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america: freedom to fascism - eure meinung zum film
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testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 01:07:39    Titel: america: freedom to fascism - eure meinung zum film

im internet (kostenlos als stream bei google video, dauer knapp 2 stunden) gibt es einen film von aaron russo "america: freedom to fascism". die kernthesen des films lauten:

- es gibt kein verfassungskonformes gesetz, welches die amerikaner zur zahlung von einkommenssteuer verpflichtet
- die (daher unrechtmässige) einkommenssteuer wird von der amerikanischen regierung erhoben, um us-dollar zu kaufen
- gekauft werden die dollar von der amerikanischen zentralbank "fed". diese ist kein staatliches organ, sondern eine privatbank, die die us-dollar an die regierung verkauft
- der film fordert daher die abschaffung der fed; die us-regierung sollte die us-dollar selber herstellen und den goldstandard wieder einführen.

wie ist eure meinung zu diesem film?

edit: könnte einer der moderatoren den titel des threads korrigieren? der thread-titel sollte lauten:

"america: freedom to fascism" eure meinung zum film
erledigt (bb)
lebowski
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 388
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 08:18:53    Titel:

ziemlich guter film. wollte schon länger mal n thread im jura forum aufmachen, ob es wirklich kein gesetzt zur income tax gibt.

Zitat:
- die (daher unrechtmässige) einkommenssteuer wird von der amerikanischen regierung erhoben, um us-dollar zu kaufen

womit soll sie denn die us-dollar kaufen? mit den eingenommenen us-dollar? ich glaube da hast du etwas nicht vollständig verstanden.

wer den film sehen will - ist zufällig ein link in meiner signatur. wer bessere qualität will kann ihn auch legal über bittorrent runterladen.
testbild123
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Anmeldungsdatum: 12.08.2006
Beiträge: 311

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 13:20:39    Titel:

lebowski hat folgendes geschrieben:
womit soll sie denn die us-dollar kaufen? mit den eingenommenen us-dollar? ich glaube da hast du etwas nicht vollständig verstanden.


ich hatte das so verstanden, dass die us-regierung "zinsen" an die fed bezahlt für die dollar-produktion, und diese zinsen werden über die einkommenssteuer abgedeckt. wie ist es denn richtig zu verstehen?
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 14:10:37    Titel:

Mein Kommentar zu dem Film:

Was für ein Unsinn. Warum sollte ein demokraticher Staat keine Einkommenssteuzer erheben (dürfen)? Selbst wenn es kein aktuelles Gesetz gäbe, würden die entsprechenden Gremien ein solches beschließen können. Ein echtes Argument gegen Einkommensteuer enthält dieses Propagandafilmchen nicht.

Ich halte das ganze in der Tat für einen Versuch, mit denen sich Menschen, die offensichtlich mehr als andere verdienen, ihrer Verantwortung Einkommensteuer zu zahlen entledigen wollen. Ziel sind jene nicht unbedingt intelligenten Teile der Massen, die mit solchen Thesen weiter verdummt werden, um sich gegen ihre ureigensten Interessen zu wenden. Schaffen wir die Einkommensteuer ab, fließt Geld und Leistung von den sozial Schwachen zu den sozial Stärkeren, deren sprichwörtliche Raffgier mancher ihrer Mitglieder sich eben in solchen Filmen politisch artukuliert.
Eine Abschaffung der Einkommensteuer wäre unsozial. Eine solche Entscheidung wird keine Mehrheit finden, es sei denn diese wird über ihre Interessen getäuscht, wozu solche Filme eben dienen.

Daher lautet meine Antwort: Dieses Machwerk besitzt höchsten als Lehrwerk für unsoziale Polemik entsprechender politischer Richtungen einen gewissen Restwert. Als politische Forderung ist dieses Opus wohl kaum ernstzunehmen. Die im Film erhobenen Vorwürfe diskutiere ich erst gar nicht.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 15 Nov 2006 - 15:57:19, insgesamt einmal bearbeitet
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 14:25:22    Titel:

Das 16. Amendment erlaubt die Erhebung von EK-Steuern. Lediglich die Verabschiedung des Gesetzes ist umstritten - wobei das fast 100 Jahre her ist Wink
http://www.law.cornell.edu/anncon/html/amdt16toc_user.html
Iskander
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Anmeldungsdatum: 11.05.2006
Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: 15 Nov 2006 - 15:40:55    Titel:

Ich glaube es wissen da manche Leute nicht was Faschismus ist...
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 16 Nov 2006 - 16:00:14    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Mein Kommentar zu dem Film:

Was für ein Unsinn. Warum sollte ein demokraticher Staat keine Einkommenssteuzer erheben (dürfen)? Selbst wenn es kein aktuelles Gesetz gäbe, würden die entsprechenden Gremien ein solches beschließen können.


Es ist legitim, die Machtoptionen des Staates in Frage zu stellen. So z.B. die Verfügungsgewalt über die Einkünfte der Bevölkerung. Macht muss sich rechtfertigen können. Daher kann man auch das Recht des Staates Einkommensteuern zu erheben in Frage stellen. Insbesondere wenn man bedenkt, das zu keinem Zeitpunkt der Geschichte die Besteuerung so gravierend war wie heute. Übrigen wurde die Einkommensteuer in den meisten Ländern erst Anfang des letzten Jahrhunderts eingeführt. Sie ist weder selbstverständlich noch naturwüchsig – auch wenn etatistisch-staatsgläubige Zeitgenossen diesen Eindruck hin und wieder zu vermitteln versuchen.

In Deutschland würde man die Einkommensteuer wohl abstrakt mit der Sozialpflichtigkeit des Eigentums im Grundgesetz und konkret mit der Notwendigkeit der Finanzierung staatlicher Aufgaben rechtfertigen. Was natürlich sofort zu der Frage führt, was denn nun staatliche Aufgaben sind / sein müssen und welches Verständnis von Staat (Nachwächterstaat vs. XXXL-Staat oder irgendwas dazwischen) dem zugrunde liegt.

Die deutsche Einkommenssteuer betrachte ich weder als „sozial“ noch als „gerecht“. In ihrer konkreten Ausgestaltung setzt sie falsche Anreize, diskriminiert manche Einkommensarten gegenüber anderen, ist unsozial (da man ihrer ohne fremde Hilfe kaum Herr wird und sie sozialschädliche Gestaltungen provoziert) und unfair (da jemand der das Zehnfache eines anderen vereinnahmt nicht das Zehnfache an Steuern zahlen muss – nominal zahlt er mehr, real oftmals weniger). Darüber hinaus ist für die Bürger oftmals unklar wozu und wo genau ihre Steuergelder verwendet werden. Auch können sie dies nicht selbst steuern.
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