Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Wie seht Ihr mich? (Kommunismus usw.)
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wie seht Ihr mich? (Kommunismus usw.)
 
Autor Nachricht
Canislupus²
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 30.07.2006
Beiträge: 748
Wohnort: Ereignishorizont

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 21:46:32    Titel:

In meiner Familie herrscht auch kein meins und deins, sondern nur unser. Also ist meine Familie jetzt Frühkommunistisch.
Also kann man deinen Frühkommunismus nicht mit dem echten Kommunismus vergleichen.
Und außerdem der früheste belegte Handel ist 140.000 Jahre alt, also älter als das Aufkommen differenzierter Gesellschaften. Im Ursprungsgebiet der Menschen, in Afrika, ließen sich bereits für diese Zeit komplexe Fernhandelsbeziehungen über mehrere hundert Kilometer nachweisen. Also kann das mit Kommunismus nicht stimmen, denn ich denke nicht das dort eine zentrale Wirtschaftsordnung zwischen den Clans vorherrschte.
v2.web
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 21:51:12    Titel:

Zitat:
In meiner Familie herrscht auch kein meins und deins, sondern nur unser. Also ist meine Familie jetzt Frühkommunistisch.

Siehst Du, es geht doch Very Happy Meine These wird weiter untermauert.

mfg
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 21:57:33    Titel:

Zitat:
Die Altsteinzeit dauerte etwa von vor 2.500.000 bis 8.000 v. Chr. und stellt damit den allergrößten Teil der Menschheitsgeschichte dar.


@Was ist Kommunismus? :

Dann zitiere ich mal aus dem "Manifest der Kommunistischen Partei"; nämlich im wesentlichen aus dem Abschnitt II "Proletarier und Kommunisten":

Zitat:

[...]
Alle Eigentumsverhältnisse waren einem beständigen geschichtlichen Wandel, einer beständigen geschichtlichen Veränderung unterworfen.

Die Französische Revolution z.B. schaffte das Feudaleigentum zugunsten des bürgerlichen ab.

Was den Kommunismus auszeichnet, ist nicht die Abschaffung des Eigentums überhaupt, sondern die Abschaffung des bürgerlichen Eigentums.

Aber das moderne bürgerliche Privateigentum ist der letzte und vollendetste Ausdruck der Erzeugung und Aneignung der Produkte, die auf Klassengegensätzen,{37} auf der Ausbeutung der einen {38} durch die andern {39} beruht.

In diesem Sinn können die Kommunisten ihre Theorie in dem einen Ausdruck: Aufhebung des Privateigentums, zusammenfassen.

Man hat uns Kommunisten vorgeworfen, wir wollten das persönlich erworbene, selbsterarbeitete Eigentum abschaffen; das Eigentum, welches die Grundlage aller persönlichen Freiheit, Tätigkeit und Selbständigkeit bilde.

Erarbeitetes, erworbenes, selbstverdientes Eigentum! Sprecht ihr von dem kleinbürgerlichen, kleinbäuerlichen Eigentum, welches dem bürgerlichen Eigentum vorherging? Wir brauchen es nicht abzuschaffen, die Entwicklung der Industrie hat es abgeschafft und schafft es täglich ab.

Oder sprecht ihr vom modernen bürgerlichen Privateigentum?

Schafft aber die Lohnarbeit, die Arbeit des Proletariers ihm Eigentum? Keineswegs. Sie schafft das Kapital, d.h. das Eigentum, welches die Lohnarbeit ausbeutet, welches sich nur unter der Bedingung vermehren kann, daß es neue Lohnarbeit erzeugt, um sie von neuem auszubeuten. Das Eigentum in seiner heutigen Gestalt bewegt sich in dem Gegensatz von Kapital und Lohnarbeit. Betrachten wir die beiden Seiten dieses Gegensatzes.

Kapitalist sein, heißt nicht nur eine rein persönliche, sondern eine gesellschaftliche Stellung in der Produktion einzunehmen. Das Kapital ist ein gemeinschaftliches Produkt und kann nur durch eine gemeinsame Tätigkeit vieler Mitglieder, ja in letzter Instanz nur durch die gemeinsame Tätigkeit aller Mitglieder der Gesellschaft in Bewegung gesetzt werden.

|476| Das Kapital ist also keine persönliche, es ist eine gesellschaftliche Macht.

Wenn also das Kapital in ein gemeinschaftliches, allen Mitgliedern der Gesellschaft angehöriges Eigentum verwandelt wird, so verwandelt sich nicht persönliches Eigentum in gesellschaftliches. Nur der gesellschaftliche Charakter des Eigentums verwandelt sich. Er verliert seinen Klassencharakter.

Kommen wir zur Lohnarbeit:

Der Durchschnittspreis der Lohnarbeit ist das Minimum des Arbeitslohnes, d.h. die Summe der Lebensmittel, die notwendig sind, um den Arbeiter als Arbeiter am Leben zu erhalten. Was also der Lohnarbeiter durch seine Tätigkeit sich aneignet, reicht bloß dazu hin, um sein nacktes Leben wieder zu erzeugen. Wir wollen diese persönliche Aneignung der Arbeitsprodukte zur Wiedererzeugung des unmittelbaren Lebens keineswegs abschaffen, eine Aneignung, die keinen Reinertrag übrigläßt, der Macht über fremde Arbeit geben könnte. Wir wollen nur den elenden Charakter dieser Aneignung aufheben, worin der Arbeiter nur lebt, um das Kapital zu vermehren, nur so weit lebt, wie es das Interesse der herrschenden Klasse erheischt.

In der bürgerlichen Gesellschaft ist die lebendige Arbeit nur ein Mittel, die aufgehäufte Arbeit zu vermehren. In der kommunistischen Gesellschaft ist die aufgehäufte Arbeit nur ein Mittel, um den Lebensprozeß der Arbeiter zu erweitern, zu bereichern, zu befördern.


zu finden z.B. hier: http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm


Viele Grüße, Cyrix
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 22:05:02    Titel:

der ist in diesem Sinne auch ganz nett: http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_361.htm

(btw: Ich bin durch google-suche dort gelandet, und schaue mich gerade mal um...)


Viele Grüße, Cyrix
Canislupus²
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 30.07.2006
Beiträge: 748
Wohnort: Ereignishorizont

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 22:13:04    Titel:

Zitat:
1. Frage: Was ist der Kommunismus?

Antwort: Der Kommunismus ist die Lehre von den Bedingungen der Befreiung des Proletariats.

Ist ein wenig euphoristisch ausgedrückt. Eigentlich ist Kommunismus, eine Deckung des Bedarfs der gesamten Bevölkerung.
Rashida
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 22:14:23    Titel:

Ich verschieb das ganze mal ins Politikforum, da gehört es wohl eher hin. Rashida
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 22:20:59    Titel:

Generell sollte man beim Lesen der Texte aus dieser Zeit die Lebensumstände, die damals herrschten, nicht vergessen:

Gerade in England (und da halten sich Engels und Marx die meiste Zeit über auf) brummt die industrielle Revolution; es gibt viel Arbeit, allerdings nur in Fabriken. Arbeiterrechte sind noch sehr utopisch, es gibt keine Versicherungen, keine Rente, keine Sozialausgaben. In den Arbeitervierteln, die sich bilden, weil viele in die Städte ziehen, geht es zu wie in Slums...

Alles in allem nicht gerade tolle Umstände für die arbeitende Bevölkerung, die recht wenig vom wirtschaftlichen Aufschwung mitbekommt...

Und dies schlägt sich natürlich in deren Texte durch. Mag dies also einem zu extrem vorkommen, wie von "der Ausbeutung des Proletariats" geschrieben wird, so sollte man sich eben oben beschriebene Zustände mal vor Augen führen...



Viele Grüße, Cyrix
v2.web
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 22:21:27    Titel:

Zitat:
Ich verschieb das ganze mal ins Politikforum, da gehört es wohl eher hin. Rashida

*grummel*

Der Kommunismus als solcher soll hier (Thead) aber nicht zur Debatte stehen.
Er möchte auch von seiner theologischen und philosophischen Seite betrachtet werden.

mfg
v2.web
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 22:24:45    Titel:

Canislupus² hat geschrieben:
Zitat:
Eigentlich ist Kommunismus, eine Deckung des Bedarfs der gesamten Bevölkerung.

Ja, genau Very Happy
cyrix42
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2006 - 22:25:32    Titel:

Naja, zu "theologisch" mag und kann ich nicht viel sagen, aber philosophisch...

Also m.E. ist dies ziehmlich genau die Schnittstelle zwischen Politik und Philosophie, wenn es um "den perfekten Staat", Gesellschaftverträge o.ä. geht. Ich würde mich da schwer tun eines der beiden Foren zu bevorzugen, würde dann allerdings eher zu Philo tendieren, da die meisten Leute, von denen ich da Texte gelesen habe (Platon, Aristoteles, Rosseau, ...) eher Philosophen als Politiker waren...

Mag aber auch nur meine Sicht der Digne sein. Smile

Viele Grüße, Cyrix
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wie seht Ihr mich? (Kommunismus usw.)
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Seite 4 von 5

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum