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Probezeit - wie lange zulässig?
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Yardini
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Anmeldungsdatum: 13.09.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2006 - 21:44:06    Titel: Probezeit - wie lange zulässig?

Ich habe einen Ausbildungsplatz als Kauffrau für Bürokommunikation im Einzelhandel bekommen. Meine Probezeit würde laut meinem Chef 6 Monate betragen. Ist das gesetzlich zulässig? Ich habe gelesen, dass die Probezeit höchstens 3 Monate betragen darf!? Das steht im Jugendarbeitsschutzgesetz. Nun bin ich aber über 18, also unterliege nicht mehr dem Jugendarbeitsschutzg. Wie sieht das dann aus?

Kann mir jemand helfen?
Hundehuette
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Anmeldungsdatum: 04.02.2005
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BeitragVerfasst am: 01 Nov 2006 - 22:13:48    Titel:

Für alle Ausbildungsverhältnisse gilt: Mindestens 1 Monat, höchstens 4 Monate Probezeit Exclamation


Änderungen im BBiG - Probezeit in der Berufsausbildung auf vier Monate verlängert
Zum 1. April 2005 trat die Novelle des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) in Kraft.

Probezeit:
Die für den Ausbilder wichtigste Änderung findet sich im § 20 BBiG, wonach die Höchstdauer der Probezeit von drei auf vier Monate verlängert wurde. Gemäß § 20 neuer Fassung beginnt das Berufsausbildungsverhältnis mit der Probezeit. „Sie muss mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen“.
Wie bisher ist die Höchstdauer eine absolute Grenze. Eine Erhöhung dieser Höchstdauer ist auch mit Einverständnis beider Parteien nicht möglich. Insofern hat sich nichts geändert.

Kündigung während der Probezeit:
Erhalten geblieben ist auch die Vorschrift des § 22 Abs. 1, wonach während der Probezeit das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist von beiden Parteien gekündigt werden kann.

Kündigung nach der Probezeit:
Nach der Probezeit ist das Berufsausbildungsverhältnis für den Ausbilder mit einer normalen Kündigung nicht mehr kündbar. Gekündigt werden kann es nur „aus einem wichtigen Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist“ (§ 22 Abs. 2 Ziffer 1 BBiG). Ein so genannter „wichtiger Grund“ in diesem Sinne wird von den Arbeitsgerichten nur in äußerst seltenen Fällen bei Nachweis mehrerer rechtswirksamer Abmahnungen auf der Grundlage von für den Ausbilder nicht mehr zumutbaren Vorfällen angenommen.

Von Auszubildenden darf nach Beendigung der Probezeit das Ausbildungsverhältnis allerdings mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen gekündigt werden. Dies gilt aber nur für den Fall, dass die Berufsausbildung aufgegeben wird oder die Auszubildende sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen möchte (so § 22 Abs. 2 Ziffer 2 BBiG). Auch insoweit hat sich gegenüber der alten Rechtslage nichts geändert, es sei hier aber nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen.
Hundehuette
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Anmeldungsdatum: 04.02.2005
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BeitragVerfasst am: 01 Nov 2006 - 22:15:24    Titel:

Lass deinen Chef ruhig die 6 Monate in den Vertrag schreiben. Schadet dir nicht ...
Yardini
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Anmeldungsdatum: 13.09.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2006 - 22:31:08    Titel:

Hundehuette hat folgendes geschrieben:
Lass deinen Chef ruhig die 6 Monate in den Vertrag schreiben. Schadet dir nicht ...

Wie meinst du das?

Wenn ich nur 4 Monate hab, kann ich mir danach ja auch mal Urlaub nehmen, wäre dann ja früher.
Hundehuette
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 04.02.2005
Beiträge: 1927
Wohnort: Düsseldorf, NRW, BRD, Europa, Erde (3. Planet im Sonnensystem), Milchstraße (irgendwo am Rand), ...

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2006 - 22:58:03    Titel:

Wenn dein Chef dir eine Probezeit von 6 Monaten in den Vertrag schreibt, ist dies nichtig (= rechtsunwirksam). Dann gilt im schlimmsten Fall eine Probezeit von 4 Monaten.

Das Urlaubsproblem kann sich aber auch anders darstellen:

Für 4 Monate (01.09. - 31.12) bekommst du bei 24 Tagen Jahresurlaub anteilig 8 Werktage Urlaub.

Normalerweise ist das Kalenderjahr das Urlaubsjahr. Du darfst deinen Urlaub nicht ohne Zustimmung oder Antrag in das nächste Jahr übertragen.

Also musst du das Thema "Urlaub" schon während der ersten 4 Monate ansprechen Wink
Yardini
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Anmeldungsdatum: 13.09.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 01 Nov 2006 - 23:04:01    Titel:

Hundehuette hat folgendes geschrieben:

Das Urlaubsproblem kann sich aber auch anders darstellen:

Für 4 Monate (01.09. - 31.12) bekommst du bei 24 Tagen Jahresurlaub anteilig 8 Werktage Urlaub.

Normalerweise ist das Kalenderjahr das Urlaubsjahr. Du darfst deinen Urlaub nicht ohne Zustimmung oder Antrag in das nächste Jahr übertragen.

Also musst du das Thema "Urlaub" schon während der ersten 4 Monate ansprechen Wink

Dankeschön schonmal für deine Antworten!

Ofiziell werde ich ab 01.12.2006 als Azubi eingestellt, arbeite aber seit 10.10.06 (bekomme das auch vergütet). D.h. also, ich bekomme anteilig 3 Tage Urlaub pro Monat (bei 24 Tagen Jahresurlaub). Und diese muss ich per Antrag dann ins nächste Jahr übertragen? Hab ich das richtig verstanden?
Hundehuette
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Anmeldungsdatum: 04.02.2005
Beiträge: 1927
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BeitragVerfasst am: 01 Nov 2006 - 23:21:41    Titel:

Normalerweise ist das so.

Du bekommst für November 2006 2 Urlaubstage aus einem Arbeitsverhältnis. Nur volle Monate zählen! Für jeden vollen Monat gibt es 1/12 des Jahresurlaubs.

Und du bekommst für Dezember 2006 2 Urlaubstage aus einem Ausbildungsverhältnis.

Den Urlaub für November kannst du m. E. nicht auf das Ausbildungsverhältnis und schon gar nicht ins neue Jahr übertragen. Den würde ich mir ausbezahlen lassen. Das ist wegen Beendigung des Arbeistverhältnisses möglich (siehe Bundesurlaubsgesetz).

Ende März 2007 musst du ihn aber auf jeden Fall genommen haben, falls dein Chef ihn doch überträgt.

Rede einfach mit deinem Chef darüber.
Asteria
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Anmeldungsdatum: 04.11.2006
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 23:42:48    Titel:

Wenn es nur um den Urlaub geht...kann man sich sicher mit dem Chef einigen....

aber was willst du denn machen....willst du denn gleich als frischer Azubi bei deinem Chef nachfragen und ihn drauf hinweisen, dass das mit den 6 Monaten nicht o.k. ist....überlege dir das gut....sonst hat man gleich versch....

hab keine Angst, wenn es 6 Monate sind...die bekommst du schon rum und gut ist....du willst die Ausbildung doch zu Ende machen und dann ist es doch egal....und mal einen Tag frei machen oder auch mal 2 Tage Urlaub kann man bestimmt mit dem Chef besprechen....Chefs sind doch keine "Unmenschen" *lächel*....einfach höfflich fragen....das klappt schon

viele Grüße und schönen Urlaub Wink

happy weekend
Very Happy
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