Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

W. Heisenberg - Verhältnis: Naturwissenschaften u. Religion
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> W. Heisenberg - Verhältnis: Naturwissenschaften u. Religion
 
Autor Nachricht
Selektron
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 05.06.2006
Beiträge: 193

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 20:56:32    Titel:

Man sollte alles viel entspannter ansehen!
Heutzutage zweifelt kaum noch jemand an der Quantenmechanik und nicht weil sie millionenfach bestätigt wurde, sondern weil sie nach fast 90 Jahren noch immer nicht widerlegt ist. Deswegen wollen wir auch einen Schritt weiter gehen und eine noch bessere Theorie entwickeln, die Objekte auf der quantenebene besser erfassen und beschreiben kann, sodass ihr verhalten nachvollziehbarer wird und vor allem die Verbindung zwischen Energie und Materie geschlossen wird (den eins ist sicher, alles besteht aus Energie), damit noch bessere Vorhersagen gemacht werden können. Bei dieser Theorie handelt es sich um die Superstringtheorie und in vielen Bereichen ist sie heute schon Quantenfeldtheorie wie QCD deutlich überlegen!
Die Superstringtheorie wird aber keine Erklärung für die Nicht-Lokalität liefern, deswegen sind auch spekulative Theorien notwendig um weiter voranzukommen. Und wie gesagt, theoretisch existieren heute schon Möglichkeiten die Verschränkung zwischen den "Universen" (@cyrix42: nicht böse sein^^) experimentell auf die Probe zu stellen. Technisch wird es noch ca. 50 Jahre dauern.


Zuletzt bearbeitet von Selektron am 04 Nov 2006 - 20:57:59, insgesamt einmal bearbeitet
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24260

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 20:57:37    Titel:

@breeze: Was verstehst du unter Elementarfragen? Smile

Die sache ist die: Wissenschaft entwickelt sich weiter, Religion selbst, tut dies nicht. Nur Leute, die sie auslegen... (Zum Glück sind nämlich die meisten Leute eben nicht davon überzeugt, die einizige Wahrheit Wort für Wort in ihrer jeweiligen heiligen Schrift zu finden, und nur dort...)

@Theorien, die zu Dogmen werden: Diesen Ansatz bringen ger viele, die meinen etwas großes entdeckt zu haben, oder die (vorzugsweise Relativitäts- und Quantentheorie) irgendetwas nicht verstanden haben, und es durch "ihre" Modelle ersetzen wollen.

Meist fühlen diese sich dann gekränkt, weil sie nicht ernst genommen werden, und vergleichen sich dann mit Wissenschaftlern aus dem Mittelalter, welche auch verkanntt wurden...


Die Sache hier ist nur, dass eine alte Theorie niemals der heilige Gral ist, aber trotzdem nicht einfach so weggeschmissen werden sollte. Eine Alternativ-Theorie muss eben wenigstens genauso viel erklären, wie die ursprüngliche Theorie selbst. Und dies tun die neuen "Gedankenkonstrukte2 dieser Weltversteher meistens eben nicht...


Es sind ne ganze Menge theoretischer Physiker daran das physikalische Weltbild weiter zu entwickeln, und die verschiedenen Gebiete näher zusammen zu führen. Derzeit ist wohl der hauptsächliche Versuch eine verallgemeinerte Theorie zu finden, für welche z.B. die Relativitätstheorie als Spezialfall enthalten ist, so wie diese die Newton´sche Mechanik als Spezialfall enthält...

Insofern kann man wohl nicht davon ausgehen, dass derzeit die Wissenschaft steht, und sich auf ihrem Ruhm ausruht...


Viele Grüße, Cyrix
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 23:11:50    Titel:

Zitat:
Wenn man einen Begriff hat, z.B. den des "All umfassenden" Universums, dann muss man auch damit arbeiten. Jede beliebige existente Struktur "ist" doch etwas, also auch ein Teil von "allem", also ein Teil des Universums. Ergo kann es nichts außerhalb geben.


Sprache verändert sich... das kann man als Einzelner nicht wirklich steuern, aber es ist nun mal so, dass viele Menschen den Begriff "Universum" nicht mehr im Sinn von "alles was ist" verwenden, sondern damit einen kleineren Teil von allem was ist bezeichnen. Das muss nicht gefallen, es ist aber so.

Zitat:
Die sache ist die: Wissenschaft entwickelt sich weiter, Religion selbst, tut dies nicht. Nur Leute, die sie auslegen...


Analog dazu: die Naturgesetze verändern sich nicht, sondern nur unser Verständnis von ihnen...

