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Rangelei im Schlussverkauf
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Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 27 Nov 2006 - 22:40:12    Titel: Rangelei im Schlussverkauf

So, das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür, da will ich mich mal juristisch absichern Laughing:
Angenommen der Herr vor mir schnappt sich den letzten super-mega-tollen-um-9999%-runtergesetzten Flachbildschirm und legt ihn sich in den Einkaufswagen. Wogegen (ausser natürlich gegen alle Regeln des zivilisierten Miteinanders) verstosse ich, wenn ich mir das Teil aus seinem Wagen kralle, ihn schief grinsend angucke und mich damit zur Kasse verdrück? Is ja noch nicht sein Eigentum, und solang mir keiner vom Verkaufspersonal was sagt kann es mir doch schnuppe sein ob der Typ dem ich den Karton entrissen habe jetzt ohne ein Geschenk für seine Kinder da steht, oder?
meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 27 Nov 2006 - 22:59:32    Titel:

Strafbarkeit anch § 242? Scheidet mE aus, da in Selbstbedienungsläden die Waren bis zum Passieren der Kasse im Gewahrsam des Geschäftsinhabers stehen. D.h. es liegt nicht einmal eine Wegnahme vor.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2006 - 01:36:44    Titel:

Aber Vorsicht ... steck es dir bloß nicht in deine Handtasche!
Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2006 - 14:42:17    Titel:

hani125 hat folgendes geschrieben:
Aber Vorsicht ... steck es dir bloß nicht in deine Handtasche!


Und welcher Straftatbestand wäre das? So lang ich es vor der Kasse wieder heraushole ist doch alles in Ordnung.
meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 28 Nov 2006 - 15:11:44    Titel:

In Betracht kommt § 242 I.

Stichwort: Gewahrsamsenklave

Allerdings würde ich hier § 242 I verneinen, es sei denn man legt den Gegenstand in seine Einkaufstüte, so dass die Sache unter den anderen (z.B. in einem adneren Laden) gekauften Gegenständen liegt.

Selbst wenn man den obj, TB bejaht, ist im subjekt. TB der § 242 I (-), da kein Vorsatz.
jabko83
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Anmeldungsdatum: 11.09.2006
Beiträge: 61

BeitragVerfasst am: 01 Dez 2006 - 16:22:53    Titel:

Mich würde hier in erster Linie die zivilrechtliche Seite dieses Falles interessieren. Man könnte hier doch an Herausgabeansprüche wegen ungerechtfertigter Bereicherung (Stichwort Eingriffskondiktion) denken oder an Ansprüche wegen Besitzentziehung, z.B. aus 823 I oder 823 II iVm 858 I.

Problematisch ist halt, ob die Sache im Einkaufswagen schon demjenigen zugewiesen ist (Zuweisungsgehalt im Rahmen des 812 I 1 Alt. 2), der sie als erstes in seinen Einkaufswagen geladen hat bzw. ob er im Rahmen des 823 als Besitzer anzusehen ist.

Beim - vom Besitz zu unterscheidenden - Gewahrsam wäre ja der Ladeninhaber immer noch Gewahrsamsinhaber. Aber wie ist das beim Besitz? Könnte man hier den Vordermann nicht als Besitzberechtigten ansehen? Was meint ihr dazu?
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