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Rente ab 65 , 67 oder noch später?
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Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 19:42:31    Titel:

sergo hat folgendes geschrieben:

was soll das leben für einen sinn haben bis 65 zu arbeiten ,ab 20 wären das 45jahre`???

45 Jahre, das ist eher die Ausnahme, selbst wenn man mit 18 anfängt zu arbeiten. Es kommen bei denen, die früh anfangen, oftmals mehrere Zeiten ohne Beschäftigung hinzu, und es gibt auch viele, gerade solche, die mit Anfang-Mitte 50 ihren Job verlieren und nichts Neues finden. Dummerweise ist es so, daß die Rente nach der Länge der Beitragszahlung - sprich: Arbeit - berechnet wird. Da kommen dann oftmals nicht mehr als 30 Jahre zusammen
Die, die später anfangen (nach einem Studium mit Ende 20 oder so) kommen auch niemals auf 45 Jahre.

Es sollte mittlerweise allen klar sein, daß die Werbeverkaufsveranstaltung für den Kapitalismus mit dem Namen "Bundesrepublik Deutschland" mit der Annexion des russisch besetzten Mitteldeutschlands vorbei ist. Die Arbeitnehmer-Einkünfte stagnieren seitdem praktisch, während gleichzeitig Einkünfte aus anderen Einkommensarten gestiegen sind. Auf gut deutsch: Der Produktivitätszuwachs der Wirtschaft wird seit Beginn der 90er nicht mehr zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geteilt wie zuvor, sondern die Unternehmen behalten alles.
Das hat nichts mit der Globalisierung zu tun, wie man uns weismachen will !
masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 19:42:46    Titel:

Zitat:
Können das die Individuen nicht selber besser entscheiden?

Klar können und sollen Individuen das selber entscheiden!

Die Rentenversicherung wie sie jetzt ist, gegeben, würde das allerdings bedeuten, dass jeder, der sich früher als zu einem zu berechnenden Zeitpunkt (der wiederrum von der demographischen- und wirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist) in den Ruhestand geht, mit erheblichen Abschlägen zu rechnen hat.
Mit unserer demographischen Entwicklung wäre es eh das sinnvollste die Umlagegedeckte Renten"versicherung" abzuschaffen und auf eine Kapitalgedeckte umzusteigen.
Olle01
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Anmeldungsdatum: 27.05.2006
Beiträge: 151

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 19:46:13    Titel:

Mit dem höhren Renteneintritssalter ists wie mit den BW-Kasernenschließungen und dem Atomausstieg: Da gehen noch ein paar Bundesregierungen drüber...kann sich alles wieder ändern. Keine Panik.

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
In ein paar Jahrzehnten sollte dann die private Altersvorsorge den größten Teil der Renten ausmachen...


So ist es geplant. Aber die Geschichte lehrt uns: Deutsche Staaten kommen und gehen (ganz zu schweigen von den Unternehmen, mit denen man die private Vorsorge abgeschlossen hat).
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 19:59:39    Titel:

Olle01 hat folgendes geschrieben:

So ist es geplant. Aber die Geschichte lehrt uns: Deutsche Staaten kommen und gehen.


Ah auch mal ne gute Idee. Warum Rente zahlen in einem Staat, der sowieso bald nicht mehr existiert. Nur weil deine heiß geliebte DDR der Vergangenheit angehört, wird das Schicksaal der BRD nicht ähnlich aussehen.
Olle01
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Anmeldungsdatum: 27.05.2006
Beiträge: 151

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 20:25:57    Titel:

Mark123 hat folgendes geschrieben:
Warum Rente zahlen in einem Staat, der sowieso bald nicht mehr existiert.


Hmm. Wenn man das Renten-Eintrittsalter von 65 Jahren zugrunde legt, hat seit Bismarck kein Deutscher das Rentenalter in dem Staat erreicht, in dem er geboren wurde. (Invaliden, Unfallrenten ausgenommen).
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 20:37:45    Titel:

Olle01 hat folgendes geschrieben:

Hmm. Wenn man das Renten-Eintrittsalter von 65 Jahren zugrunde legt, hat seit Bismarck kein Deutscher das Rentenalter in dem Staat erreicht, in dem er geboren wurde. (Invaliden, Unfallrenten ausgenommen).

Rein rechtlich gesehen gibt es den jetzigen deutschen Staat seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871. Lediglich der Names des deutschen Staates hat sich geändert, zuerst Deutsches Reich, ab 1949 Bundesrepublik Deutschland. Die ehemaligen Gebiete des Deutschen Reiches gehörten bis 1990 (2+4-Vertrag und Deutsch-Polnischer Grenzvertrag) zum deutschen Staat.
Das Bundesverfassungsgericht stellte am 31. Juli 1973 bei der Überprüfung des Grundlagenvertrags mit der DDR fest (2 BvF 1/73):

"Das Deutsche Reich existiert fort, besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig.
Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert […]. Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat „Deutsches Reich“, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings „teilidentisch“, so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht. […] Sie beschränkt staatsrechtlich ihre Hoheitsgewalt auf den „Geltungsbereich des Grundgesetzes“ "
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