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Wie hoch ist d.Einstiegsgehalt bei einer StB/WP-Gesellschaft
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Gast






BeitragVerfasst am: 17 Nov 2004 - 16:12:10    Titel: Wie hoch ist d.Einstiegsgehalt bei einer StB/WP-Gesellschaft

Hallo!
Ich stehe kurz vor dem Abschluss (schreibe gerade am Dipl.) und bewerbe mich gerade bei einigen Firmen auf deren Anzeigen. Oft steht da: "mit Angabe des Gehaltswunschs".

Daher die Frage: Was verdient man in den Regionen Duesseldorf/Koeln, Frankfurt, Stuttgart und Muenchen bei den Big Four der Unternehmensberatungen? Was ist in diesen Regionen das Einstiegsgehalt bei anderen/kleineren Steuerberatungs-/ Wirtschaftspruerfungsgesellschaften nach dem Diplom?

Vielleicht noch einige Infos ueber mich:
BWL mit angepeiltem Schnitt von 2,0 bis 1,8; SBWL-Steuern-Examen 1,6; daneben noch eine weiche BWL und Wirtschaftsrecht; 3 Fremdsprachen (davon 2 verhandlungssicher), Auslandssemester+Auslandspraktikum. Gremientaetigkeiten. _Kein_ Regelstudienzeit-Abschluss.

Hoffe, dass Ihr mir da schnell helfen koennt.

B.
Gast






BeitragVerfasst am: 21 Nov 2004 - 04:04:19    Titel:

...wenn du dir ernsthaft das arbeiten bei einer der big four antuen willst: hier verdienst du richtig gut. € 50,- aufwärts pro stunde, meine ich gehört zu haben. allerdings lebst du da mit nem riesigen leistungsdruck, nix persönliches oder so. viele bleiben - selbst wenn keine arbeit da ist - ewig lange im büro, nur um nicht faul zu wirken etc. fast schon japanische verhältsnisse. nicht zu vergessen: der immense druck vor der stb-prüfung...

in kleineren wp/stb-kanzleien ist das gehalt wohl etwas niedriger, aber gerade in ffm kannst du da auch gehaltsmäßig fast mit den großen mithalten. schau dirs an, wenn du mit den o.g. umständen arbeiten kannst, geh zu den big four (aber auch da gibtz nette, so isses ja nich)... mehr verantwortung, "menschenkontakt" und evtl. sogar spaß gibtz m.e. eher bei den "kleinen", die oft nicht minder professionell arbeiten...
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2004 - 14:34:28    Titel:

Also....die Big 4 im WP/ Str-Bereich zahlen schon ordentlich. Ein Direkteinstieg bei großen Industriekonzernen rechnet sich in der Regel aber erfreulicher....

Gehen wir davon aus, Du kommst bis zu einem Vertragsangebot.....

Es hängt dann immer noch von verschiedenen größen ab - Vorerfahrung (Praktika) etc., aber Du scheinst nicht ganz 08/15 zu sein. Große Verhandlung gibt es ohne Berufserfahrung fast gar nicht, sondern eher ein Vertrag "friss oder stirb", die Auswahl ist einfach zu groß.

Ich denke die meisten Firmen werden so, je nach Standort (!) zwischen 34k und 42k zahlen. Von einer Bekannten WP wurde mir für letztes Jahr bei PwC in Frankfurt ein Einstiegsgehalt 39k genannt. Deloitte Berlin zahlt 34 oder 36k (eigene Erfahrung, leider vergessen welches es war)...

50 € die Stunde ist übrigens eine Milchmädchenrechnung. Es stimmt zwar, dass Prüfungs- und Beratungsleistung u.a. stündlich abgerechnet werden, aber man selbst wird mit einem Monatsgehalt entlohnt. Wieviel das dann pro Stunde ist, hängt dann stark von Deiner Stundenzahl ab und die ist in der Hauptabschlußzeit regelmäßig weit über Deiner vereinbarten Wochenarbeitszeit.
Miri83
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Anmeldungsdatum: 01.07.2005
Beiträge: 9
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BeitragVerfasst am: 07 Jul 2005 - 14:30:14    Titel: etwas spät....

Ich arbeite in einer der Big 4 und da ich ebenso derzeit dabei bin Bewerbungen zu schreiben habe ich meinen Kollegen gefragt, mit wieviel er vor 4 Jahren nach seinem Studium hier begonnen hat. Er bekam monatlich € 3.100, da hier 13 Monatsgehälter bezahlt werden wären das ca. € 40.000!!!
studi1980
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 11:54:28    Titel: Gehalt und Arbeitsweise bei den Wirtschaftsprüfern!

