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Herrschaftsanspruch der USA im All
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testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 18:28:22    Titel:

kollummbuss hat folgendes geschrieben:

Die USA beschreiben mit der Weltraumdoktrin einen langfristigen Herrschaftsanspruch weit über das Jahr 2006 hinaus an ein Gebiet (heißt zunächst Erdumlaufbahn), das sich vom Atlantik, Südpol, oder, oder …, in keiner Weise unterscheidet. Heißt konkret, jede Maßnahme in dem Herrschaftsraum, also rund um unseren Planeten, muss die Billigung der USA genießen.
Eine Konsequenz als Bsp.: Die ESA musste ihr Konkurrenz-System „Galileo“ abspecken. Es waren „amerikanischen Interessen“ gefährdet.
Eine Fiktion als Bsp.: China placiert einen sog. Spionagesatelliten in der Umlaufbahn, der nordamerikanisches Gebiet erfasst. Folge: die USA würden ggf. den Abschuss als völkerrechtlich völlig legitim erachten.

Es ist also schon ein ernstes Thema, das entsprechenden Respekt verdient. Nichts gegen Zynismus oder gar Kritik, aber platte Sprüche sind hier einfach fehl am Platz.


letztendlich zählt auf der welt nicht anspruch, sondern wirklichkeit. wirklichkeit wird letztendlich mit militärischen mitteln durchgesetzt. nachdem die usa schon probleme damit haben, kleine entwicklungsländer wie den irak unter kontrolle zu halten, sehe ich dem weltraumanspruch gelassen entgegen, da er etwa so real ist wie der weltmachtanspruch frankreichs oder der anspruch deutschlands auf einen ständigen sitz im sicherheitsrat.

p.s. das universum gehört übrigens schon mir, das scheinen die usa wohl vergessen zu haben. ich habe es damals in einer partie bomberman (TM) gewonnen. ausgenommen sind lediglich frankreich und einige straßenzüge in deutschland. Cool
kollummbuss
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Anmeldungsdatum: 03.11.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 18:53:12    Titel:

Nur der Präzision halber Mark123, heißt „wir“, du sprichst für alle angesprochenen, oder meint „wir“ ICH?
Sicherlich wird ein solches Thema eher konservative Wählerschichten ansprechen, aber um die Stimmen von „HILLIBILLIES“ muss sich Dubbelju wohl kaum sorgen – oder?! Im Übrigen ist dies kein Wahlkampfthema in Ammika, sondern auch dort nur schlicht eine Meldung! Eignet sich dort auch überhaupt nicht zur Ablenkung. Dafür bedarf es schon a bisserl mehr (z.B. Nordkorea etc.). Vielmehr kann man von Regierungsseite im Wahlkampf (-getümmel) solche Änderung (der von Clinton letztmalig unterzeichneten Doktrin) unterbringen. Aber Wahlkampf hin oder her, es ändert nichts an den Fakten.
Der Anspruch bleibt ein Anspruch! – Und, du kannst sicher sein – sobald amerikanische „Sicherheitsinteressen“, ob nur tatsächlich oder vermeintlich, berührt sind – dass diese Interessen rigoros „verteidigt“ bzw. der Verletzer der Interessen rigoros angegriffen wird.
Und schließlich würd’ ich noch gern von dir wissen, mit oder auf welchem Recht ein solcher Hegemonialanspruch wohl begründet sein könnte? Mir ist auch nicht klar, ob du ihn verteidigst, oder ihn nur für belanglos erachtest (z.B. in strategischer Hinsicht)?
Jesechnet seien die sorg- und kritiklosen. Wünsch’ allen noch ein schönes Wochenende.
masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 19:11:02    Titel:

Eigentlich ist dieser "Herrschaftsanspruch" im Weltall nichts neues und nicht anders gemeint, als z.B. der "Herrschaftsanspruch" über die Weltmeere.
Es geht einfach nur darum, dass wenn die U.S.-Regierung die "Nationale Sicherheit" der USA gefährdet sieht, dass sie sich vorhält entsprechend ihrer Sicht der Lage zu handeln.
Doktrinen (oder wie immer der Plural lautet Wink ) ähnlicher Art haben fast alle Staaten, z.B. sieht auch Frankreichs Nukleardoktrin den Einsatz von Nuklearwaffen vor, wenn "die strategischen Versorgung durch Terroranschläge bedroht werde oder die Verteidigung von verbündeten Staaten" als nötig angesehen werde. (http://www.sueddeutsche.de/,tt1m2/ausland/artikel/520/68452/)
Es wurde von den USA also nur ausgesprochen, was bereits seit langem üblich ist. Auch Rußland oder China haben wahrscheinlich ähnliche Richtlinien, die sie, wenn sie technisch dazu in der Lage sind/sein werden, auch durchsetzen werden.
Insofern verstehe ich die plötzliche Aufregung nicht.
Demq
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Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 258

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 19:17:09    Titel:

Zitat:
Die USA beschreiben mit der Weltraumdoktrin einen langfristigen Herrschaftsanspruch weit über das Jahr 2006 hinaus


hmm wer sagt den das die USA im Jahre 2174 noch in einer Position ist um solche Forderungen stellen zu können...
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 19:55:25    Titel:

der_schnüffler hat folgendes geschrieben:
Die Welt ist im Moment (zumindest offiziell) nicht in der Lage irgendwelche mit Sprengköpfen beladene Raketen ins All zu schießen!


Was, wenn nicht eine Rakete mit Sprengkopf, ist ein ICBM denn dann?
kollummbuss
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Anmeldungsdatum: 03.11.2006
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 20:13:56    Titel:

Jo master, das Pluralproblem hab’ ich auch. Nach meiner Kenntnis iset wie mit Wasser. Singular gleich Plural (= Leitlinien).
Ansonsten hast du vollkommen Recht. Doktrin formulieren alle Staaten (zumindest die meisten bzw. die, die sich für wichtig halten – Merkel arbeitet lt. inoffiziellen Meldungen auch schon an eigenen Very Happy ). Allerdings ist die Aufregung gar nicht so plötzlich, sondern eben aus gegebenem, Anlass. – Und dass andere Staaten ebensolche unverhältnismäßigen, unberechtigten Leitlinien formulieren, macht sie ja nicht berechtigter (du verweist da richtigerweise auf Frankreich).
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 20:15:19    Titel:

Wenn die USA den Hegemonieanspruch über den kompletten Weltraum erheben, dann sind sie doch auch für die Folgen verantworlich. Sie müssen dann dafür sorgen, dass die Erde vor allen Ungemach beschützt wird und uns vor Sonnenwinden ebenso schützen wie vor Meteoriten und Kometen.

Und falls sie das nicht richtig können verklagen wir die USA doch beim nächsten Metereoitentrümmer, der irgendwo Schaden anrichtet. Wie ich die amerikanischen Juristen einschätzen findet sich bestimmt jemand der eine Sammelklage führt.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 05 Nov 2006 - 00:49:43, insgesamt einmal bearbeitet
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 20:57:57    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Wie ich die amerikanischen Juristen einschätzen findet sich bestimmt jemand der eine Sammelklage führt.


Und wie ich die amerikanische Justiz einschätze, würden wir die Klage auch gewinnen.

Mal im Ersnt: wenn dreistellige Millionenbeträge als Schadenersatz gezahlt werden und der Anwalt 20% davon erhält, darf man sich über die amerikanischen Juristen nicht wundern. Ich würde auch alles und jeden verklagen, in der Hoffnunng, irgendwann mal eine Jury zu finden die dumm genug ist.
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