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ursachen der unterschiedlich hohen arbeitslosenquote
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> ursachen der unterschiedlich hohen arbeitslosenquote
 
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yamby
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Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 19:22:37    Titel: ursachen der unterschiedlich hohen arbeitslosenquote

hallo kann mir vllt jemand sagen wieso es in deutschland so unterschiedlich hohe arbeitslosenquoten gibt? z.b in brandenburg so viele und in bayern nur so wenige. ich glaube es hat etwas mit der wiedervereinigung zu tun oder?

danke schon mal im vorraus! Very Happy
Adonis84
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Anmeldungsdatum: 25.09.2005
Beiträge: 600
Wohnort: tiefste provinz

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 20:04:36    Titel:

Hat viele Gründe. Man sollte aber auch die tatsächliche Beschäftigungsquote vergleichen: Im Westen beträgt sie 45%, im Osten 43%. Ein Grund ist, dass es für ostdeutsche Frauen normal ist, arbeiten zu gehen, während sich viele westdeutsche Frauen noch heute in den Haushalt zurückziehen.
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 20:10:43    Titel:

Adonis84 hat folgendes geschrieben:
Hat viele Gründe. Man sollte aber auch die tatsächliche Beschäftigungsquote vergleichen: Im Westen beträgt sie 45%, im Osten 43%. Ein Grund ist, dass es für ostdeutsche Frauen normal ist, arbeiten zu gehen, während sich viele westdeutsche Frauen noch heute in den Haushalt zurückziehen.


Um als Ursache eine generelle Einstellung der dort lebenden Menschen anzuführen, halte ich eine 2%ige Abweichung schlicht für zu gering.
lebowski
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 388
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 21:41:53    Titel: Re: ursachen der unterschiedlich hohen arbeitslosenquote

@yamby: aus erfahrung weis ich, dass man deutlich mehr antworten kriegt, wenn man als threadsteller fakten und quellen angibt. z.b. hättest du dazu schreiben können, wie hoch die arbeitslosenquoten im moment in den jeweiligen bundesländern sind.
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 21:55:47    Titel:

yamby hat folgendes geschrieben:
hallo kann mir vllt jemand sagen wieso es in deutschland so unterschiedlich hohe arbeitslosenquoten gibt? z.b in brandenburg so viele und in bayern nur so wenige. ich glaube es hat etwas mit der wiedervereinigung zu tun oder?

danke schon mal im vorraus! Very Happy

Die Tatsache, daß die Arbeitslosenquote in den "neuen Bundesländern" höher ist als in den alten, hat mit der Mißwirtschaft der Kommunisten und der darauffolgenden Politik der Bundesrepublik zu tun: Hans Dietrich Genscher hat es mal sehr prägnant formuliert:

"Man wollte Konsumenten, keine Konkurrenten." (gemeint sind die ehemaligen DDR-Bürger)

Also, zuerst haben die DDR-Politiker den Karren in den Dreck gefahren und dann haben die BRD-Politiker auf Zerstörung der mitteldeutschen Wirtschaft statt auf deren Sanierung gesetzt.
Daher die grundsätzlich höheren Arbeitslosenquoten in den neuen Bundesländern.

Es gibt aber auch Regionen in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen, da sieht es ähnlich aus - allerdings nur regional, nicht flächendeckend, das ist der Unterschied !
Die Ursache ist aber die gleiche: staatliche Unterstützung für marode Unternehmen, die irgendwann einfach eingestellt wurde.
masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:22:02    Titel:

Zitat:
Die Ursache ist aber die gleiche: staatliche Unterstützung für marode Unternehmen, die irgendwann einfach eingestellt wurde.

Wobei das entscheidene, die Unterstüzung überhaupt ist, nicht die dann richtige Einstellung Wink

Also, ganz allgemein gesprochen, beruht ein niedriger Lebensstandart auf einer niedrigen Produktivität.
Durch die vorschnelle Übernahme westdeutscher Tarifbedingungen sowie Sozialstaatsstrukturen sind die Löhne weitaus höher gestiegen, als es die Produktivitätsentwicklung zulies. Das führt zu einer steigenden Arbeitslosenzahl.
Darüber hinaus wurdendurch völlig verkehrte Maßnahmen wie ABM und marktfremde Subventionen in sinnlose Projekte Unmengen von Geld verschwendet (seit der Wiedervereinigung sind etwa 1500 Milliarden an Unterstützung in den Osten geflossen) sowie die Anreize zur Mobilität verringert.
Es gibt noch mehrere andere Gründe, aber zusammenfassend kann gesagt werden, zu wenig Markt, zu viel Staat!
der_schnüffler
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Anmeldungsdatum: 03.06.2006
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:26:58    Titel:

ein freundliches Shocked von mir! Ich bin da etwas anderer Ansicht als du! In meinen Augen haben die Politiker der DDR nichts mit der Arbeitslosenquote in Ostdeutschland zu tun! Angefangen haben die Sowjets! Schließlich waren sie es, die die Industrie ihrer Besatzungszone abgebaut, geschrottet und zerstört haben! Die DDR hat im nachhinein einfach nicht die Mittel bekommen um Maschinen zu kaufen, die in der Lage waren mit dem Weltmarkt mit zu halten! Das hieß, dass sich die DDR lediglich auf den Export beschränkt hatte!

