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Verbot von Ballerspielen
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Verbot von Ballerspielen
 

Ballerspiele verbieten
Ja
18%
 18%  [ 24 ]
Nein
81%
 81%  [ 108 ]
Stimmen insgesamt : 132

Autor Nachricht
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 05 Mai 2009 - 19:46:38    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Richi hat folgendes geschrieben:
Vorallem da soviele jugendliche unter 18 (um die es ja hier angeblich geht) wählen...
Und wenn es um die Angst ihr "Suchtmittel zu verlieren" wäre die Aussage sich gegen ein Verbot auszusprechen auch kein Populismus. Populismus heißt man verspricht eine (ver)einfach(t)e meist unrealistische nicht machbare Antwort auf ein Problem, die in wirtklichkeit auch meist nichtmal eine Lösung darstellt. Das Verbot verhindern ist aber weder unrealistisch noch unmachbar und würde das Problem durchaus lösen.


Tja, das ist eben deine Meinung. Du wirst aber anerkennen müssen, dass man es auch anders sehen kann.

Wenn ich der Ansicht bin, dass Computerspiele zu einer gewalttätigeren Gesellschaft führen und diese daher logischerweise verboten gehöre, könnte ich sehr wohl auf den Gedanken kommen, dass es populistisch wäre, das Verbot nicht auszusprechen.

Das aus dieser Sicht dringend gebotene Verbot, wird nicht beschlossen, weil man die einfache Lösung sucht (Konflikt vermeiden), was aber keine Lösung darstellt, weil ich damit eine Ursache von Gewalt zulasse, die ich eigentlich verbieten müsste. Ob zum Populismus gehört, dass eine angebotene Lösung zwingend unrealistisch sein muss, weiß ich nicht. "Kriminelle Ausländer raus" ist auch ein populistisches Schlagwort, aber vermutlich realisierbar.

Man muss sich eben auf die Gedankenwelt des anderen einlassen. Dann relativiert sich vieles.

Gruß
Pauker


Gut ich räume ein, die Forderung nach einem Verbot von Killerspielen ist nicht unbedingt immer Populistisch. Aber wann reden unsere Polikiter denn davon? Richtig, immer nach einem Amoklauf, weil es immer wieder gut als Sündenbock zu gebrauchen ist. Eine einfache, einleuchtende Lösung, verbietet Killerspiele und wir haben keine Amokläufer mehr...das ist populistisch. Würde sich ein Polikter durchgängig dafür einsetzen und nicht nur wenn gerade ein Amoklauf starke Worte fodert, dann wäre es kein Populismus. In Deutschland ist aber ersteres der Fall...
99Sascha
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Anmeldungsdatum: 12.07.2008
Beiträge: 905

BeitragVerfasst am: 05 Mai 2009 - 22:19:49    Titel:

Richi hat folgendes geschrieben:
Eine einfache, einleuchtende Lösung, verbietet Killerspiele und wir haben keine Amokläufer mehr...das ist populistisch.

Welcher Politiker soll denn das gesagt haben? Ich glaube, jetzt suchst du dir einen Sündenbock.
99Sascha
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Anmeldungsdatum: 12.07.2008
Beiträge: 905

BeitragVerfasst am: 05 Mai 2009 - 22:34:46    Titel:

Richi hat folgendes geschrieben:

Und zwar weil Sie deswegen zuwenig Zeit für die Schule haben, zu wenig lernen, Hausaufgaben machen etc. das gilt aber ebenfalls für übermäßigen Kosnum von Fernseher, Sport, Party machen etc. das ist nicht ein Computer-Spiel spezifisches Problem.

Habe nie behauptet, dass es nur für Computer zutrifft. Aber exzessives Verhalten lässt sich eben nicht bei deinen genannten Beispielen nicht häufig beobachten.

Richi hat folgendes geschrieben:

Keine Ahnung auf wiviele das zutrifft

Wieso sprichst du dann von einer Minderheit?

Richi hat folgendes geschrieben:

Und was du glaubst oder nicht ist deine Sache, Fakt ist wenn jugendliche 5 Stunden vor dem PC verbringen

Weil es ein gesellschaftliches Problem ist.
Richi hat folgendes geschrieben:

wenn dann können die Eltern das verhindern, dazu braucht es kein Computerspielverbot.

Darum plädiere ich dafür, im Zweifelsfall, wenn der Sohn nicht verantwortungsbewusst mit seinem PC umgeht, den PC zu entfernen.
Richi hat folgendes geschrieben:

Und wenn sie keine Lust haben was für die Schule machen, dann werden Sie das auch nicht, egal ob Sie Computerspielen können oder nicht.

So fatalistisch würde ich das nicht sehen. Durch Erziehung kann man eine Menge erreichen.

[quote="99Sascha"]
Richi hat folgendes geschrieben:

Kein Verbot der Welt könnte sicher dass die Spiele nicht in jugendliche Hand fallen, die kann man doch im Internet an jeder Ecke runterladen...

Das ist in der Tat ein Problem. Dennoch würde ein Verbot die Verbreitung eindämmen. Ich schätze mal, dass nur ca. 30% der sich momentan in Gebrauch befindenen Shootern gesaugt worden wären. Aber auch hier hängt es von der Hardware ab. Was nützt es, dass Spiel saugen zu können, wenn man keinen Rechner bzw. Internetzugang hat.

Richi hat folgendes geschrieben:

Nein, Speed ist aber auch nicht mit Computerspielen vergleichbar...

Beides ist suchtgefährdend.
Richi hat folgendes geschrieben:

Sachgemäßer gebrauch von Computerspieln ist nämlich kontrollierbar und zwar durch die Eltern, man muss es nur wollen...

Sind jetzt die Eltern der Sündenbock? Man kann seine Kinder nicht permanent kontrollieren. Und perfekte "präventive" Erziehung schlägt auch nicht bei jedem an. Erst recht nicht, wenn das Angebot schon verbreitet ist.
Mit der Argumentation kann man ja alles erlauben. Müssen halt die Eltern kontrollieren, ob Crack geraucht wird, sich Waffen im Besitz befinden,...
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 05 Mai 2009 - 23:15:04    Titel:

99Sascha hat folgendes geschrieben:
Richi hat folgendes geschrieben:
Eine einfache, einleuchtende Lösung, verbietet Killerspiele und wir haben keine Amokläufer mehr...das ist populistisch.

Welcher Politiker soll denn das gesagt haben? Ich glaube, jetzt suchst du dir einen Sündenbock.


Man muss es nicht wortwörtlich sagen um es zu kommunizieren, wie sonst erklärst du dass unsere Politikter nach jedem Amoklauf wieder auf diese Diskussion kommen, sonst aber nie?

99Sascha hat folgendes geschrieben:
Richi hat folgendes geschrieben:

Und zwar weil Sie deswegen zuwenig Zeit für die Schule haben, zu wenig lernen, Hausaufgaben machen etc. das gilt aber ebenfalls für übermäßigen Kosnum von Fernseher, Sport, Party machen etc. das ist nicht ein Computer-Spiel spezifisches Problem.

Habe nie behauptet, dass es nur für Computer zutrifft. Aber exzessives Verhalten lässt sich eben nicht bei deinen genannten Beispielen nicht häufig beobachten.


So, exzessives Party machen lässt sich nicht häufig beobachten? Ich sag mal nur Koma-Saufen. Und was TV angeht:

http://web4health.info/de/answers/child-tv-reduktion.htm

Ist zwar auf die USA bezogen, auf die schnelle hab ich aber nichts anderes gefunden, das Problem existiert aber auf jeden Fall.

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

Keine Ahnung auf wiviele das zutrifft

Wieso sprichst du dann von einer Minderheit?


Wenn du meine Antworten zitierst, dann bitte richtig und nicht nur einen Teil aus dem Kontext nehmen wie es dir passt, sonst können wir die Diskussion auch lassen. Ich hab dir einen Link gegeben wo deutschlandweit von 50000-60000 die rede ist. Wiviele jugendliche gibt es in Deutschland? 10 Millionen? Vermutlich noch mehr --> Minderheit.

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

wenn dann können die Eltern das verhindern, dazu braucht es kein Computerspielverbot.

Darum plädiere ich dafür, im Zweifelsfall, wenn der Sohn nicht verantwortungsbewusst mit seinem PC umgeht, den PC zu entfernen.


In seinem Haus kann jeder tun und lassen was er will, wenn man keine andere Lösung sieht, warum nicht.

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

Und wenn sie keine Lust haben was für die Schule machen, dann werden Sie das auch nicht, egal ob Sie Computerspielen können oder nicht.

So fatalistisch würde ich das nicht sehen. Durch Erziehung kann man eine Menge erreichen.


Das sage ich die ganze Zeit, Erziehung ist das Problem und ein Verbot nicht die Lösung.

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

Kein Verbot der Welt könnte sicher dass die Spiele nicht in jugendliche Hand fallen, die kann man doch im Internet an jeder Ecke runterladen...

Das ist in der Tat ein Problem. Dennoch würde ein Verbot die Verbreitung eindämmen. Ich schätze mal, dass nur ca. 30% der sich momentan in Gebrauch befindenen Shootern gesaugt worden wären. Aber auch hier hängt es von der Hardware ab. Was nützt es, dass Spiel saugen zu können, wenn man keinen Rechner bzw. Internetzugang hat.


Ich bin sicher die Zahl kannst du auch sicher belegen?
Aber auch hier bietest du wieder eine Lösung, wenn eltern nicht wollen dass ihr Kinder solche Spiele zocken, dann kaufen Sie denen eben einen PC mit der schlechtesten Grafikkarte überhaupt. Reicht für Office und Internet und verhindert Spiele, also warum ein Verbot? Ach ja, ich vergaß, es wäre soviel leichter...

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

Nein, Speed ist aber auch nicht mit Computerspielen vergleichbar...

Beides ist suchtgefährdend.


Man kann nach so zimlich allem süchtig werden, auch Schokolade zum Beispiel, willst du die auch verbieten?

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

Sachgemäßer gebrauch von Computerspieln ist nämlich kontrollierbar und zwar durch die Eltern, man muss es nur wollen...

Sind jetzt die Eltern der Sündenbock? Man kann seine Kinder nicht permanent kontrollieren. Und perfekte "präventive" Erziehung schlägt auch nicht bei jedem an. Erst recht nicht, wenn das Angebot schon verbreitet ist.
Mit der Argumentation kann man ja alles erlauben. Müssen halt die Eltern kontrollieren, ob Crack geraucht wird, sich Waffen im Besitz befinden,...


Man kann und soll nicht alles kontrollieren. Aber was auf dem PC seines Kindes abläuft, das kann man sehr leicht kontrollieren. Gibst du dem Kind nur ein Benutzerkonto ohne Adminrechte dann kann er nichts installieren, auch kein Spiel, so einfach wäre das. Aber das würde voraussetzen, dass man sich dafür interessiert was da läuft.
99Sascha
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Anmeldungsdatum: 12.07.2008
Beiträge: 905

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2009 - 19:14:31    Titel:

Ich fasse mal zusammen:
Du sagst, dass die Aufgabe bei den Eltern liegt. Da stimme ich dir zu.
Du sagst, dass Verbote nicht vollständig greifen können. Da stimme ich dir zu.
Du sagst, dass man daher auf Verbote verzichten sollen. Da stimme ich nicht zu, weil eben nicht alle Eltern (und an der Entwicklung des Kindes Beteiligte) ihre Pflichten nicht nachkommen. Nur weil Eltern das Problem lösen könnten, ist für mich kein Argument gegen Verbote/Eingriffe. Wenn Eltern das Problem besser lösen könnten, dann ist es für mich ein Argument, aber es gibt nunmal viele Eltern, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind. Und zu denen gibt es auch keine Alternative.
Also, wenn man "vernachlässigte" Kinder nicht sich selbst überlassen will, und ihnen eine Zukunft ermöglichen will, dann muss die Gesellschaft aktiv werden.
99Sascha
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Anmeldungsdatum: 12.07.2008
Beiträge: 905

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2009 - 19:42:50    Titel:

Richi hat folgendes geschrieben:
Man muss es nicht wortwörtlich sagen um es zu kommunizieren, wie sonst erklärst du dass unsere Politikter nach jedem Amoklauf wieder auf diese Diskussion kommen, sonst aber nie?

Na, weil es aktuell ist. Als Politiker möchte man wahr genommen werden. Dafür braucht man die Medien. Es ist ja nicht so, dass die Medien aus dem Blauen heraus fragen, wie z.B. momentan der Stand bei der medienkompetenten Ausbildung der Lehrer ist.
[/quote]
So, exzessives Party machen lässt sich nicht häufig beobachten? Ich sag mal nur Koma-Saufen. Und was TV angeht:

http://web4health.info/de/answers/child-tv-reduktion.htm

Ist zwar auf die USA bezogen, auf die schnelle hab ich aber nichts anderes gefunden, das Problem existiert aber auf jeden Fall.
[/quote]
Koma-Saufen gibt es, stimmt. Aber bei weitem nicht so verbreitet wie "Spielsucht". Aber auch hier half ein Quasi-Verbot. Durch staatliche Verteuerung der Alcopops ging der Konsum deutlich zurück.

Richi hat folgendes geschrieben:


Das sage ich die ganze Zeit, Erziehung ist das Problem und ein Verbot nicht die Lösung.

Also was machen wird dann, wenn die Erziehung nicht oder unzureichend statt findet. Wegschauen oder Einschreiten?

Richi hat folgendes geschrieben:

Ich bin sicher die Zahl kannst du auch sicher belegen?

Ich habe doch gesagt, dass ich schätze. Oh Mann, willst du jetzt ein Schätz-Verbot einrichten. Smile
Richi hat folgendes geschrieben:

Aber auch hier bietest du wieder eine Lösung, wenn eltern nicht wollen dass ihr Kinder solche Spiele zocken, dann kaufen Sie denen eben einen PC mit der schlechtesten Grafikkarte überhaupt. Reicht für Office und Internet und verhindert Spiele, also warum ein Verbot? Ach ja, ich vergaß, es wäre soviel leichter...

Da hast du meiner Meinung nach voll Recht. Hier muss Aufklärung betrieben werden. Wie ich bereits sagte, sind viele Eltern in ihrer Aufgabe überfordert. Sie denken, wenn ich dem Kind keinen PC gebe, wird er später auf dem Arbeitsmarkt keine Chance habe. So ein Schmarrn. Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut gemacht.

Richi hat folgendes geschrieben:

Man kann nach so zimlich allem süchtig werden, auch Schokolade zum Beispiel, willst du die auch verbieten?

Wenn ein Großteil der Kinder täglich viel zu viel Choco mampft, dann würde ich auch darüber nachdenken. Ich erlebe es häufig, wie übergewichtige Kinder immer unzurfriedener werden.

Richi hat folgendes geschrieben:

Man kann und soll nicht alles kontrollieren. Aber was auf dem PC seines Kindes abläuft, das kann man sehr leicht kontrollieren. Gibst du dem Kind nur ein Benutzerkonto ohne Adminrechte dann kann er nichts installieren, auch kein Spiel, so einfach wäre das. Aber das würde voraussetzen, dass man sich dafür interessiert was da läuft.

Ja, da hast du Recht. Würde ich auch so machen. Aber so sind eben nicht alle. Damit musst du dich abfinden.
Ich erkläre dir das mal an einem anderen potentiellen Verbot. Es wird überlegt, zu verbieten, dass Eltern die ärztlichen U-Untersuchungen bei ihren Kindern ausfallen lassen dürfen. Die Arzt soll halt fest stellen, ob das Kind zu fett, zu dumm oder zu langsam ist. Oder ob es vielleicht misshandelt wird. Jetzt könnte man da auch sagen, dieses Verbot bekämpft nur das Symtom. Die Ursache bleibt doch die mangelhafte Erziehung. Aber ist damit den Kindern geholfen?
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2009 - 20:04:40    Titel:

99Sascha hat folgendes geschrieben:
Ich fasse mal zusammen:
Du sagst, dass die Aufgabe bei den Eltern liegt. Da stimme ich dir zu.
Du sagst, dass Verbote nicht vollständig greifen können. Da stimme ich dir zu.
Du sagst, dass man daher auf Verbote verzichten sollen. Da stimme ich nicht zu, weil eben nicht alle Eltern (und an der Entwicklung des Kindes Beteiligte) ihre Pflichten nicht nachkommen. Nur weil Eltern das Problem lösen könnten, ist für mich kein Argument gegen Verbote/Eingriffe. Wenn Eltern das Problem besser lösen könnten, dann ist es für mich ein Argument, aber es gibt nunmal viele Eltern, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind. Und zu denen gibt es auch keine Alternative.
Also, wenn man "vernachlässigte" Kinder nicht sich selbst überlassen will, und ihnen eine Zukunft ermöglichen will, dann muss die Gesellschaft aktiv werden.



Tja, nach deiner Logik müsste man noch sehr viel mehr verbieten, ein paar Beispiele hab ich dir schon gegeben. Ist immer leicht verbote zu fordern für Sachen mit denen man selbst nichts anfangen kann, da ist es dann auch nicht mehr so wichtig ob die überhaupt was bringen...
Nutz
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Anmeldungsdatum: 05.08.2005
Beiträge: 2093

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2009 - 20:25:34    Titel:

99Sascha hat folgendes geschrieben:
Ich fasse mal zusammen:
Du sagst, dass die Aufgabe bei den Eltern liegt. Da stimme ich dir zu.
Du sagst, dass Verbote nicht vollständig greifen können. Da stimme ich dir zu.
Du sagst, dass man daher auf Verbote verzichten sollen. Da stimme ich nicht zu, weil eben nicht alle Eltern (und an der Entwicklung des Kindes Beteiligte) ihre Pflichten nicht nachkommen. Nur weil Eltern das Problem lösen könnten, ist für mich kein Argument gegen Verbote/Eingriffe. Wenn Eltern das Problem besser lösen könnten, dann ist es für mich ein Argument, aber es gibt nunmal viele Eltern, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind. Und zu denen gibt es auch keine Alternative.
Also, wenn man "vernachlässigte" Kinder nicht sich selbst überlassen will, und ihnen eine Zukunft ermöglichen will, dann muss die Gesellschaft aktiv werden.


Das rechtfertigt tatsächlich Verbote von so ziemlich allem. Süssigkeiten Fertiggerichte Fernsehen usw usf...
Richi
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 647

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2009 - 20:40:28    Titel:

99Sascha hat folgendes geschrieben:
Richi hat folgendes geschrieben:
Man muss es nicht wortwörtlich sagen um es zu kommunizieren, wie sonst erklärst du dass unsere Politikter nach jedem Amoklauf wieder auf diese Diskussion kommen, sonst aber nie?

Na, weil es aktuell ist. Als Politiker möchte man wahr genommen werden. Dafür braucht man die Medien. Es ist ja nicht so, dass die Medien aus dem Blauen heraus fragen, wie z.B. momentan der Stand bei der medienkompetenten Ausbildung der Lehrer ist.


Aktuell wäre es wenn Killerspiele und Amokläufe wirklich in zusammenhang stünden. Da dies aber bis heute nur eine an den haaren herbeigezogene unbewiesene Behauptung bleibt...
Aktuell ist meinetwegen nach Amokläufen die Frage nach Waffengesetzen, da besteht ein zusammenhang.

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

So, exzessives Party machen lässt sich nicht häufig beobachten? Ich sag mal nur Koma-Saufen. Und was TV angeht:

http://web4health.info/de/answers/child-tv-reduktion.htm

Ist zwar auf die USA bezogen, auf die schnelle hab ich aber nichts anderes gefunden, das Problem existiert aber auf jeden Fall.

Koma-Saufen gibt es, stimmt. Aber bei weitem nicht so verbreitet wie "Spielsucht". Aber auch hier half ein Quasi-Verbot. Durch staatliche Verteuerung der Alcopops ging der Konsum deutlich zurück.


Naja...
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,618636,00.html

Und das sind nur die Komasäufer, also die extremsten Fälle.

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

Das sage ich die ganze Zeit, Erziehung ist das Problem und ein Verbot nicht die Lösung.

Also was machen wird dann, wenn die Erziehung nicht oder unzureichend statt findet. Wegschauen oder Einschreiten?


Darüber reden, informieren, und zwar immer, nicht nur wenn gerade wieder ein Amoklauf war und/oder Wahlkampf ansteht. Das ist der einzige Weg eine Besserung zu erreichen. Über nutzlose Verbote reden, die alle treffen würden nur nicht die die es soll ist nur vergeudete Zeit und lenkt vom eigentlich Problem ab (was vermutlich auch von manchen gewollt ist, denn unangenehme Fragen stellen tut sich in Wahlkampfzeiten nicht gut).

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Richi hat folgendes geschrieben:

Ich bin sicher die Zahl kannst du auch sicher belegen?

Ich habe doch gesagt, dass ich schätze. Oh Mann, willst du jetzt ein Schätz-Verbot einrichten. Smile


Naja, du begründest etwas mit einer unbegründeten Schätzung, welchen Sinn macht das? Sonst schätze ich auch mal, dass ein Verbot von Computerspielen in Deutschland weltweit millionen Arbeitsplätze vernichten würden und die aktuelle Finanzkrise um ein vielfaches verstärken würde. Unbegründet, sinnlos, aber es wäre dann ein Grund gegen ein Verbot....

99Sascha hat folgendes geschrieben:

Ich erkläre dir das mal an einem anderen potentiellen Verbot. Es wird überlegt, zu verbieten, dass Eltern die ärztlichen U-Untersuchungen bei ihren Kindern ausfallen lassen dürfen. Die Arzt soll halt fest stellen, ob das Kind zu fett, zu dumm oder zu langsam ist. Oder ob es vielleicht misshandelt wird. Jetzt könnte man da auch sagen, dieses Verbot bekämpft nur das Symtom. Die Ursache bleibt doch die mangelhafte Erziehung. Aber ist damit den Kindern geholfen?


Tja, so auf den ersten Blick wäre ich auch hiergegen (wobei das ohne Kenntnis genauerer Zahlen schwer zu sagen ist). Aber dadurch werden erstmal alle Eltern quasi unter Generalverdacht gesetzt, das ist nie gut. Dann, wer soll die durchsetzung dieser Pflicht kontrollieren/durchführen? Klopft dann gleich die Polizei an der Tür?
Ich denke da immer an ein Zitat (von Benjamin Franklin glaub ich):

Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

Das passt in gewissen Weise auch auf diese Frage, Freiheit oder Sicherheit...
99Sascha
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Anmeldungsdatum: 12.07.2008
Beiträge: 905

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2009 - 19:31:07    Titel:

Nutz hat folgendes geschrieben:

Das rechtfertigt tatsächlich Verbote von so ziemlich allem. Süssigkeiten Fertiggerichte Fernsehen usw usf...

Kommt halt auf den Umfang der Inanspruchnahme an. Ich sage keineswegs, dass dies alles "Teufelszeug" sei. Aber Kinder und Jungendliche (und leider auch einige Erwachsene) denken halt nicht vorausschauend, und darum muss man sich um sie kümmern.
Ich habe nunmal ein Problem damit, einfach wegzuschauen und die totale Verantwortung auf die jeweiligen Eltern zu schieben, wenn ich vernachlässigte Kinder sehe, die immer mehr verrohen. Natürlich wäre es langfristig besser die Erziehungskompeten zu stärken, damit so was nicht vorkommt. Aber die jetzt betroffenden Kindern hilft das erst mal gar nicht.
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