Hallo Leute,

mir platzt bald der Kragen, wenn ich einige Berichte in diesem Threat lese!
Ich schildere Euch meine Erfahrungen mit WP und vielleicht bekommt Ihr dann ein realeres Bild!
War schon bei Bewerbertagen von KPMG und PwC und war geschockt über die Unternehmen!
Erstmal ist das Gehalt von 3.000 bzw. 3.200 brutto monatlich (12 Monatsgehälter + Bonus, der ca. 1 Gehalt beträgt) ein Witz. Bei jeder Bank bekommt man mehr und selbst in der Industrie liegen die Beträge oft darüber. Nicht zu vergessen ist auch, dass die WP keine Sozialleistungen bieten wie BVV, VL, Optionsprogramme, Firmenwagen...., die bei deutschen UN eigentlich Standard sind und das Bruttogehalt noch erhöhen.
Zu bedenken ist auch, dass die Arbeitszeit in der Regel zwischen 12 und 15 Stunden liegt, wobei nur maximal 10 Stunden aufgeschrieben werden dürfen. Die grossen WP nutzen unerfahrene Uniabsolventen zur absoluten Ausbeute! Leider fallen immer noch zu viele darauf rein und verlassen erst die WP, wenn sie gemerkt haben, wie "der Hase läuft".

Ich kann Euch also nur warnen! Exclamation Twisted Evil

Habe stattdessen einen Vertrag im Investment Banking bekommen, mit deutlich mehr Gehalt, mehr Sozialleistungen und nicht zu vergessen, alle Überstunden werden notiert und abgegolten!
rotschl
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Anmeldungsdatum: 04.12.2005
Beiträge: 646

BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 12:53:21    Titel:

IB ist aber auch vieles von der Konjunktur abhängig und Pech kann man immer haben beim IB (ist vieles Erfolgsabhängig).
BBB
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 303

BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 13:11:32    Titel:

IBler sind dennoch statistisch die Akademiker mit dem höchsten Einstiegsgehalt (knapp 70.000 mit bis zu 2 J. BBerufserfahrung).
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 14:45:12    Titel:

@Studie1980

Danke - Du bestätigst nur, was ich geschrieben habe...

Vielleicht sollte man bei PwC auch eins nicht vergessen - derzeit werden auch alle Überstunden ausgezahlt.....

Zwischen 12 und 15 h ist bei uns die Arbeitszeit nur in Ausnahmefällen. Bei der klassischen WP kann dieses aber zwei bis vier Wochen während der Hauptabschlußzeit schon vorkommen. Dafür ist im Sommer meist ziemlich tote Hose, so dass die Stundenzahl übers Jahr schon in ein erträgliches Maß kommt (für associates und snr. associates liegen die durchschnittlichen Wochenstunden übers Jahr zwischen 45 und 55 h).

Das nur 10h aufgeschrieben werden dürfen ist auch so ein Märchen, was man immer wieder von "externen" hört. Es hängt zwar, zugegeben, etwas von Deinem zuständigen Partner ab, allerdings schreiben 95 % die ich kenne ALLE Stunden auf.
Da es auch im WP-Bereich auch durchaus Verträge mit stundenweiser Anrechnung gibt macht das dann auch wenig Sinn weniger abzurechnen und selbst bei den Festpreisverträgen werden die "Über-"Stunden häufig nur nicht auf den Mandanten gecharged, sondern gesondert erfasst.

Es soll sich aber niemand Hoffnung machen, dass normale WP-Tätigkeit sonderlich spannend ist oder nicht doch extrem stressig sein kann. Viele Uniabsolventen unterschätzen die Härte während den Jahresabschlüssen und überschätzen die Interessanten Seiten an dem Beruf. Man erhält nicht einfach sein Entgelt, man verdient es sich wirklich. Wer weniger arbeiten will für mehr Geld sollte wirklich in bestimmten Industriezweigen oder Banken anfangen. Die besseren Aufstiegschancen im ReWe der Industrie haben nach zwei bis vier Jahren die WPGler.
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dr-kapital
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BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 16:30:05    Titel:

Über die Arbeitszeiten könnt ihr Jungs euch ja nicht beschweren - über die Gehälter allerdings schon.

studi1980 hat folgendes geschrieben:
alle Überstunden werden notiert und abgegolten!

Very Happy Very Happy Very Happy
Sag mir bitte wo - ich will auch Januar bis Juni arbeiten und den Rest des Jahres frei haben. Very Happy
Makinchedda
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 03 Okt 2006 - 20:35:36    Titel:

Bei den Big 4 gibt es die folgenden Grades:

Associate
Senior Associate
Manager
Senior Manager
Director
Partner

Für Gehälter gibt es gewisse Bandbreiten. Wenn ein Bewerber also 60.000 € verdienen will, dann müsste ihn das Unternehmen direkt als Senior Associate oder Manager einstellen. Das ist zwar möglich, man sollte aber gute Argumente dafür mitbringen.

