....
natürlich wäre ich dafür jeden kinderschänder oder vergewaltiger öffentlich zu machen...eine gute vorbeugemassnahme...


wie haben denn die afghanen denn damit rumgespielt??
bestimmt nicht mit entblösstem pimmel oder ne waffe oder ducrh schändende und demütigende posen..
und wenn sie gespielt haben.
sie hätten das recht ..ihr land,ihre dummheit...
aber deutschland ist schon aufgrund ihre kriegsgeschichte ein heikles land..wieso unnötig den eher guten ruf der soldaten durch paar vollidioten beschädigen??udn egal wie du es drehst und wendest--
sie haben mist gebaut und nichts wurde dramatisiert als es schon ist...

ich hab gewiss nichts gegen deutschland als volk´..höchsten gegen diese abzocker und schmarotzer politiker..

Forenregeln beachten keine Horoskope usw. (bb)
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 20:30:43    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Vielleicht besteht der Grund darin, dass es sich um Schädel ehemaliger UDSSR-Soldaten handelt. Dann wäre ein Aufschrei in der muslimischen Welt eher kontraproduktiv, wenn sich im Nachhinein heraustellen sollte, das die Kinder der Afghanen mit den Schädeln ihrer ehemaligen Besatzer Fussball spielen und nicht umgekehrt. Von daher warten sie wohl ab.

Das sehe ich ähnlich und habe das auch vorher schon gesagt. Allein deshalb zieht das Argument nicht, dass diese "Tat" gegen eine bestimmte Ethnie gerichtet war. Im Übrigen glaube ich kaum, dass sich noch klären wird, welche Nationalität die Skelette hatten. Wie gesagt, man weiß ja nicht mal wie alt sie sind und es gibt meiner Kenntnis nach auch keine Bestrebungen dies herauszufinden. Die Grube wurde doch wieder zugeschüttet wenn ich nicht irre. Und die Afghanen werden sich kaum die Mühe machen sie wieder auszubuddeln, nur weil es in einem weit entfernten Land ein paar Menschen echauffiert hat.

Bürger hat folgendes geschrieben:

Dass der BIld-Zeitung ein richtig schöner Skandal mit ihnen als Vorreiter lieber gewesen wäre, glaube ich unbenommen. das steigert die Auflage und den Profit. Geplant war das sicherlich so.

Ja, also bei einem darauf resultierenden Anschlag wäre ich auch der erste, der den Kopf Diekmanns gefordert hätte.

Bürger hat folgendes geschrieben:

Vielleicht vestehst Du jetzt besser, wenn ich von den Gefahren einer profitorientierten Welt rede, und von Fesseln, die wir einem kapitalistischen System anlegen sollten. Die Bildzeitung kennt keine moralischen Grenzen, wenn es darum geht, Auflage zu machen, das hatte schon Heinrich Böll erkannt und in seinem Buch Die verlorene Ehre der Katharina Blum treffend geschildert.

Das geht wohl etwas am Thema vorbei. Natürlich birgt die profitorientierte Welt Gefahren, aber deshalb darf man profitorientierte Personen oder Unternehmen nicht unter Generalverdacht stellen, sich moralisch verwerflich zu verhalten. Ausserdem wurde das Verhalten der Bild ja nicht einmal als verwerflich erachtet, Profit hin oder her. Man sollte die Gesellschaft erst einmal für ein solches Benehmen sensibilisieren, bovor man den Kapitalismus dafür verantwortlich macht. Auch in jedem anderen Wirtschaftssystem ist man vor Hetzkampagnen nicht gefeit. Wenn sie nicht aus wirtschaftlichen Gründen entstehen, dann doch vielleicht aus persönlichen Überzeugungen.


