Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Weihnachten & Ladenschluss
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Weihnachten & Ladenschluss
 
Autor Nachricht
Lamasshu
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 14:11:18    Titel:

@Pauker

Definiere Normalbürger. Bitte verstehe das nicht als persönlichen Angriff, aber das heute sehr stark differsifizierte Berufsspektrum deckt nicht nur Berufe ab, deren "Dienst"schluss a) einer festen, täglichen Regelmäßigkeit unterliegt und b) schon um 16 oder 18 Uhr zu setzen ist. Je mehr wir uns vom Taylorismus entfernen, desto weniger bestimmt die unerbittliche Geschwindigkeit des Fließbandes unseren Arbeitsablauf und damit unsere Arbeitszeit. Gerade mit einem steigenden Anteil im Dienstleistungsgewerbe wird die abverlangte Flexibilität für eine Vielzahl von Berufen größer - sowohl räumlich als auch zeitlich.
Was nützt einem Familienvater eine Ladenöffnungszeit bis 18 Uhr, wenn er bis 17:30 arbeiten muss oder aber wenn er nur bis 15:00 arbeitet, aber sich weit entfernt beim Kunden befindet? Natürlich entschärft ein Landenöffnungszeit bis 20 Uhr viele dieser Probleme. Eine bis 22 Uhr oder bis Mitternacht tut dies jedoch noch weitaus mehr.

Die Anpassung der Ladenöffnungszeiten ist eine logische Folgerung des Wandels der Arbeitswelt, der - ob wir ihn nun in all seinen Konsequenzen befürworten können oder nicht - nun einmal nicht mehr zu leugnen ist. Das Zeitalter der traditionellen Wocheneinkäufe, wo bspw. der Alleinverdiener zwei Stunden früher die Arbeit niederlegte um mit Kind und Kegel gemütlich in die Innenstadt zu fahren ist in der Dämmerung begriffen. Immer mehr Haushalte sind auf zwei Einkommen angewiesen, der gesellschaftliche Wandel führt zudem dazu, dass die Hausfrau vielleicht gar keine Lust mehr hat Hausfrau zu sein und daher auch nicht vormittags ihre Einkäufe tätigen kann. Dazu kommt eine stetig steigende Zahl an Singlehaushalten, die einfach einen erhöhten Planungsbedarf selbst für die tägliche Lebensführung benötigen.

Das Problem der Ausbeute der Angestellten sehe ich sehr wohl und das ist die zweite Seite der Medaille, die ich keineswegs unter den Tisch kehren möchte. Es wäre schön, wenn hier der Marktmechanismus greifen würde, wie er an der Uni gelehrt und hier bisweilen auch folgsam rezitiert wird: Entscheidet (!) sich ein Arbeitgeber für längere Öffnungszeiten muss er Anreize setzen um das benötigte Mehr an Arbeitsleistung zu erhalten. Dies kann er durch eine reine Erhöhung der Angestelltenanzahl, aber auch durch eine Erhöhung der Arbeitsstunden erreichen. Da kein Arbeitnehmer gezwungen werden kann länger zu arbeiten als dies vertraglich vereinbart ist, wird der Arbeitgeber eben Überstunden entsprechend vergüten müssen um eine wunderbare win-win-Situation hervorzurufen. Oder aber er entscheidet sich gegen diese sprungfixen Kosten und stellt mehr Personal ein. Wenn sich dies wirtschaftlich nicht lohnen sollte, bleibt der Ladenschluss für diesen Arbeitgeber eben wie gehabt. Es kann doch also jeder nur gewinnen: Der Konsument kann auch nachts konsumieren, der Arbeitgeber höhere Gewinne einfahren, es werden Arbeitsplätze geschaffen oder in bestehenden Arbeitsverhältnissen wird es möglich die Balance zwischen Lohn- und Freizeitorientierung nach eigenen Präferenzen kurzfristig zu verschieben.

