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ursachen der unterschiedlich hohen arbeitslosenquote
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testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 19:12:25    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Das ist eine Möglichkeit. Aber eben nur eine. Eine weitere besteht darin, einfach Konkurrenz loszuwerden. Der Unternehmer ist gar nicht auf den Betrieb scharf, sondern nur an ein eingeführtes Label (im Osten) und will keine Konkurrenz, da er seine Maschinen im heimischen Betrieb auslasten will und der Markt zwei Betriebe im Moment nicht hergibt.


das ist sicherlich vorgekommen, aber das sind wohl eher einzelfälle. soviele international zugkräftige ost-warenzeichen gab es ja nun auch wieder nicht, und von denen wurden vermutlich auch nicht alle vom westen aufgekauft und deren produktion im osten geschlossen, oder?

konkurrenzfähige ostmarken, die mir einfallen, wären:
- "carl zeiss jena" (nach dem 2. weltkrieg in ost und west geteilt, edit: näheres siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Jenoptik)
- "rotkäppchen sekt" (management buyout, danach mumm (westdeutsch) gekauft, sitz weiterhin in ostdeutschland)
- "spee megaperls" (aufgekauft von henkel, düsseldorf)
- "a. lange und söhne" (immer noch im besitz der nachkommen)

zur verteidigung der aufkäufer wäre noch zu sagen, dass aufkäufe ein normaler konzentrationsproess sind und auch westfirmen aufgekauft werden, wenn vielleicht auch eher von westdeutschen oder ausländischen firmen.


Zuletzt bearbeitet von testbild123 am 15 Nov 2006 - 19:24:36, insgesamt einmal bearbeitet
samba1
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beiträge: 613

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 19:20:29    Titel:

@testbild

Carl zeiss jena wurde damals getrennt aber in jena gibt es eine 2. firma und nennt sich Jenoptik, deren Boss L.Späth ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jenoptik
Der_Neugierige
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Anmeldungsdatum: 03.10.2006
Beiträge: 802

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 19:28:08    Titel:

der_schnüffler hat folgendes geschrieben:
Eigentümer nach dem Fall der Mauer war niemand mehr! In der DDR waren die Betriebe staatlich, das is richtig! Nach der Wiedervereinigung ist deren Anspruch aber komplett in sich zusammen gebrochen! Das führte dazu, dass die Betriebe sozusagen fühererlos waren und daraus schlugen die westdeutschen Betriebe Kapital und kauften die ostdeutschen auf! Es ging loß darum, Konkurenz zu verhindern!

Das Staatseigentum der DDR, auch an den Betrieben, ging laut Einigungsvertrag vom Staat DDR auf den Staat BRD über. Die Ostbetriebe waren also nach der Vereinigung Staatseigentum wie damals auch die Post, die Bundesbahn usw.
Die Verwaltung der Ost-Betriebe wurde an die (staatliche) Treuhandanstalt übergeben, die dann den Verkauf organisiert hat.

Damals gab es großzügige Fördergelder für westdeutsche Firmen, die Ostbetriebe gekauft haben, teilweise fürn Appel und n Ei. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, daß potentielle Konkurrenzbetriebe im Osten billig gekauft, dann die Fördergelder eingestrichen und nach der festgelegten Wartezeit der Ostbetrieb geschlossen wurde.

Die Einführung der DM in den neuen BL zum Kurs von 1:1 für Privatpersonen (2:1 bei über 4000 Mark Vermögen) und 2:1 für Kredite und die Übernahme der Lohn- und Sozialstruktur hatte zwei wichtige Funktionen:
1) Es wurde plötzlich Kaufkraft in Höhe von ca. 200 Mrd. DM mobilisiert, die Ersparnisse und das Privateigentum der ehemaligen DDR-Bürger. Dies ergab einen riesigen Nachfrageschub für die westdeutsche Wirtschaft, deren Konsumgüter man seit Jahrzehnten im Fernsehen und in den Intershops (Geschäfte in der DDR, in denen man in DM Westwaren einkaufen konnte) sehen, aber nicht kaufen konnte.
2) Die Ost-Betriebe waren plötzlich einer fünffachen Verschuldung als vorher ausgesetzt, da der Markt-Umtauschkurs der DDR-Mark zur DM ca. 10:1, aber der von der Bundesregierung festgesetzte Kredit-Umtauschkurs 2:1 war. Dadurch wurden viele in den Ruin getrieben, da sie rein buchhalterisch plötzlich hoffnungslos verschuldet waren. Man konnte so lästige potentielle Konkurrenten ausschalten.
Olle01
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Anmeldungsdatum: 27.05.2006
Beiträge: 151

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 19:31:03    Titel:

testbild123 hat folgendes geschrieben:
konkurrenzfähige ostmarken, die mir einfallen, wären:
- "carl zeiss jena" (nach dem 2. weltkrieg in ost und west geteilt, edit: näheres siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Jenoptik)
- "rotkäppchen sekt" (management buyout, danach mumm (westdeutsch) gekauft, sitz weiterhin in ostdeutschland)
- "spee megaperls" (aufgekauft von henkel, düsseldorf)
- "a. lange und söhne" (immer noch im besitz der nachkommen)


Wobei der Zusatz "Megaperls" erst 1996 kam Wink

Man könnte vielleicht in die Liste noch aufnehmen, daß eine große Anzahl der Brauerein überlebt hat sowie fast alle gängigen DDR-Zigarettenmarken heute noch erhältlich sind.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 20:27:05    Titel:

samba1 hat folgendes geschrieben:
@testbild

Carl zeiss jena wurde damals getrennt aber in jena gibt es eine 2. firma und nennt sich Jenoptik, deren Boss L.Späth ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jenoptik


War Wink

Jenoptik ist allerdings aus dem Carl-Zeiss-Kombinat hervorgegangen, genauso wie die Carl Zeiss Jena G.m.b.H. Smile


Viele Grüße, Cyrix
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