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Dauer Jura-Studium
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Lernende
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Anmeldungsdatum: 14.07.2006
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2006 - 22:46:13    Titel: Dauer Jura-Studium

Ich spiele mit dem Gedanken, Jura zu studieren. Ich hab mich über die Regel-Studienzeit erkundigt, sie beträgt wohl 9 Semster, also 4 1/2 Jahre. Nun meine Frage, warum werden die Meisten erst viel später fertig? Wieviel Semester sind denn realistisch, einzuplanen?
Christian205
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 84
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2006 - 22:52:25    Titel:

Im 8. Semester kannst du deinen Freischuss (ein Freiversuch fürs Examen ohne Konsequenzen beim Scheitern) machen.

Bis du dann richtig fertig bist, muss du noch 2 Jahre Referendariat machen, welches mit dem 2. Staatsexamen abschließt.

4 Jahre Studium + 2 Jahre Ref + evtl. 1 Jahr Ausland = 7 Jahre bis zum Halbgott in Schwarz *g (im günstigsten Fall, du kannst natürlich auch später zum 1. Examen antreten, allerdings ist dann der Freischuss weg)
lisi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 128

BeitragVerfasst am: 27 Okt 2006 - 23:13:38    Titel:

ich denke es hängt alles auf dich selbst. wenn du organiziert bist und schnell lernst, vielleicht hast du Glück und bestehest den staatsexamen nach 8 Semester, also dein Freischuss. Ich höre sehr selten, dass jemand nach 8 Semester Staatsexamen geschaft hätte. 1 Staatsexamen nach 9 Semestern ist schon realistisch (Das auch, wenn man regelmäßig lernt und organisiert ist). und ich kenne auch leute, die erst nach 14 Semester zu Examen sich getraut haben... also schwer zu sagen Neutral
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Okt 2006 - 08:47:54    Titel:

Wenn du es zügig schaffst, dauert es auch ohne Auslandsjahr 7 Jahre, weil du die beiden Examenssemester ja mitrechnen musst, also:

8 Sem. + 1. Examenssem. + 2 Jahre Referendariat + 2. Examenssem. = 7 Jahre
jones49
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 373

BeitragVerfasst am: 28 Okt 2006 - 09:24:33    Titel:

Und bisweilen muss man auf eine Ref-Stelle auch nochmal ein Jahr oder so warten! Wink Wenn du dann noch Dr. werden willst, bist du mit 10 Jahren dabei!
Lernende
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Anmeldungsdatum: 14.07.2006
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 28 Okt 2006 - 09:32:48    Titel:

Ich spiele mit dem Gedanken, Richterin zu werden. Da ich schon was älter bin, denke ich (kann sich natürlich auch noch ändern), werd ich kein Auslandsjehr nehmen. Hab im Netz in §5a Deutsches Richtergesetz gefunden, daß die Studienzeit 4 Jahre beträgt, wieviel Staatsexamen hab ich denn dann? Es sollen dann noch zwei Jahre im Geltungsbereich dieses Gesetzes fallen. Und vielleicht jemand, ob es eine Altersgrenze für Richter gibt? (Hab dazu im Richtergesetz nichts gefunden) Für die Meisten Beamtenberufe dard man nicht älter als 32, was ich aber nach 7 Jahren Studiumlocker bin.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 28 Okt 2006 - 09:40:06    Titel:

jones49 hat folgendes geschrieben:
Und bisweilen muss man auf eine Ref-Stelle auch nochmal ein Jahr oder so warten! Wink Wenn du dann noch Dr. werden willst, bist du mit 10 Jahren dabei!


Ach ja, das mit dem Warten auf die Referendarsstelle hab ich ganz vergessen Smile . Da kommt es dann natürlich noch auf die Note an. Dass Dr. noch ein paar Jährchen länger wird, ist auch klar. Da kommt es dann allerdings auch auf die Note an Wink.

