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ursachen der unterschiedlich hohen arbeitslosenquote
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Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 21:53:54    Titel:

der_schnüffler hat folgendes geschrieben:
ein freundliches Shocked von mir! Ich bin da etwas anderer Ansicht als du! In meinen Augen haben die Politiker der DDR nichts mit der Arbeitslosenquote in Ostdeutschland zu tun! Angefangen haben die Sowjets! Schließlich waren sie es, die die Industrie ihrer Besatzungszone abgebaut, geschrottet und zerstört haben! Die DDR hat im nachhinein einfach nicht die Mittel bekommen um Maschinen zu kaufen, die in der Lage waren mit dem Weltmarkt mit zu halten! Das hieß, dass sich die DDR lediglich auf den Export beschränkt hatte!

Kurz und bündig: Das Problem der unterschiedlichen Arbeitslosenquten ist in der unterschiedlichen Qualifikation der Arbeiter begründet! Die im Osten hatten bis dato nie gelernt mit modernen Maschinen umzugehen! Auch heute noch sind viele der alten Maschinen in betrieb, weil für neue das Geld fehlt!

Sagen wirs mal so: Deutschland hatte nach dem 2.Weltkrieg die modernste Industrie Europas, sowohl im Westen als auch im Osten. Die Zerstörungen betrafen zum großen Teil die Wohngebiete, die für allierte Bomber leichter zu teffen waren.
In allen Teilen Deutschlands verhinderten die Allierten den raschen Wiederaufstieg Deutschlands, im Osten noch mehr, da Reparationszahlungen an die Russen geleistet werden mußten und ein Großteil der Industrieanlagen abmontiert und nach Rußland verlegt wurden.

Allerdings wurde dem Westen schnell bewußt, daß mit der hochentwickelten deutschen Industrie Westdeutschlands eine perfekte Werbeverkaufsveranstaltung für den Kapitalismus organisiert weren konnte. Und daher gründete man die BRD und zeigte dem Osten, wer das bessere Sozialsystem hat !

Es ist allgemein bekannt, daß die DDR noch Anfang der 70er Jahre zu den 10 führenden Industrienationen der der Welt gehörte (laut Weltbank). Dies allerdings nicht aus eigener Kraft (genausowenig wie die Nachkriegswirtschaft der BRD), sondern nur als Folge der enormen Modernisierung während des Krieges.
yamby
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Anmeldungsdatum: 14.11.2006
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:03:45    Titel:

danke schon mal für alle antworten!
zu den fakten..auf der karte bei mir werden die arbeitslosenquoten ende oktober 2001 gezeigt. dass sind im nord-Osten 15- über 20 % im westen und süden jedoch nur 5-15% .

ist es nicht so dass nach der wiedervereinigung viele firmen saniert werden mussten und sie so auch viele arbeiter entlassen haben? außerdem hat jede firme im sozialismus doch noch Geld von der Regierung bekommen um die Firmen aufrecht zu halten und nach der Vereinigung war dies dann nicht mehr möglich.
Stimmt das so ? Rolling Eyes
der_schnüffler
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Anmeldungsdatum: 03.06.2006
Beiträge: 98

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:08:19    Titel:

@ masterofdisaster
der Text war auch eigentlich nicht auf die bezogen! Ich hatte mich eigentlich auf den Post von Der-Neugierige vor deiner ersten Antwort bezogen!
Zitat:
Die Tatsache, daß die Arbeitslosenquote in den "neuen Bundesländern" höher ist als in den alten, hat mit der Mißwirtschaft der Kommunisten und der darauffolgenden Politik der Bundesrepublik zu tun: Hans Dietrich Genscher hat es mal sehr prägnant formuliert:

"Man wollte Konsumenten, keine Konkurrenten." (gemeint sind die ehemaligen DDR-Bürger)

Also, zuerst haben die DDR-Politiker den Karren in den Dreck gefahren und dann haben die BRD-Politiker auf Zerstörung der mitteldeutschen Wirtschaft statt auf deren Sanierung gesetzt.
Daher die grundsätzlich höheren Arbeitslosenquoten in den neuen Bundesländern.



@ Der_Neugierige
hast du dich in deinem letzten Post verschrieben oder meinst du wirklich, dass
Zitat:
die DDR noch Anfang der 70er Jahre zu den 10 führenden Industrienationen der der Welt gehörte (laut Weltbank)
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:29:24    Titel:

der_schnüffler hat folgendes geschrieben:

@ Der_Neugierige
hast du dich in deinem letzten Post verschrieben oder meinst du wirklich, dass
Zitat:
die DDR noch Anfang der 70er Jahre zu den 10 führenden Industrienationen der der Welt gehörte (laut Weltbank)

Ja, das stimmt laut Angaben der Weltbank wirklich. Damals war es allgemein bekannt. Anfang der 70er konnte ja auch die DDR eine eigene UNO-Mitgliedschaft durchsetzen und linke Politiker der Bundesrepublik begannen die "DDR" als souveränen Staat anzuerkennen, im Gegensatz zum Bundesverfassungsgericht, für das es nur einen deutschen Staat gab.

Ursache dafür ist allerdings die enorme Modernisierung der deutschen Wirtschaft während des Krieges, genauso wie auch die Erfolge der westdeutschen Wirtschaft nach dem Krieg nicht aus eigener Kraft erfolgten, sondern 14 Millionen Sklaven (damals Fremdarbeiter genannt) und massiven Subventionen durch das nationalsozialistische Regime zu verdanken sind.

Seit Anfang der 70er (die Honnecker-Ära) begann dann der große Abstieg, da man einen Großteil der Gewinne in das Sozialsystem steckte (Wohnungsbauprogramm, Ehekredite, "Babyjahr" usw.), man nicht genügend modernisierte(man hatte nur die Mittel für ein Mikroelektronik-Programm) und wirtschaftlich eine Trendwende einkehrte (Ölpreiserhöhung ab Ende der 70er, Wegbrechen der Ostmärkte ab Ende der 80er).


Zuletzt bearbeitet von Der_Neugierige am 14 Nov 2006 - 22:39:57, insgesamt einmal bearbeitet
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:30:50    Titel:

masterofdisaster hat folgendes geschrieben:

Es gibt noch mehrere andere Gründe, aber zusammenfassend kann gesagt werden, zu wenig Markt, zu viel Staat!


das problem war eben, dass die ostdeutschen wirtschaftlich gesehen "deutsche zweiter klasse" waren (was nicht ihre schuld war, sondern die schuld ihres DDR-wirtschaftssystems). da man das den ostdeutschen aber nicht ins gesicht sagen konnte, hat man ihnen das westliche lohn- und sozialsystem geschenkt, dass die ostdeutschen nie wirtschaftet hatten. unter den folgen leiden jetzt ost und west mehr oder weniger solidarisch.
meiner meinung nach war es damals auch ein massiver fehler, das begrüssungsgeld zu zahlen, weil es den eindruck erweckte, man bekäme im kapitalismus etwas geschenkt.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:35:31    Titel:

?

Wollte nur mal darauf hinweisen, dass auch 16 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer nicht die Ost- mit den Westtarifen übereinstimmen. Das scheinen einige nicht zu wissen bzw. zumindest argumentieren sie so...


Viele grüße, Cyrix
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:36:52    Titel:

Der_Neugierige hat folgendes geschrieben:

Die DDR-Wirtschaft mußte sterben, um der westdeutschen das Überleben zu erleichtern.


die DDR-wirtschaft ging deswegen zugrunde, weil sie international nicht wettbewerbsfähig war. nach der maueröffnung mussten DDR-produkte mit westeuropäischen und amerikanischen produkten konkurrieren, und diesen wettbewerb haben sie größtenteils verloren, was auch kein wunder ist, wenn man an "vw vs. trabbi" denkt.
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:46:22    Titel:

testbild123 hat folgendes geschrieben:
Der_Neugierige hat folgendes geschrieben:

Die DDR-Wirtschaft mußte sterben, um der westdeutschen das Überleben zu erleichtern.


die DDR-wirtschaft ging deswegen zugrunde, weil sie international nicht wettbewerbsfähig war. nach der maueröffnung mussten DDR-produkte mit westeuropäischen und amerikanischen produkten konkurrieren, und diesen wettbewerb haben sie größtenteils verloren, was auch kein wunder ist, wenn man an "vw vs. trabbi" denkt.

Oh Mann, und das 16 Jahre nach der DM-Einführung ! Laughing
Der verheerendste Verstoß gegen den Markt war die Einführung der DM in den neuen BL zum Kurs von 1:1 (bzw. 2:1). Der Marktkurs war damals
10 :1 (DDR-Mark : DM). Dadurch wurde faktisch ein Großteil der DDR-Wirtschaft, der ohnehin schon durch die kommunistische Mißwirtschaft stark verschuldet war, in den Ruin getrieben, da die Schulden praktisch verfünffacht wurden (für Kredite galt der Umtauschkurs 2:1).

Den Rest besorgte dann die Treuhand-Anstalt, insbesondere nach dem Mord an dem damaligen Treuhandchef Rohwedder (der auf Sanierung setzte) durch einen wiederauferstandenen RAF-Terroristen, der kurz darauf selbst von Polizisten erschossenn wurde.
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:50:35    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
?

Wollte nur mal darauf hinweisen, dass auch 16 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer nicht die Ost- mit den Westtarifen übereinstimmen. Das scheinen einige nicht zu wissen bzw. zumindest argumentieren sie so...
Viele grüße, Cyrix


was für ostdeutschland bezüglich lohn- und sozialsystem aus wirtschaftlicher sicht wirklich realistisch wäre, kann man anhand von polen, tschechien oder ungarn sehen. aus (nachvollziehbaren) politischen gründen ist das aber nicht machbar. den preis für die zu hohen ostdeutschen sozial- und lohnansprüche zahlt jetzt gesamtdeutschland in form von hohen ostdeutschen arbeitslosenquoten und einem billionen-euro-staatsdefizit.
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 14 Nov 2006 - 22:58:25    Titel:

@Der_Neugierige: die schulden wurden verfünffacht - und die guthaben in ostmark nicht?? hätte man mit 10:1 umgerechnet, wäre der kontostand der meisten ostdeutschen nach der wende nahe null gewesen...


Zuletzt bearbeitet von testbild123 am 14 Nov 2006 - 23:02:02, insgesamt einmal bearbeitet
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