So weit die Theorie. Dass es so in der Praxis nicht funktioniert, ist für mich nichts neues. Übrigens ist dies ein schönes Beispiel für Marktversagen und Machtasymmetrie - die alleinerziehende Verkäuferin ist eben nicht der gefragt Mechatroniker oder Luftfahrtsingenieur.
Gegen Marktversagen gibt es nun populäre Wege: a) Staatliche Sanktionen durch schärfere Gesetze oder eine konsequente Durchführung der vorhandenen, b) Aktivierung der Konsumentensouveränität, durch welche Unternehmen mit unlauteren Praktiken boykottiert werden. Ersteres ist einfallslos, aber mitunter sehr wirksam. Letzteres hat in Deutschland durch die "Geiz ist geil"-Mentalität an Einfluss verloren, wobei es hier auch sehr positive Beispiele gibt.
masterofdisaster
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 14:27:00    Titel:

Zitat:
So weit die Theorie. Dass es so in der Praxis nicht funktioniert, ist für mich nichts neues. Übrigens ist dies ein schönes Beispiel für Marktversagen und Machtasymmetrie - die alleinerziehende Verkäuferin ist eben nicht der gefragt Mechatroniker oder Luftfahrtsingenieur

Sicherlich funktioniert die "wirkliche Welt" nicht nach Lehrbuch.
Was allerdings die alleinerziehende Verkäuferin angeht, so halte ich das bisweilen für ein (Ab-) Schreckensbild, das hier an die Wand gemalt wird:
Wenn du dich mal bei Tankstellen nachts umschaust, dann wirst du feststellen, dass hier überwiegend 400 €-Jobber tätig sind, sehr viele davon Schüler oder Studenten. Das gleiche gilt für Fastfood-Restaurants, die ja ebenfalls oft bis in die frühen Morgenstunden geöffnet sind. Hier ist es übrigens sehr wohl so, dass entsprechende Zuschläge gezahlt werden, die es attraktiv machen, nachts und am Wocheende zu arbeiten.
Ich wüsste nicht, weshalb das sich bei einer Freigabe des Ladenschlussgesetzes ändern sollte.
Pauker
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 15:42:12    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:

Definiere Normalbürger.


Keine Sorge, ich nehme das nicht persönlich. Ich bin mir durchaus einer gewissen privilegierten Position, was die Arbeitszeiten angeht, bewusst. Aber ich gehe nach wie vor von der prinzipiellen Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes aus. Das bedeutet im Schnitt, wenns dumm läuft 8 - max. 10 Stunden Arbeit am Tag. Demnach sollte es möglich sein zwischen 9 Uhr morgens und 20 Uhr abends an irgendeinem Tag in der Woche Zeit zum Einkaufen zu finden. Zumal da ja auch noch der Samstag wäre. Ich habe auch Freunde in der "freien Wirtschaft". Dass da keine Zeit zum Einkaufen ist, konnte ich noch nicht sehen.
Ich habe mit der Wirkungsweise des Marktes in diesem Fall so meine Probleme. Theoretisch gesehen wird der Händler nur dann aufmachen, wenn das Mehr an Umsatz auch die Mehrkosten rechtfertigt. Auf der anderen Seite könnte es in einer Konkurrenzsituation durchaus so sein, dass der kleinere Händler im Zwang steht, den Laden länger offen zu halten, weil sonst ein Teil seiner Kundschaft zur Konkurrenz abwandert. Dementsprechend hätte er für das Halten der eigenen Kundschaft lediglich Mehrkosten aber keinen Mehrumsatz.
Ich sehe eben als Wirkweise der Freigabe der Ladenöffnungszeiten mehr oder weniger einen marktbedingten Zwang der einzelnen Läden, dann auch offen zu haben.

Ich bin der festen Überzeugung, dass eine längere Öffnungszeit netto nicht zu mehr Konsum führt, sondern in etwa den gleichen Konsum auf mehr Zeit verteilt. Der Wirtschaft ist damit nicht geholfen.
Der betroffene Arbeitnehmer allerdings wird dann u.U. zur nachtschlafenen Zeit seinen Dienst schieben müssen. Für was? Und wer profitiert davon?

Gruß
Pauker
masterofdisaster
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 15:54:56    Titel:

Zitat:
Ich sehe eben als Wirkweise der Freigabe der Ladenöffnungszeiten mehr oder weniger einen marktbedingten Zwang der einzelnen Läden, dann auch offen zu haben.