@ Lernende:
Also, ich bin ja immernoch der Auffassung, man sollte nicht nur Jura studieren, um Richterin zu werden. Einige Richter haben mir zwar auch gesagt, dass sie niemals Anwalt werden wollten, aber es ist ja immerhin so, dass man für gewöhnlich doch nur mit hochgradigen Prädikatsexamen diese Möglichkeit hat (und das schaffen so ca. 10 %). Deshalb sollte man sich auch mit dem Anwaltberuf anfreunden...

Nach 4 Jahren, also nach 8 Semestern kannst du dein 1. Staatsexamen machen, das du dann folglich nach 9 Semestern hast. Damit kannst du natürlich noch kein Richter werden Smile. Dazu brauchst du schon mindestens 2,5 Jahre länger, bis du dein 2. Staatsexamen hast.

Ich weiß nicht, ob es eine feste Altersgrenze gibt. Ich habe aber mal gelesen, dass viele Stellen, wo man sich als Richter bewerben kann, selbst eine bestimmte Altersgrenze setzen.
Discokandi
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Anmeldungsdatum: 29.06.2006
Beiträge: 587

BeitragVerfasst am: 29 Okt 2006 - 10:41:14    Titel:

also ich empfehle ja all den leuten, die unbedingt jura studieren wollen, aber keinerlei ahnung haben, was sie erwartet, sich mal in ein oder zwei vorlesungen zu setzen. da merken dann vielleicht doch 70 prozent, dass das nichts für sie ist, und dass es nicht um stures auswendiglernen von gesetzen geht.
und orientiert euch bloß nicht an den gerichtsshows! die haben definitiv nicht smit der realität zu tun! die meisten verhandlung sind bocklangweilig und es löst sich auch nicht immer alles am schluss à la "ich muss es jetzt einfach sagen!"
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 29 Okt 2006 - 10:51:11    Titel:

Das empfehle ich z.B. nicht. Das kann nur Nachteile haben und keinen wirklichen Einblick verschaffen, denn

1. wenn man sich in eine Anfängervorlesung setzt, also in die erste Vorlesung eines 1. Semesters, dann hat man überhaupt noch keinen Überblick, wie das Studium ist, denn in die Fallbearbeitung kommt man erst nach und nach und erstrecht in den AGs rein;

2. wenn man sich in irgendeine Vorlesung sitzt, versteht man gar nix und denkt: Oh Gott, das kann ich doch nie. War ja auch schon in der Schule so: Wenn man sich in der 5. Klasse den Stoff von der 13. oder meinetwegen von der 9. angeschaut hat, hat man auch gedacht: Das schaff ich doch nie!

Davon würde ich also dringend abraten. Es bleibt eigentlich nur, sich zu informieren, wie das Studium so abläuft und worin das Studium eigentlich besteht. Das geht nicht mit Büchern, die vom "was" handeln (also Lehrbücher), sondern solche, die vom "wie" handeln. Ich empfehle da immer "Lernprofi Jura".

Das verschafft einen sehr guten Einblick ins Jurastudium und - ich sage mal - "alle seine Konsequenzen".

Man sollte auch nicht immer alles so schwarz sehen. Es ist nicht so, dass man unbedingt schlechte Klausuren schreibt, wenn man viel lernt. Wenn man die richtige Methode drauf hat und es einem etwas liegt, dann kann man durchaus Klausuren im zweistelligen Bereich schreiben. Nichts ist unmöglich, auch in Jura nicht. Dieses o.g. Buch motiviert sehr, beschreibt die Realität aber auch zutreffend.


Zuletzt bearbeitet von Marina85 am 18 Jun 2010 - 09:54:37, insgesamt einmal bearbeitet
Lernende
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Anmeldungsdatum: 14.07.2006
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 10:53:16    Titel:

Das Problem ist, daß ich neben dem Studium schon arbeiten gehen müßte, weil mir keiner das Studium und meinen Lebensunterhalt zahlt. Aber ich hab ja noch Zeit, es mir zu überlegen, vielen Dank erstmal für den groben Überblick, den ich jetzt bekommen habe
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