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Referat Außenpolitik - Weimarer Republik
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Adrina
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Anmeldungsdatum: 01.08.2006
Beiträge: 60

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 16:30:37    Titel: Referat Außenpolitik - Weimarer Republik

Hallo ihr Lieben,

könnte hier jemand einfach mal drüberlesen, ob es verständlich klingt bzw. ich nichts wichtiges vergessen habe?
Ich muss es leider sehr kurzfristig abgeben... Confused


Außenpolitik – Weimarer Republik
(1922-1929)

Im Wesentlichen war die Außenpolitik in Zeiten der Weimarer Republik durch den aufgezwungen Versailler Vertrag bestimmt. Die Revision des Friedenvertrages war für alle deutschen Parteien sowie für die Bevölkerung das wichtigste außenpolitischste Ziel.
Stresemann (DVP) entwickelte ein Konzept, um Deutschland aus seiner außenpolitischen Isolierung, was das Grundproblem Deutschlands war, zu befreien. Er vertrat vorerst eine Politik der kompromisslosen Ablehnung des Versailler Vertrages, doch durch den erfolglosen „Ruhrkampf“ ging er schnell zur Verständigungspolitik über.

1. Gewaltverzicht, d.h. Deutschland strebte eine Revision von Versailles mit ausschließlich friedlichen Mitteln an
2. Anerkennung der neuen Westgrenzen, um das Sicherheitsbedürfnis Frankreichs zu befriedigen.
3. Aufnahme Deutschlands als führendes Mitglied in den Völkerbund und damit Anerkennung Deutschlands als gleichberechtigte Großmacht durch die Westmächte

Er suchte vor allem die Aussöhnung mit Frankreich, strebte aber eine –friedliche- Revision der Ostgrenze an.
Doch die politischen Interessen teilten sich in Deutschland prinzipiell in zwei verschiedene Richtungen:
- Erfüllungspolitik (Vertragserfüllung, um die Unmöglichkeit zu demonstrieren)
- Revisionspolitik (Kampf gegen den Vertrag, auch mit Hilfe militärischer Gewalt)

Der erste Schritt war der Vertrag von Rapallo (16.04.1922). Darin verzichteten Deutschland und Russland auf Ersatz von Kriegskosten und –schäden und versprachen sich eine enge wohlwollende, wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Im Vertrag von Locarno (16.10.1925) akzeptierte Deutschland den Verzicht auf Elsass-Lothringen und die Entmilitarisierung des Rheinlandes. Auch schloss Deutschland eine gewaltsame Änderung der Grenzziehung zu Polen aus. Außerdem diente der Vertrag als Westpakt und Schiedsvertrag zwischen Deutschland, Frankreich, Belgien, Polen und Tschechoslowakei. Durch den Locarnovertrag stabilisierten sich die Verhältnisse im Westen, es kam zur ettapenweisen Räumung des besetzen Rheinlandes. Doch Stresemann wird in Deutschland selbst, als „Erfüllungspolitiker“ beschimpft. Es galt als „nationaler Verrat“, das er im Vertrag auf Elsass-Lothringen verzichtet hatte.
Am 24.04.1926 wurde zwischen Deutschland und der UdSSR der Berliner Vertrag (Freundschafts- und Neutralitätsvertrag) geschlossen. Darin sicherte Deutschland der Sowjetunion wohlwollende Neutralität für den Fall eines Angriffs von dritter Seite zu.
Am 08. / 10.09.1926 wurde Deutschland in den Völkerbund aufgenommen.
Das deutsche Reich hatte mit den Verträgen außenpolitischen Handelsspielraum zurück gewonnen. So kompromissbereit Stresemann bei der Anerkennung der Westgrenzen war, so wenig zeigte er sich bereit, die neuen Grenzen im Osten zu akzeptieren. Ein „Ostlocarno“ lehnte er ab, weil er die Abtretung der ehemals deutschen Gebiete im polnischen Korridor und in Oberschlesien für nicht endgültig ansah. Wahrscheinlich hätte die nationalistisch erhitzte deutschte Öffentlichkeit einen Verzicht darauf auch nicht hingenommen.

Bezüglich der Reparationsregelungen entwickelte der Finanzexperte Charles-Gates Dawes mit Hilfe von Gustav Stresemann den sog. Dawes-Plan (16.08.1924). Dieser Plan regelte die Reparationszahlungen und sollte somit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands angepasst werden. Es wurden internationale Anleihen (als Starthilfe 800 Millionen Goldmark) angelegt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Bis 1929 flossen ca. 21 Mrd. Mark Kredite ausländischer Banken und Exportfirmen (besonders der USA) nach Deutschland. So musste das Deutsche Reich nur 200 Mio. Goldmark aufbringen.
Doch der Dawes-Plan brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Die Reichsbank und die Reichsbahn musste unter internationaler Kontrolle gestellt werden. Auch war kein Ende der Reparationszahlungen festgesetzt worden. Von den rechten Parteien gab es Kritik bezüglich der Souveränitätseinschränkung - Deutschland hatte sich mit diesen Krediten abhängig gemacht und spürte dies in der Weltwirtschaftskrise (1929 – Schwarzer Freitag) fünf Jahre später.
1930 sieht der Young-Plan einen Verzicht der Alliierten auf Eingriffe in die deutsche Souveränität vor. Die Forderungen belaufen sich auf 117 Milliarden Mark, verteilt auf 60 Jahre. Doch durch die sich anbahnende Weltwirtschaftskrise wird der Plan nicht durchgeführt.
Der Briand-Kollegg-Pakt (Pariser Vertrag – 24.Juli 1929) ist ein Kriegsächtungspakt, der am 27. August 1928 von 11 Staaten unterzeichnet wurde. Die Staaten verzichten darauf, den Krieg zum Werkzeug ihrer Politik zu machen.
Stresemanns Politik wird auch als Politik der Mäßigung bezeichnet, die durch eine Politik der militärischen Stärke und Gewalt abgelöst wurde.
Carcharoth
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 17:00:38    Titel:

hi Adrina!

Nice work Wink

du solltest allerdings auch noch kurz auf die Veränderung der Außenpolitik zur Zeit der Präsidialkabinette (1931-33) eingehen. Hier findet ja ein entscheidendes Abweichen von der Politik Stresemanns statt.
Adrina
Junior Member
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Junior Member


Anmeldungsdatum: 01.08.2006
Beiträge: 60

BeitragVerfasst am: 30 Okt 2006 - 17:03:56    Titel:

Thx, dann werd ich mich mal ranhalten. Wink

Danke sehr.
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