Bürger hat folgendes geschrieben:

Das gilt nicht nur, für die Lieblingsfeinde der Bild, den Linken, den Arbeitslosen und den Grünen. Die Bild macht auch vor Konservativen nicht halt, wenn sich sich davon mehr Auflage verspricht. Offenbar nicht einmal der Gedanke Bundeswehrsoldaten durch die Art der Berichterstattung zu gefährden, kann sie davon abhalten, mit entsprechende Nachrichten Profit zu machen.

Ich kann mich nur wiederholen, ich verabscheue die Bild auch. Allerdings muss man für sie zu Gute halten, dass es eine Klientel gibt, die nach solchen "Reißern" lechzt.

Bürger hat folgendes geschrieben:

Natürlich berechtigt das in keiner Weise ein solches Verhalten. Das Verhalten an sich ist keinesfalls harmlos, wenn wir von Soldaten sprechen, die das Grundgesetz vertreten. Es ist nur heuchlerische angesichts dessen wozu Soldaten ausgebildet sind, dieses Verhalten anzuprangern, und nicht di Frage zu erörtern, wollen wir dass Soldaten in Afghanistan Menschen töten um unsere Vorstellung von Demokratie zu manifestieren. Oder ist dieser Gedanke nicht viel verwerflicher? Ich finde ja.

Ich ändere da sowieso jeden Tag meine Meinung. Gestern hat mich das Philosophische Quartett wirklich geschockt. Da war ein Prof. Heinsohn, der mir kurz vorm Schlafengehen noch mal kurz sehr anschaulich den Untergang Europas prophezeit hat. Ich würde in der Tat befürworten, dass wir die Bundeswehr aus dem Ausland zurückziehen, aber nur unter der Bedingung, dass wir uns komplett aus solchen Regionen heraushalten, was allerdings zu der (für mich schwer vertretbaren) Situation führen würde, dass man die Menschen dort allen Unwegsamkeiten wie Armut und Islamismen überlässt. Wie gesagt, ich habe zu wenig Ahnung um hier wirklich eine Position vertreten zu können, welche für mich selbst schlüssig wäre. Die Sendung vom 29. Oktober wird übrigens am 05.11.06 um 13.00 Uhr bei Phoenix und am 10.12.06 um 13.30 bei 3sat wiederholt.


Bürger hat folgendes geschrieben:

Das Verhalten der Soldaten ist nicht harmlos, zeigt es doch eine bedenkliche Einstellung zum Grundgesetz und zu Menschen überhaupt. Wer dieses Verhalten kritisiert, sollte sich aber immer vor Augen halten, dass Soldaten existieren, um wesentlich schlimmeres zu tun, nämlich im Fall der Fälle lebende Menschen zu töten indem sie Geschosse und Metallteile in ihre Körper jagen und diese zerfetzen.

Wie du bereits erwähnt hast. Soldaten, besonderes aus den unteren Mannschaftsgraden, sind nicht gerade für ihre Intelligenz und moralische Integrität bekannt. Das sind, ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, zum Großteil die, die auch im privaten Leben nicht gerade durch Opernbesuche oder die Verwirklichung eines Kulturprogramms glänzen.

Bürger hat folgendes geschrieben:

Die logische Folgerung ist also nicht, das infantile Verhalten der Soldaten als harmlos zu erklären, sondern dass, wozu Soldaten ausgebildet werden, erst Recht anzuprangern und in Frage zu stellen. Letztendlich bedeutet dies, natürlich die Soldaten aus Afghanistan abzuziehen und das Soldatenhandwerk selbst auf den Prüfstand zu stellen.