Nicht unbedingt. Den Laden nur von, sagen wir, 9-20 Uhr offen zu halten bedeutet ja auch geringere Kosten: Nicht nur müssen keine Nachtzuschläge gezahlt werden sondern es muss ja auch insgesamt weniger für Personal ausgegeben werden. Damit können die Produkte billiger angeboten werden. Wenn nun also den Verbrauchern der Vorteil noch spät einzukaufen nicht der Mehrpreis wert ist, dann haben Läden, die nur kürzer geöffnet haben, dafür aber billigere Produkte anbieten können, durchaus einen Vorteil.
Das kann man im Prinzip auch jetzt schon beobachten: Einige Läden nutzen auch jetzt nicht die vollen Öffnungszeiten aus, sondern schliessen z.B. um 18:00. Dagegen gibt es die Tankstellen, die alles ein wenig teurer anbieten, dafür aber auch spät in der Nacht.
Es ist sehr wohl denkbar, dass sich eine solche Differenzierung auch nach dem vollständigen Fall des Ladenöffnungszeitengesetz herauskristalisiert.
Im übrigen wäre eine Öffnung nur konsequent: Unter welchen Gründen sollte man Tankstellen erlauben geöffnet zu haben, es aber Länder verbieten? Ist Benzin wichtiger als Lebensmittel? Wurden alle Tankstellenangestellten gegen ihren Willen gezwungen Nachts zu arbeiten?
Lamasshu
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 19:04:43    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:

Dass da keine Zeit zum Einkaufen ist, konnte ich noch nicht sehen.


Es lag mir auch fern dies ausdrücken zu wollen. Angesichts der Ladenöffnungszeiten wird niemand verhungern müssen, selbst wer gedenkt 7 Tage die Woche den Nachtwächter geben zu müssen. Es ist allerdings in meinen Augen durchaus ein Aspekt der Lebensqualität, einkaufen gehen zu können wenn ich etwas ad hoc benötige oder dies am besten einrichten kann. Und das sind natürlich nicht immer, aber manchmal eben "unmögliche" Zeiten. Der Einwand, dass es auch anders gehen würde und mein Leben nicht davon abhängt, ist sicher richtig. Es spricht aber auch nichts dagegen, dass Neuwagen nur noch an einem Dienstag verkauft werden dürfen oder Immobilienmarkler nur von Mittwoch bis Freitag ein Haus zur Besichtigung freigeben dürfen. Es wird in allen Fällen mit Terminen kalkuliert und ich erachte es als nicht förderlich, dass aufgrund von Ladenöffnungszeiten ein Großteil der Zeit für Einkäufe nicht zur Verfügung stehen darf.

Wenn ich Montag weiß, was ich benötige und nur aufgrund der Ladenöffnungszeiten und meiner Termine bis Mittwoch auf den Großeinkauf warten muss ist das in meinen Augen suboptimal. Das ist natürlich im Leben vieles, die Frage aber bleibt, ob es suboptimal bleiben muss.

[/quote]
Ich bin der festen Überzeugung, dass eine längere Öffnungszeit netto nicht zu mehr Konsum führt, sondern in etwa den gleichen Konsum auf mehr Zeit verteilt. Der Wirtschaft ist damit nicht geholfen.
Der betroffene Arbeitnehmer allerdings wird dann u.U. zur nachtschlafenen Zeit seinen Dienst schieben müssen. Für was? Und wer profitiert davon?
[/quote]

Das kann ich durchaus nachvollziehen, tue mich aber schwer damit dir damit zuzustimmen. Mir liegen keine empirischen Untersuchen dazu vor. Rein theoretisch hängt es schon davon ab, ob angebots- oder nachfrageseitig argumentiert wird. Es könnte durchaus sein, dass sich das Angebot seine Nachfrage schafft. Es ist zudem keine völlig neuartige Erkenntnis, dass Impulskäufe selbst bei vorliegendem Desire scheitern wenn die Action nicht ausgeführt werden kann.

Die Frage, ob längere Öffnungszeiten zu mehr Konsum führen ist vielleicht eine ähnliche wie jene, ob Dienste wie Ebay zu mehr Bedarf an Gebrauchtgegenständen geführt haben oder ob einfach nur die Anzahl der Flohmarkttransaktionen im gleichen Umfang nachgelassen hat.
stechus kaktus
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 22 Nov 2006 - 22:46:05    Titel:

Ich verstehe das Problem nicht, z.Z. verbietet mir der Staat mein Geschäft dann zu öffnen wenn ich es will - völlig unproblematisch für euch?
Wenn ich mich als Ladenbesitzer über die Arbeitszeiten und Konditionen mit Angestellten einige ist das doch ok. Wieso soll sich da jemand einmischen wenn es 2 vereinbaren? Auch als "Nachtmensch" könnte ich mir vorstellen nachts zu arbeiten, wird auch übrigens vielen anderen zugemutet.

Wenn es in der Praxis unbezahlte Überstunden gibt, dann hat das 0,0 mit Verboten das Ladengeschäft dann zu öffnen wann man es will, noch mit Gegenteil dessen, zu tun. Da hält sich ein Vertragspartner nicht an seine Pflichten, wenn er die Arbeit nicht vertragsgemäß entlohnt, das ist ein grundsätzliches Problem.
Womit übrigens Unternehmen und Selbständige noch mehr kämpfen müssen, sie können nur auf das Wohlwollen des Rechnungsadressaten hoffen, da ist das reguläre Arbeitsverhältnis sogar privilegiert, was die juristische Durchsetzung von Entlohnung angeht, aber das ist ein anderes Thema.

Übrigens heisst das Abschaffen der Ladenöffnungszeiten nicht, dass jeder lange offen haben muss, der Anglerladen um die Ecke wird um 20 Uhr schliessen, evtl. bleibt ein Aldi in der Stadt auf, damit der junge Assstenzart der für 6€ die Stunde netto arbeitet und über die 8/10 Stunden – Arbeitsdiskussion nur lachen kann,
sich etwas kaufen kann, bevor er nach 2 Tagen Dauerdienst, nachts nachhause fährt. Übrigens ist das letzte Beispiel sicher unsachlich, aber die grosse Verschwörung wie sie hier oft mitklingt, hat andere Ausmaße als zugestanden wird.
Während der eine schon die Ausbildungsvergütung erhält, der andere 10 Jahre weiter lernt, übrigens zahlt er auch dafür, um dann unbezahlte Praktika anzunehmen, der erste streikt und alle 2 Jahre seinen Arbeitgeber erpresst. Mir wird schlecht wenn ich „der kleine Arbeiter, Verkäuferin“ etc. höre. Unsere Gesellschaft wirft der Bildung alle Knüppel zw. die Beine die sich finden lassen incl. der Behandlung der Gebildeten.
muemmel_0811
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 266

BeitragVerfasst am: 23 Nov 2006 - 13:22:07    Titel:

Ich denke, man sollte den Ladenschluss gänzlich abschaffen, nicht aber, weil ich der Meinung bin, dass man 24/7-Shopping braucht, sondern weil es wohl eines der besten Gesetzesbeispiele für die maßlose Überregulierung in D ist.

Lass die Leut doch ihren Laden öffnen, wann sie wollen. Ich möchte nämlich mal behaupten, dass es sich für Kaufhäuser deutlich mehr lohnen würde, wenn die auch mal Sonntags (muss ja nicht jeden sein, bspw. 1 x im Monat) öffnen dürften und dafür Montags halt mal dicht machen. Denn mal ganz ehrlich: wenn man sich das Samstags-Chaos in den Kaufhäusern so anschaut, dann kommt das nicht von ungefähr - die meisten haben einfach unter der Woche nicht genügend Zeit um mal shoppen zu gehen, denn der Lebensmitteleinkauf hat da einfach Vorrang.

Ich kenn mittlerweile so viele, die von sich sagen, dass sie so gut wie gar nicht mehr shoppen gehen, weil sie unter der Woche nicht dazu kommen und auf den Samstagsstress einfach keine Lust haben. Ergebnis des ganzen: was geht, wird über's Web bestellt und was nicht unbedingt nötig ist, wird auch nicht gekauft, obwohl die finanziellen Mittel es mehr als zulassen würden.
CARNAGE
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2006 - 15:21:07    Titel:

Schade ds diesen treat soviele missverstanden haben. Es ging nur um einfache frage, weshalb seit über mehreren jahrzehnten hinweg, das ladneschlussgesetz nur zu weihnachten gelockert wird/wurde. Die einzige halbwegs plausible antwort hat vanti gegeben. Er zB behauptet dass der "verband von einzelhändlern" dies regelt (was allerdings ned glaube). Den wenn´s zum schutz der kleinen händler ginge, so müsste man doch alles angleichen und zB schon um 18uhr schließen und samstags-einkäufe wieder verbieten... Erklärt irgendwie auch garned meine frage wizo ausgerechnet nur zu weihnachten ?

Naja irgendwie konfus ... ich bin raus Wink
Blaubarschbube
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 20.08.2006
Beiträge: 657

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2006 - 16:25:53    Titel:

muemmel_0811 hat folgendes geschrieben:
Ich denke, man sollte den Ladenschluss gänzlich abschaffen, nicht aber, weil ich der Meinung bin, dass man 24/7-Shopping braucht, sondern weil es wohl eines der besten Gesetzesbeispiele für die maßlose Überregulierung in D ist.

Lass die Leut doch ihren Laden öffnen, wann sie wollen. Ich möchte nämlich mal behaupten, dass es sich für Kaufhäuser deutlich mehr lohnen würde, wenn die auch mal Sonntags (muss ja nicht jeden sein, bspw. 1 x im Monat) öffnen dürften und dafür Montags halt mal dicht machen. Denn mal ganz ehrlich: wenn man sich das Samstags-Chaos in den Kaufhäusern so anschaut, dann kommt das nicht von ungefähr - die meisten haben einfach unter der Woche nicht genügend Zeit um mal shoppen zu gehen, denn der Lebensmitteleinkauf hat da einfach Vorrang.

Ich kenn mittlerweile so viele, die von sich sagen, dass sie so gut wie gar nicht mehr shoppen gehen, weil sie unter der Woche nicht dazu kommen und auf den Samstagsstress einfach keine Lust haben. Ergebnis des ganzen: was geht, wird über's Web bestellt und was nicht unbedingt nötig ist, wird auch nicht gekauft, obwohl die finanziellen Mittel es mehr als zulassen würden.


Liebe Muemmel,

aufgrund deines vehementen Eintritts für den zeitlos unbeschränkten Konsum , gehe ich davon aus, dass du eine Frau bist.
Das das Ladenöffnungsgesetz das beste Beispiel für die deutsche Überregulierung ist, kommt dem herkömmlichen Baumarktbesucher auch nicht in den Sinn. Das fällt nur Schuhfetischisten ein.
Kaufhäuser sollen nun auch Sonntags geöffnet sein, da in der Woche keiner "shoppen" gehen kann ? Da frage ich mich ernsthaft , wen ich da unter der Woche in der überfüllten Einkaufsstraße von 10-20 Uhr treffe ? Statisten vom Stadttheater ? Ist das eine ABM-Maßnahme des örtlichen Arbeitsamtes ? Oder sind das alle kleine Mümmels , die sich sagen, ach neee heute kaufe ich nichts, aber wenn jetzt Sonntag wäre..... dann würde ich Shoppen bis denen die Kasse platzt !

Doof ist auch in der heutigen Welt , dass der Lebensmitteleinkauf noch Vorrang hat ! So was Blödes aber auch ! Da sind doch die Models vom Laufsteg richtige Visionäre und Vordenker ! Die drei welken Salatblätter, die die futtern, werden sofort wieder ausgekotzt und ab gehts zu Gucci Geldscheine schmeissen ! Dafür würde es sich doch mal lohnen zu demonstrieren !

Noch schlimmer , so prangerst du zurecht an, ist , dass die Shopper von den Ladenöffnungszeitenfaschisten gezwungen werden, nur das NÖTIGSTE im Web bestellen zu müssen ! Ja wo kommen wir denn dahin ? Ist es wieder soweit ? Müssen Leute wieder heimlich im WEB bestellen ? Wo bleibt der Aufschrei der Entrechteten ?
Das zeitlose shoppen gehört in`s Grundgesetz ! Genauso wie RTL 2 und alle Homeshoppingsender !

Mein Gehirn ist eine Shuhschachtel !

BB
CARNAGE
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 350

BeitragVerfasst am: 03 Dez 2006 - 18:11:45    Titel:

By da way;
Gerade tankstellen profitieren sonn,-feiertags und nachts trotz ihres überteuerten angebots an getränke & nahrung Rolling Eyes
Is das ned unrecht ?
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Weihnachten & Ladenschluss
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 3 von 4

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum