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Mit FH-Reife ans Unis in ganz Hessen - warum ist das so ?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Mit FH-Reife ans Unis in ganz Hessen - warum ist das so ?
 
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borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
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BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:37:01    Titel:

Ich würde zwar nicht behaupten, dass man den OS-Stoff schlagartig wieder vergisst, einiges bleibt doch hängen. ABER man braucht es einfach nicht wirklich... An der Uni sind gänzlich andere Fähigkeiten gefragt als an der Schule.

Mir ist es ebenfalls schleierhaft, weshalb ein Meister in Ausbildungsberuf XYZ später nicht was völlig anderes als sein fachspezifisches Gebiet studieren können sollte. Das Leben geht doch weiter, man orientiert sich um und die Befähigung entscheidet sich erst vor Ort.
ceggert
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Anmeldungsdatum: 10.07.2006
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:40:21    Titel:

Ich denke, die wenigen Meister oder Fachwirte usw., die tatsächlich noch einmal mit Mitte/Ende Zwanzig nach mehreren Jahren Berufstätigkeit ein Uni-Studium aufnehmen, verfügen
a) über weitaus mehr Softskills und
b) auch über ein viel breiteres Wissen
als ein 18- oder 19jähriger Abiturient, der in der Regel nichts außer Schule kennt. Er kann dann wohl sicher kein Latein und auch seine Mathekenntnisse sind meistens nicht so gut, aber es gibt auch Abiturienten, die kein Latein können und in Mathe eine Null sind (davon soll es eine ganze Menge geben Wink ) und die ohne weitere Eingangsprüfung alles studieren können !
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:41:22    Titel:

Du gehst also davon aus das jeder schon mit 16/17 weiss, was er sein Leben lang machen möchte? Das wissen in aller Regel nichtmal Abiturienten mit 20 Wink

Gerade weil dem Meister eher kaufmännische Aufgaben zufallen, macht es durchaus Sinn, wenn der Handwerksmeister der einen Betrieb leitet, gerne Jura oder BWL studieren möchte...

Viele wollen sich im Alter von 24/25 nochmal umorientieren oder eine weitere Qualifikation erwerben um ihre Chancen für die nächsten 35Jahre Arbeit zu erhöhen.

Die Sichtweise das man mit 18 seinen Lebensweg wählt und den konsequent verfolgen muss, ist antiquiert und passt schon lange nicht mehr in die heutige Zeit, genauso wie das Abitur als einzige unbeschränkte HZB...
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:43:42    Titel:

ceggert hat folgendes geschrieben:
Ich denke, die wenigen Meister oder Fachwirte usw., die tatsächlich noch einmal mit Mitte/Ende Zwanzig nach mehreren Jahren Berufstätigkeit ein Uni-Studium aufnehmen, verfügen
a) über weitaus mehr Softskills und
b) auch über ein viel breiteres Wissen
als ein 18- oder 19jähriger Abiturient, der in der Regel nichts außer Schule kennt. Er kann dann wohl sicher kein Latein und auch seine Mathekenntnisse sind meistens nicht so gut, aber es gibt auch Abiturienten, die kein Latein können und in Mathe eine Null sind (davon soll es eine ganze Menge geben Wink ) und die ohne weitere Eingangsprüfung alles studieren können !


Das wir ja schon wieder einer dieser "Schwanzvergleich"-Threads Rolling Eyes Dann würde ich diesem Argument entgegen halten, dass ein Abiturient immerhin noch die alte Lerndisziplin hat, in die sich einer der jahrelang im Berufsleben war, erst wieder einfinden muss. Vor allem das Lernen zunächst "sinnlos" erscheinenden Stoffs ist einem Frisch-Abiturienten noch sehr gegenwärtig - also ein Softskill pro für den Gymnasiasten. (und das ist, was das Grundstudium angeht, ein gewaltiges Plus)
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:45:36    Titel:

@dönis: Nu, wer kaufmännische Sachen macht, dann fällt für mich (ich weiß allerdings nicht, wie dies nun wirklich gehandhabt wrd) BWL/VWL/Wirtschaftswissenschaften der ganze Kram mit eben genau in die Nische, was ich unter "fachgebunden" verstehen würde.

Für einen solchen Menschen wäre wohl z.B. ein Studium der Geisteswissenschaften witzlos. Und für solche Studiengänge sehe ich z.B. fehlende Qualifikationen im Sinne von extensive Literatur-Studien betreiben, Aufsätze schreiben, viel zu lernen, ... Und solche Dinge macht man meines Wissens (zumindest ist dies mein eindruck) eher in der Oberstufe als in einer Ausbildung oder Meisterprüfung... (jene Dinge meine ich mit dem eventuell unpassend gewählten Ausdruck "softskills)


Viele Grüße, Cyrix
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:45:52    Titel:

Lerndisziplin? In der Schule?

Bei der Ausbildung sitzt dir die Firma im Nacken, beim Meister ebenfalls. Bringst du keine guten Leistungen fliegst du im Härtefall einfach raus oder wirst nicht übernommen.
Beim Techniker (vor allem Teilzeit) ist einiges an Disziplin gefragt...

@cyrix

Ich habe für meine Abschlussprüfung mehr gelernt, als die meisten meiner Bekannten fürs Abitur Wink

Einem Meister der sich durch tonnenweise VDE/CE/TÜV/GS-Bestimmungen kämpfen muss, vorzuwerfen er wäre nicht in der Lage mit Literatur zu arbeiten ist ein bißchen an den Haaren herbeigezogen...

Aber wenn ein Meister den Drang verspürt Philosoph zu werden, warum sollte er das nicht dürfen? Er hat durch seinen Werdegang schließlich bewiesen das er in der Lage ist seinen Weg zu gehen und Dinge durchzuziehen...


Zuletzt bearbeitet von dönis am 05 Nov 2006 - 16:50:59, insgesamt einmal bearbeitet
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:47:48    Titel:

Allerdings ist eine solche Ausbildug vom fachlichen Niveau (zumindest was die Wissensvermittlung betrifft) nicht mit dem in der Oberstufe vergleichbar... (zumindest, wenn ich da Bekannte höhre, die da von ihren Berufsschulen erzählen...)

Viele Grüße, Cyrix
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:50:39    Titel:

dönis, falls du das noch nicht mitbekommen hast. Ich schlage mich in dieser Diskussion um "wer ist besser fürs Studium geeignet" auf keine Seite. Die Entscheidung fällt vor Ort - an der Uni. Wers packt bleibt dabei, wer nicht der fliegt raus. Im Grunde sehr einfach.

An der Uni sitzt dir eben kein "Meister" und keine Firma im Nacken, keine Eltern, keine Dozenten. Das ist in der OS genauso. Die Lehrer weisen einen bestenfalls, sollte man am Durchfallen sein, dass man mal lernen sollte, die Eltern die interessieren sich für Schulangelegenheiten in der OS auch eher wenig. DIE Fähigkeit die ein Student eindes jeden Faches braucht ist: lernen aus eigenem Antrieb, gänzlich ohne externen Druck.

DAS ist etwas das ich zumindest in der OS gelernt habe und etwas das sich gänzlich von meinen Freunden, die eine Ausbildung statt Abi gemacht haben, unterscheidet.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:52:55    Titel:

Wer aus dem Berufsleben aussteigt um ein Studium zu beginnen hat eine ungleich höhere Motivation dazu, als ein Abiturient der "nichts zu verlieren hat" falls er scheitert...

Ich sage auch nicht das jemand besser fürs Studium geeignet ist, das ist blödsinn. Jeder bringt andere Schwerpunkte mit und auch andere Defizite.
ceggert
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Anmeldungsdatum: 10.07.2006
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 05 Nov 2006 - 16:55:58    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:

Das wir ja schon wieder einer dieser "Schwanzvergleich"-Threads Rolling Eyes Dann würrde ich diesem Argument entgegen halten, dass ein Abiturient immerhin noch die alte Lerndisziplin hat, in die sich einer der jahrelang im Berufsleben war, erst wieder einfinden muss. Vor allem das Lernen zunächst "sinnlos" erscheinenden Stoffs ist einem Frisch-Abiturienten noch sehr gegenwärtig - also ein Softskill pro für den Gymnasiasten. (und das ist, was das Grundstudium angeht, ein gewaltiges Plus)

Angesichts der hohen Abbrecherquoten bei Studenten, die zuvor deine "sogenannte alte Lerndisziplin zum Erlernen sinnlosen Stoffes" durch Absolvieren der gymnasialen Oberstufe erlernt haben, halte ich dein Gegenargument für widerlegt. Wink
Es ist vielmehr so, dass jemand, der mit Mitte/Ende Zwanzig und nach einer Berufsausbildung und (zum Teil mehreren) Fortbildungen durchaus auch Lernen gelernt hat und sich nun BEWUSST entscheidet, ein Unistudium zu beginnen. Erfahrungsgemäss hat so jemand ein viel höheres (auch im Berufsleben erlerntes) Durchhaltevermögen bzw. Frustrationstoleranz. Es ist ja nicht so, dass nun alle Industriemeister, die es so gibt, demnächst anfangen werden zu studieren . Es werden sehr wenige sein, die aber genau wissen, was sie wollen !


Zuletzt bearbeitet von ceggert am 05 Nov 2006 - 17:03:26, insgesamt einmal bearbeitet
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