Ich bin (leider) fest davon überzeugt, dass wir Soldaten in den nächsten 50 Jahren noch für weitaus schlimmere Dinge benötigen. Ich habe hier auch schon einmal vor ein paar Wochen klargestellt, dass ich selbstverständlich lieber in einer Welt ohne Soldaten leben würde. Aber meine subjektive Bewertung des Weltgeschehens lässt mich der Überzeugung sein, dass noch härtere Zeiten auf uns zukommen werden. Über einen Abzug aus Afghanistan lässt sich diskutieren. Was du mit einer Überprüfung des Soldatenhandwerks meinst, weiß ich aufgrund fehlender Konkretisierung nicht. Ich bin grundsätzlich für einen Abbau der Bundeswehrstandorte und eine Konzentration auf das wirklich Wichtige. Ich verweise noch einmal auf die oben genannte Sendung. Vor deren Hintergrund plädiere ich gegen die Abschaffung einer Institution, welche später noch nützlich sein könnte.
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 23:10:38    Titel:

Mark123 hat folgendes geschrieben:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Natürlich berechtigt das in keiner Weise ein solches Verhalten. Das Verhalten an sich ist keinesfalls harmlos, wenn wir von Soldaten sprechen, die das Grundgesetz vertreten. Es ist nur heuchlerische angesichts dessen wozu Soldaten ausgebildet sind, dieses Verhalten anzuprangern, und nicht di Frage zu erörtern, wollen wir dass Soldaten in Afghanistan Menschen töten um unsere Vorstellung von Demokratie zu manifestieren. Oder ist dieser Gedanke nicht viel verwerflicher? Ich finde ja.

Ich ändere da sowieso jeden Tag meine Meinung. Gestern hat mich das Philosophische Quartett wirklich geschockt. Da war ein Prof. Heinsohn, der mir kurz vorm Schlafengehen noch mal kurz sehr anschaulich den Untergang Europas prophezeit hat. Ich würde in der Tat befürworten, dass wir die Bundeswehr aus dem Ausland zurückziehen, aber nur unter der Bedingung, dass wir uns komplett aus solchen Regionen heraushalten, was allerdings zu der (für mich schwer vertretbaren) Situation führen würde, dass man die Menschen dort allen Unwegsamkeiten wie Armut und Islamismen überlässt. Wie gesagt, ich habe zu wenig Ahnung um hier wirklich eine Position vertreten zu können, welche für mich selbst schlüssig wäre.


Wenn Du mit komplett heraushalten militärische Optionen meinst, gebe ich Dir recht, wir sollten uns nicht militärisch im Ausland engagieren.

Was den Untergang Europas angeht, wird das immer mal wieder mal prophezeit, Napoleon wurde von deutschen Potentaten so genannt, die Preussen wurden von den Österreichen als Untergang Europas angesehen, und Friedrich der Große warnte in seinem Testament vor Österreich und Hitler sah in den Juden den Untergang Europas. Dazwischen gab es noch die Türken in Wien, und ach ja die Wikinger, die Karthager, die Perser und die Hunnen und .. und ... und. Später waren es die Russen im kalten Krieg, dann die Japaner, die Tigerstaaten, und neuerdings Indien und China, und manche sehen auch den Islam als der Untergang Europas an. I

So viele Untergänge und so viele Propheten, die zu den heiligen Kriegn aufriefen um Europa zu retten und nebenbei die anderen ein wenig auszurauben. Nun, ich stelle fest Europa hat all diese Untergänge überlebt, aber vielleicht sehe ich das auch falsch und lebe irrtümlicherweise in einem Kontinent, der längst wohin auch immer untergegangen ist.

Man müsste also erst einmal feststellen was genau mit dem Untergang Europas gemeint ist, um dazu eine fundierte Stellungsnahme abzugeben.

Mark123 hat folgendes geschrieben:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Das Verhalten der Soldaten ist nicht harmlos, zeigt es doch eine bedenkliche Einstellung zum Grundgesetz und zu Menschen überhaupt. Wer dieses Verhalten kritisiert, sollte sich aber immer vor Augen halten, dass Soldaten existieren, um wesentlich schlimmeres zu tun, nämlich im Fall der Fälle lebende Menschen zu töten indem sie Geschosse und Metallteile in ihre Körper jagen und diese zerfetzen.