In der Regel sollte man also mit einem Jahresgehalt von 36.000 - 42.000 anfangen. Es gibt dann noch den Bonus, der im Schnitt bei 1 bis 2 Monatsgehältern liegt.

50 €/Std. ist für Einsteiger ohne mehrjährige Berufserfahrung keinesfalls drin.

Schnell reich wird man in der WP/StB sicherlich nicht. Aber was soll man bei einem 4er Kartell auch anderes erwarten. Man kann nur auf kleinere Anbieter ausweichen, muss hierbei aber bedenken, dass diese international nicht bekannt sind und man daher International weniger Punkten kann.

Die meisten meiner Kollegen sehen die WP/StB ohnehin als Baustein im Lebenslauf. Wer 2-5 Jahre bei einer der Big 4 gearbeitet hat, der kann sich m.E. international mit guten Chanceen bewerben. Ggf. wird man auch schon vorher abgeworben. Ich hatte bereits im 1. Jahr zwei interessante Angebote.
tokyob
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BeitragVerfasst am: 05 Okt 2006 - 02:22:12    Titel:

a) Wenn Du das selber nicht weisst, kannst Du einfach "Marktueblich" schreiben.

b) Ein Bekannter hat bei McK angefangen, wird bei "vollem" Gehalt aber fuers 3. Jahr freigestellt um seinen MBA in den USA zu machen...
Labus
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BeitragVerfasst am: 05 Okt 2006 - 22:43:15    Titel:

Jetzt ist McK aber auch keine WPG...

Solche Programme findest Du dort eher selten.
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Mammut
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Beiträge: 185

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2006 - 07:05:27    Titel:

Bis zu welchem Alter steigen eigentlich noch Leute in die Wirtschaftsprüfung ein? Seien es Branchenfremde mit Berufserfahrung oder promovierte mit Anfang 30 oder sogar noch älter?
Liegt der Altersschnitt für das WP Examen nicht sogar bei Ende 30?
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2006 - 09:54:51    Titel:

In einer WPG arbeiten und Wirtschaftsprüfer (m. Examen) zu sein ist ein Unterschied.

Richtig ist, dass die allermeisten WP ihr Examen erst Mitte / Ende 30 ablegen. Das liegt auch unter anderem daran, dass
a) ein nicht unwesentlicher Teil erst den StB macht und
b) Du Wirtschaftsprüfungserfahrung - sprich Praxis - nachweisen musst. Zudem gelten beide Prüfungen StB und WP als schwer. Manche sagen sogar, die WP-Vollprüfung (also ohne StB vorher) sei das schwerste Examen in Deutschland überhaupt.

Die allermeisten, die in eine WPG eintreten tun das direkt nach dem Studium. Zu Diplomzeiten war das meist zwischen 25 und 28. Wie sich das mit dem Bachelor/Master entwickelt ist noch nicht ganz klar. Bis vor ca. 1,5 / 2 Jahren war die Devise noch: "Wer zu uns kommt hat bereits einen Master oder Diplom." Aber ich denke das sich das halbwegs überlebt haben dürfte. Ich denke für einen Teil der Neueinsteiger mit Bachelor wird das Eintrittsalter etwas sinken. Wobei die Einschätzung des Bachelor bei den WPG noch nicht klar ist.

Branchenfremde bzw. Quereinsteiger haben es in der klassischen Wirtschaftsprüfung schwer. Wer ein oder zwei Jahre ReWe-Erfahrung mitbringt mag noch eine gute Chance haben (auch wenn das Arbeiten ganz, ganz anders ist). Jemand mit mehr Erfahrung müsste im Zweifel von der Verantwortung und Gehalt einen Rückschritt machen, da bei den meisten WPG ab Snr. Associate die Prüfungszwänge beginnen. Als Manager steigt im WP-Bereich damit sogut wie keiner quer ein.

Etwas anders verhält es sich im Bereich der prüfungsnahen Dienstleistung - sprich Unternehmensberatung. Dort werden Quereinsteiger je nach Fachgebiet und Abteilung sehr gerne gesehen und entsprechend eingestuft (Hier wird meist weniger Wert auf Berufsexamina gelegt.)

Eine Promotion und das entsprechende Alter ist an sich kein Problem. Allerdings sollte man dann möglichst in einem artverwandten Gebiet promoviert haben. Man sollte aber auch bedenken, dass man ohne relevante Berufserfahrung auch als Dr. meist auf der untersten Stufe einsteigt, max. eine darüber und somit nicht so viele bis keine Vorteile aus der Promotion zieht im Vergleich zu "Normalstudenten". Die evtl. gehaltliche Besserstellung ist stark abteilungs- und unternehmensabhängig.
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