Kurz und bündig: Das Problem der unterschiedlichen Arbeitslosenquten ist in der unterschiedlichen Qualifikation der Arbeiter begründet! Die im Osten hatten bis dato nie gelernt mit modernen Maschinen umzugehen! Auch heute noch sind viele der alten Maschinen in betrieb, weil für neue das Geld fehlt!
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:36:57    Titel:

masterofdisaster hat folgendes geschrieben:

Durch die vorschnelle Übernahme westdeutscher Tarifbedingungen sowie Sozialstaatsstrukturen sind die Löhne weitaus höher gestiegen, als es die Produktivitätsentwicklung zulies. Das führt zu einer steigenden Arbeitslosenzahl.
Darüber hinaus wurdendurch völlig verkehrte Maßnahmen wie ABM und marktfremde Subventionen in sinnlose Projekte Unmengen von Geld verschwendet (seit der Wiedervereinigung sind etwa 1500 Milliarden an Unterstützung in den Osten geflossen) sowie die Anreize zur Mobilität verringert.
Es gibt noch mehrere andere Gründe, aber zusammenfassend kann gesagt werden, zu wenig Markt, zu viel Staat!

Sehr richtig ! Der verheerendste Verstoß gegen den Markt war die Einführung der DM in den neuen BL zum Kurs von 1:1 (bzw. 2:1). Der Marktkurs war damals 10 :1 (DDR-Mark : DM). Dadurch wurde faktisch ein Großteil der DDR-Wirtschaft, der ohnehin schon durch die kommunistische Mißwirtschaft stark verschuldet war, in den Ruin getrieben, da die Schulden praktisch verfünffacht wurden (für Kredite galt der Umtauschkurs 2:1).

Den Rest besorgte dann die Treuhand-Anstalt, insbesondere nach dem Mord an dem damaligen Treuhandchef Rohwedder (der auf Sanierung setzte) durch einen wiederauferstandenen RAF-Terroristen, der kurz darauf selbst von Polizisten erschossenn wurde.
masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:47:41    Titel:

Zitat:
ein freundliches Shocked von mir! Ich bin da etwas anderer Ansicht als du! In meinen Augen haben die Politiker der DDR nichts mit der Arbeitslosenquote in Ostdeutschland zu tun! Angefangen haben die Sowjets! Schließlich waren sie es, die die Industrie ihrer Besatzungszone abgebaut, geschrottet und zerstört haben!

Ein freundliches Wink von mir zurück. Ich habe nicht behauptet, dass die Politiker der DDR etwas mit der Arbeitslsoenquote zu tun haben (bzw. das haben sie in indirekt natürlich schon, aber darüber habe ich überhaupt nichts geschrieben). Was ich gesagt habe, war zum einen, dass eine niedrige Produktivität ursächlich für niedrigen Wohlstand ist.
Niedrige Produktivität kann verschiedene Ursachen haben, z.B...
Schnüffler hat folgendes geschrieben:
...in der unterschiedlichen Qualifikation der Arbeiter begründet [sein]...

Zum zweiten habe ich geschrieben, dass die Politiker der BRD Schuld an der wirtschaftlichen Entwicklung im Osten haben, da sie auf die unterschiedliche Produktivität keine Rücksicht genommen haben und stattdessen unsinnige Prestige- und Populärmassnahmen getroffen haben.
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 23:17:45    Titel:

yamby hat folgendes geschrieben:
außerdem hat jede firme im sozialismus doch noch Geld von der Regierung bekommen um die Firmen aufrecht zu halten und nach der Vereinigung war dies dann nicht mehr möglich.
Stimmt das so ? Rolling Eyes

Möglich war es durchaus, aber wie Genscher es formuliert hat:
"Man wollte Konsumenten, aber keine Komkurrenten."

Die DDR-Wirtschaft mußte sterben, um der westdeutschen das Überleben zu erleichtern. Nun, nachdem die DDR-Wirtschaft tot ist, kommen die Mißstände zum Vorschein, die schon vor 15 Jahren im Westen vorhanden waren.
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