Wie du bereits erwähnt hast. Soldaten, besonderes aus den unteren Mannschaftsgraden, sind nicht gerade für ihre Intelligenz und moralische Integrität bekannt. Das sind, ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, zum Großteil die, die auch im privaten Leben nicht gerade durch Opernbesuche oder die Verwirklichung eines Kulturprogramms glänzen.


Natürlich wird es auch immer Menschen geben, die nicht in die Oper gehen Rilke und Benn für Popstar's halten und erst dann richtig warm werden, wenn sie unterhalb der Gürtellinie 12 Stunden am Tag geile SMS's zusenden. Ich glaube auch nicht, dass die intellektuelle Elite danach drängt, im Wüstensand ihre Grenzen als Selbsterfahrungstrip im Einheitsdrill auszuloten.

Es ist schon irgendwie peinlich, wenn man sich in Manaus aufhält, eine Bande von Touristen aus dem Ruhrgebiet trifft, die wohl zum ersten Mal über Mallorca hinausflogen und sich mitten im Landesinneren, weiter vom Meer entfernt als München von der Nordsee, lautstark darüber beschweren dass die schönen Strandschönheiten fehlen. Aber über so etwas kann man sicher auch mal lachen, insbesondere wenn sich diese modernen Helden das gesamte Gepäck klauen lassen, weil sie den Trip in den Regenwald bei einer stadtbekannten Schönheit buchten, obwohl man sie gewarnt hat, sich mit den Leuten einzulassen. Letztlich vertreten solche Leute aber nur sich selbst, und das ist auch gut so.

Allein der Hinweis, dass es eben nicht die Creme de la Creme ist, bedeutet aber nicht, dass sie sich durch uns bezahlt, im Namen von uns allen, dort daneben benehmen sollten. Dass wir noch schlimmeres von Ihnen erwarten, ist das schon genannte Problem. Man überzeugt keine Menschen anderer Kulturkreise von den Vorteilen der Demokratie, indem man solche tumben Vertreter wie unseren Schädelspielern Gewehre in die Hand drückt, eine Uniform anziehen- und in der Wüste Ballermann spielen lässt, um es einmal pointiert auszudrücken.

Ob die Vorstellung, von einer solchen Elitetruppe beschützt zu werden so beruhigend ist, ich weiß ja nicht.

Ich kann gerne darauf verzichten, nicht nur weil ich eine pazifistische Haltung einnehme.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 31 Okt 2006 - 02:36:27, insgesamt einmal bearbeitet
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2006 - 00:07:48    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Man müsste also erst einmal feststellen was genau mit dem Untergang Europas gemeint ist, um dazu eine fundierte Stellungsnahme abzugeben.


Ich kann dir nur empfehlen, eine der Wiederholungen des Philosophischen Quartettes anzusehen. Ich habe gerade einen Wikipediaeintrag zu dem Professor gefunden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gunnar_Heinsohn

Es war eben nicht eine politische Prophezeiung, sondern vielmehr hat er den "Untergang" vorgerechnet. Selbstverständlich hatte er nicht den Anspruch die Wahrheit zu postulieren, allerdings klang seine These einigermaßen plausibel. Jedenfalls decken sie sich mit einigen Befürchtungen, welche ich selbst schon gehegt habe, so dass ich da vielleicht etwas sensibler hingehört habe.

Es geht in die Richtung von: http://de.wikipedia.org/wiki/Youth_Bulge

Edit: Ah, ich liebe das Internetzeitalter. Hier ein längerer Zeitungsartikel von Heinsohn: http://www.zeit.de/archiv/2002/09/jugendkriminalit%25e4t.xml
Carcharoth
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2006 - 00:23:36    Titel:

Skandal!: Noch ein Schändungsfoto gefunden!!!:

http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/halloween_afghanistan.JPG
hä-Mathe?
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Anmeldungsdatum: 25.09.2006
Beiträge: 189

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 21:20:15    Titel:

Zitat:
Scheinhinrichtung in Afghanistan


http://www.n-tv.de/729096.html
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
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