Zitat:
@Theorien, die zu Dogmen werden: Diesen Ansatz bringen ger viele, die meinen etwas großes entdeckt zu haben, oder die (vorzugsweise Relativitäts- und Quantentheorie) irgendetwas nicht verstanden haben, und es durch "ihre" Modelle ersetzen wollen.


Dogmatiker sind eher jene, die gewisse Dinge grundsätzlich nicht für möglich halten... zum Beispiel jene französischen Wissenschaftler des 19. Jhds., die die Existenz von Meteoriten ablehnten mit der Begründung dass "Steine nicht vom Himmel fallen". Nun, sie tuns eben doch hin und wieder.

Und Durchbrüche in der Wissenschaft zeichnen sich ja wohl gerade dadurch aus, dass Menschen den Mut finden, althergebrachte Dogmen erstens zu erkennen und zweitens über Bord zu werfen, sodass sich verschiedenen einzelne Tatsachen zu einem einheitlichen Bild fügen können.
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24260

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 23:46:48    Titel:

LaChatte hat folgendes geschrieben:

Sprache verändert sich... das kann man als Einzelner nicht wirklich steuern, aber es ist nun mal so, dass viele Menschen den Begriff "Universum" nicht mehr im Sinn von "alles was ist" verwenden, sondern damit einen kleineren Teil von allem was ist bezeichnen. Das muss nicht gefallen, es ist aber so.


Und weshalb habe ich dauernd gefragt, was man unter dem Begriff "Universum" versteht? Auch du hast es jetzt noch nicht genau beschrieben...

btw: Richtig, Naturgesetze verändern sich nicht. Nur unsere Sicht auf diese... Smile



Viele Grüße, Cyrix
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 00:01:42    Titel:

Ach, da bin ich flexibel. Hauptsache, es gibt eine Einigung auf eine gemeinsame Definition. Smile

Ich neige allerdings zu der Vorstellung, dass "Universum" nur einen Teil des Ganzen bezeichnet, es noch weitere Universen geben könnte, und das Ganze nennt sich dann Multiversum.
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24260

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 00:04:06    Titel:

Und welchen Teil beschreibt dann das Universum?

Viele Grüße, Cyrix
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 00:21:07    Titel:

Ich würde sagen, jene Raumzeitblase, innerhalb derer wir uns gerade befinden, also alle Orten und Zeiten, die ein Mensch mit üblichen (unterlichtschnellen) Transportmitteln erreichen kann. Wohingegen ein Zugang zu anderen Bereichen des Multiversums über Raumzeitrisse, Dimensionstore, Zeitmaschinen oder andere SciFi-Dinger passieren müsste.

Allerdings weiss ich nicht, ob diese Definition vernünftig ist... wenn ich in die eigene Vergangenheit zurückreisen würde, wäre ich dann in einem anderen Universum gelandet? hm.
TripleT
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 359

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 01:05:13    Titel:

Zitat:
Oft erlebe ich Atheisten als in ihren Botschaften christlicher, als die Christen selbst.

Ja, natuerlich. Die christlichen Wertevorstellungen sind ja auch grundsaetzlich nicht so weit weg von dem, was ich als "vernuenftig" betrachten wuerde. Waeren sie diametral entgegengesetzt, haetten wir wohl ganz andere Probleme. Insofern sehe ich dies eher als Bestaetigung des Atheismus (oder auch Agnostizismus, das spielt an der Stelle imho keine grosse Rolle)...

Zitat:
Wobei ich Religiosität nicht mit Christentum oder Monotheismus gleichsetze, und schon gar nicht mit den Lehren irgend einer Organisation.

Klingt gut. Aber praegt diese Einstellung der Religiositaet nicht eine gewisse Beliebigkeit auf? Ich glaube, dass jeder Mensch einen gewissen Halt braucht und sucht. Einen "Gott", zu dem man sprechen, den man um Rat fragen kann, fernab von Wissenschaftlichkeit, Ueberpruefbarkeit... oder auch nur Vernunft. Aber kann dieser Gott nicht fuer jeden Menschen eigen sein? Fuer die wahrlich nicht dummen Griechen und Roemer war es eine Heerschar an Goettern, die sogar ihre eigenen Fehlbarkeiten hatten.Und heute? Fuer den einen ist es der Fussballverein, fuer den anderen Freund/Freundin, vielleicht sogar die Mathematik? All diese Dinge koennen Menschen Halt geben, ihrem Leben einen "Sinn" verleihen. Dafuer braucht es keine kirchliche Lehre mit ihren starren Dogmatismen. Die "moderne Kirche" mag sich gerne als Hueter der Wertevorstellungen und Moral darstellen. Aber ist sie das wirklich? Ich finde nein... wie vorhin schon dargestellt. Und geht es ihr wirklich nur darum? 2 Jahrtausende gespickt mit Kreuzzuegen, Hexenverbrennungen und Kriegen, um Wertevorstellungen zu vermitteln? Danke, aber das kann nicht die Botschaft der Kirche sein. Und die Zahl jener, die eine Rueckbesinnung auf die woertliche Auslegung von Bibel und Co draengen waechst. Man muss nicht erst Fanatismus heranziehen, um eine reale Gefaehrdung der Menschheit durch Religion zu sehen. Von daher weigere ich mich, hier eine neutrale Position einzunehmen, denn Gleichgueltigkeit ist mit bei dieser Problemmatik zu wenig.
LaChatte
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 1479

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 09:52:27    Titel:

Zitat:
Insofern sehe ich dies eher als Bestaetigung des Atheismus (oder auch Agnostizismus, das spielt an der Stelle imho keine grosse Rolle)...


Die Agnostiker sind mir deutlich sympathischer. Sie neigen weniger zum Dogma als Atheisten.

Zitat:
Aber praegt diese Einstellung der Religiositaet nicht eine gewisse Beliebigkeit auf?


nein, gar nicht. Es gibt jedem einzelnen die Verantwortung, selbst einen Weg zu finden, und vermittelt gleichzeitig Toleranz. Ob jemand lieber Rosenkränze betet, im Wald um ein Feuer herumtanzt oder Zen-Meditation betreibt, ist lediglich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Leben und leben lassen.

Zitat:
Die "moderne Kirche" mag sich gerne als Hueter der Wertevorstellungen und Moral darstellen. Aber ist sie das wirklich? Ich finde nein... wie vorhin schon dargestellt. Und geht es ihr wirklich nur darum? 2 Jahrtausende gespickt mit Kreuzzuegen, Hexenverbrennungen und Kriegen, um Wertevorstellungen zu vermitteln?


Der Fairness halber muss man wohl erwähnen, dass sie nicht nur Böses tat, sondern auch sehr viele hochklassige Philosophen und aussergewöhnliche Menschen hervorbrachte - Bruder Klaus, Franz von Assisi, Hildegard von Bingen und viele andere. Das macht die Verfolgungen anderer natürlich nicht besser, aber ebenso schmälern die gewalttätigen Seiten der Kirche nicht die Leistungen dieser Menschen.

Zitat:
. Und die Zahl jener, die eine Rueckbesinnung auf die woertliche Auslegung von Bibel und Co draengen waechst. Man muss nicht erst Fanatismus heranziehen, um eine reale Gefaehrdung der Menschheit durch Religion zu sehen.


Es wächst aber auch die Zahl jener, die Spiritualität ausserhalb starrer Rituale und Dogmen suchen. Abnehmen tut die Anzahl der "normalen" Kirchgänger.

Ich glaube auch nicht, dass die Religion das Problem ist, sondern eher die Tatsache, dass das Leben unsicherer geworden ist. Und dann sind natürlich Gruppen willkommen, die durch starre Strukturen und Dogmen Sicherheit und Geborgenheit bieten. Aber sie sind das Symptom, nicht die Ursache.

Zitat:
Von daher weigere ich mich, hier eine neutrale Position einzunehmen, denn Gleichgueltigkeit ist mit bei dieser Problemmatik zu wenig.


Neutralität und Gleichgültigkeit sind nicht dasselbe. Neutral zu sein bedeutet in erster Linie, sich nicht von den eigenen Emotionen hinreissen zu lassen, sondern objektiv zu beurteilen, was Sache ist. Man kann auch mit viel Engagement sich um Neutralität bemühen, und muss dabei nicht gleichgültig sein.
breeze
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 20.01.2006
Beiträge: 510

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 12:21:20    Titel:

Es gibt die Idee. Und dann gibt es das, was die Menschen daraus machen. Die Idee? das Christentum (zum Beispiel). Was machen die Menschen draus? Die Hexenverfolgung! Die Idee? Das atomare Weltbild. Was machen die Menschen draus? Die Atombombe.

Ich spreche hier insgesamt nicht davon was ethisch besser ist, Naturwissenschaft oder Religion. Mir geht es nur darum, daß ich den Menschen für ein sprirituelles Wesen halte. Und wir werden ärmer, wenn wir das verleugnen. Ich bin Techniker und wünsche mir exzellente Wissenschaftler, die mir die Welt erklären. Aber ich erwarte von Ihnen nicht, daß sie dem Ganzen einen Sinn geben. Ich denke, das ist nicht ihr Job.

Grüße,
breeze
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> W. Heisenberg - Verhältnis: Naturwissenschaften u. Religion
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
Seite 6 von 7

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum