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Mit FH-Reife ans Unis in ganz Hessen - warum ist das so ?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Mit FH-Reife ans Unis in ganz Hessen - warum ist das so ?
 
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Paniq
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Anmeldungsdatum: 26.10.2006
Beiträge: 18
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 19:40:26    Titel: Mit FH-Reife ans Unis in ganz Hessen - warum ist das so ?

hallo ihr lieben,

das land hessen hat ja dieses seltsame gesetzt eingeführt, nachdem jetzt auch leute mit fachhochschulreife sich ganz einfach für bachelor und diplom-studiengänge an regulären unis einschreiben dürfen.
pro & contra der aktion lass ich mal aussen vor, ABER WARUM HABEN DIE DAS GEMACHT ? WARUM ? UND VOR ALLEM: WARUM NUR IN HESSEN ?
entweder alle oder keiner.
wenn irgendwer infos hat, wieso und warum, dann bitte bitte posten, finde die sache ultraheiss... (warum klagen eigentlich nicht abertausende fh'ler auf gleichberechtigung?)

http://www.uni-frankfurt.de/studium/bewerbung/hzb/index.html
http://www.uni-kassel.de/zsb/stud_angebot.ghk

love
chris
Liberty
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Anmeldungsdatum: 15.07.2006
Beiträge: 292

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 19:49:26    Titel:

Jedes Bundesland hat das Recht eigene Bildungsgesetze(Gott sei dank) zu verabschieden.

Wir brauchen keine GLEICHMACHEREI.

Wenn du an die Uni willst, dann mach dein Abi.
alex008
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Anmeldungsdatum: 27.02.2006
Beiträge: 385

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 20:07:57    Titel:

Weil nach der Umstellung auf Bachelor/Master zumindest die Bachelor-Studiengänge sowohl bei FHs als auch bei Unis nahezu identisch sein sollen(!). Deswegen wahrscheinlich.
ceggert
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Anmeldungsdatum: 10.07.2006
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 20:44:27    Titel:

In Hessen dürfen sich ja auch Meister oder IHK-Fachwirte an Unis einschreiben, also Leute, die wohl meistens Realschulabschluß haben.
Im übrigen glaube ich nicht, daß das Niveau eines Durchschnitts-Abiturienten von heute (von den 4-gewinnt-Abiturienten mal ganz zu schweigen) dem Niveau von vor z.B. 40 Jahren entspricht. Also, warum nicht mit FH-Reife an die Uni, wenn man´s draufhat ? Die größten Probleme dürften diese Leute wohl mit mathematiklastigen Studiengängen haben (Naturwissenschaften, Informatik, Ingenieurwesen, BWL), da man in anderen Fächern sowieso bei Null anfängt.

Zum Warum: Das deutsche Bildungssystem selektiert schon sehr früh in Hinblick auf die spätere Bildungs- und Berufslaufbahn. Und zementiert damit vorhandene soziale Unterschiede in viel höherem Maße als in anderen vergleichbaren Ländern. Daher ist jeder Versuch einer "Aufweichung" dieser Kastenstruktur im höchsten Maße zu begrüßen. Very Happy

Allerdings könnte auch jemand die These vertreten, daß das deutsche Uni-Niveau schon derart gesunken ist, daß auch FH-Reife-Absolventen problemlos zurechtkommen. Wink Immerhin befindet sich unter den Top-50-Unis der Welt keine einzige deutsche ! Sad
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 04 Nov 2006 - 20:52:47    Titel:

Die Dinge die der Abiturient dem Techniker oder Meister vorraus hat (Mathe), hat der Techniker oder Meister dem Abiturienten in anderen Dingen (Konstruktion, Maschinenelemente usw.) vorraus Wink

Ich sehe absolut kein Problem darin, Sonderfachkräften den Zugang zur Uni zu ermöglichen. Dieses Angebot werden ohnehin nur die allerwenigsten annehmen, denn die FHs haben für Leute aus der Praxis einen viel höheren Anziehungsfaktor als die hochwissenschaftliche Exzellenzuni Wink

Zum Thema:

Ich schätze das Hessen einfach erkannt hat, das Leute die ihre (eingeschränkte) HZB über den Umweg einer Ausbildung erworben haben nicht unbedingt schlechter sind.
Ich habe mal irgendwo gelesen, das die Abbrecherquoten derer die aufm 2. Bildungsweg zum Studium kommen, deutlich geringer sind, als derer die direkt nachm Abi an die Hochschule gehen...
namb
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Anmeldungsdatum: 20.11.2005
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 01:23:28    Titel:

Also ganz so einfach ist das jetzt auch nicht. Man muss wohl an den Unis als Schüler mit Fachhochschulreife einen Eignungstest bestehen, bevor man überhaupt erstmal als Bewerber überhaupt zugelassen wird. Nun kann man sich warscheinlich auf einen solchen Test vorbereiten; aber die Frage ist doch ob das soviele wirklich machen, denn hinter dem Bachelor steht nicht "Uni" oder "FH", sodass es letztenends warscheinlich egal sein wird ob du deinen Bachelor an der FH oder an einer Uni gemacht hast. Warum sollte sich jemand also darauf vorbereiten, wenn er auch das selbe an der FH studieren kann, wo er dann keinen Test machen braucht (natürlich zählt das für Studiengänge wie BWL usw., die man sowohl an FH's als auch an Unis machen kann). Wie das bei Jura, Medizin und dem Lehramtsstudium dann ausshen wird weiß ich nicht.

ceggert hat folgendes geschrieben:
Im übrigen glaube ich nicht, daß das Niveau eines Durchschnitts-Abiturienten von heute (von den 4-gewinnt-Abiturienten mal ganz zu schweigen) dem Niveau von vor z.B. 40 Jahren entspricht. Also, warum nicht mit FH-Reife an die Uni, wenn man´s draufhat ?


Die Rechnung geht so nicht ganz auf, denn Gymnasium (=Abi) ist eher theoretischer als Fachoberschule (=Fachabi), das mehr praktisch ausgelegt ist. Und mit allgemeinem Abi kann man zum Beispiel auf Lehramt oder Medizin studieren.
ceggert
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Anmeldungsdatum: 10.07.2006
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 03:22:26    Titel:

namb hat folgendes geschrieben:

ceggert hat folgendes geschrieben:
Im übrigen glaube ich nicht, daß das Niveau eines Durchschnitts-Abiturienten von heute (von den 4-gewinnt-Abiturienten mal ganz zu schweigen) dem Niveau von vor z.B. 40 Jahren entspricht. Also, warum nicht mit FH-Reife an die Uni, wenn man´s draufhat ?


Die Rechnung geht so nicht ganz auf, denn Gymnasium (=Abi) ist eher theoretischer als Fachoberschule (=Fachabi), das mehr praktisch ausgelegt ist. Und mit allgemeinem Abi kann man zum Beispiel auf Lehramt oder Medizin studieren.

Das ist doch nicht dein Ernst, oder ? Rolling Eyes
Heutzutage machen in einigen Regionen über 50 % eines Altersjahrgangs die allgemeine Hochschulreife (Vor 40 Jahren waren es noch um die 10 %). Du willst doch wohl nicht ernsthaft behaupten, daß diese 50 % alle mehr theoretisch draufhaben als ein guter Absolvent mit FH-Reife. Es sollte selbst dir als Vertreter der Rassen- äh... Kastenstruktur Wink klar sein, daß es sehr wohl Überschneidungen im Niveau gibt.
Gruwe
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Anmeldungsdatum: 24.03.2004
Beiträge: 5286
Wohnort: Saarbrücken

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 03:29:49    Titel:

Liberty hat folgendes geschrieben:
Jedes Bundesland hat das Recht eigene Bildungsgesetze(Gott sei dank) zu verabschieden.



Warum Gott sei Dank? Das ist der grösste Scheiss und wird nicht zu Unrecht häufig kritisiert!

@Topic

Gibt soweit ich weiss auch noch in NRW die Möglichkeit mit FH-Reife auf ne Uni zu gehen, musst nur dort nen Test machen und den bestehen.

Mein Mathe-Lehrer aus der 12. Klasse hat das so gemacht. Der hat auch FH-Reife gemacht und ist dann nach NRW Mathe und Physik auf Lehramt studieren gegangen.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 03:54:50    Titel:

Der Witz ist, das ein Absolvent der Fachoberschule Technik/Wirtschaft/Soziales in Verbindung mit seiner Berufsausbildung höchstwahrscheinlich mehr Wissen für sein Studium mitbringt, als ein Abiturient...

Auch ein Techniker/Meister ist für ein Studium deutlich besser mit Grundlagen und Fachwissen ausgestattet als die frisch von der Schule kommenden Abiturienten.

Das man einen 18jährigen Abiturienten in Sachen HochschulREIFE, die Betonung liegt hier ganz klar auf "Reife", in diesem Land über alles stellt ist schon ein bißchen seltsam und geht ein bißchen an der Realität vorbei...

Eine normale Krankenschwester die eine 3jährige Ausbildung absolviert hat, wird mit 100%iger Sicherheit mit besseren Vorraussetzungen ins Medizinstudium einsteigen, als ein Abiturient mit Bio und Latein-LK...

PS: Der Anteil der Abiturienten hat sich seit 1950 etwa ver4-5facht. Das lässt sich mit Sicherheit nicht damit begründen, das die Menschen in dieser Zeit rapide intelligenter geworden sind. Hochschulen bemängeln schließlich oft genug, das die Mathekentnisse vieler Studienanfänger gerade einmal Realschulniveau erreichen...
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:59:21    Titel:

Zitat:
Wer aus dem Berufsleben aussteigt um ein Studium zu beginnen hat eine ungleich höhere Motivation dazu, als ein Abiturient der "nichts zu verlieren hat" falls er scheitert...


"nichts zu verlieren"?
1. Verlust: 3 Jahre fürs Abi in der Zeit hätte man auch eine Ausbildung machen können.
2. Verlust im Falle des Scheiterns: Man ist weggezogen, hat "sinnloserweise" ein Abi gemacht - tja und dann? Ein gescheiterter Student, der erst im 4. Semester merkt im falschen Fach zu sein (passiert oft...) ist dann zwischen 21 und 23 Jahren alt und konkurriert mit Frisch-Realschülern und Frisch-Abiturienten um Ausbildungsplätze und hat möglicherweise Schulden für nichts angehäuft.

Das ist durchaus gravierend. Worauf man zurück fällt ist ein Abi und ein paar Semester in *irgendwas* das einem sowieso nicht liegt, für das man weder Talent noch Begeisterung hat.

Plus: 0 Euro in der Sozialversicherungskasse.


@ceggert: lies doch noch meine darauf gefolgten Beiträge, ich denke das erhellt dir meine Position. Übrigens: auch ich habe mich sehr bewusst für mein Studium entschieden - ganz ohne Berufsausbildung. Wink
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