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Schallfeld anregen, wie vorstellen?
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TheHornedGod
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Anmeldungsdatum: 17.11.2005
Beiträge: 827

BeitragVerfasst am: 05 Jun 2007 - 20:29:10    Titel: Schallfeld anregen, wie vorstellen?

Servus Smile

Klangsynthese, Elektronsiche Musik, und Tontechnnik allgemein ist mittlerweile zu meinem größten Hobby geworden, und so les ich auch oft und gern in den derartigen Fachmagazinen.

Stehn oft auch Physikalisch itneressante beiträge drinn, gerade wenns um Studioakkustik und dergleichen geht. Ganz ans Fundament wird dann leider aber auch nciht eingegangen. Klar, die meisten Leser wirds dann zu sehr im Detail auch nit interessieren.

Einmal gings um das korrekte einsetzten eines Subwoofers. Beim Standort im Raum wurde von einer Possition in der Raummitte abgeraten, da sich dort, weil stehwelle/raummode, meist gerade Knotenpunkte befinden, und der Subwoofer das Schallfeld so nicht richtig anregen könne.

Das Dort gerne Knoten sind seh ich ein. Ich kann mir aber nciht vorstellen, wie das mit dem Schallfeld anregen aussehen soll.
Ich hätte jetz stur angenommen, dass es der Membran des Woofers herzlich egal sein wird, wie laut es denn gerade bei ihm is. Das elektrische Signal wird die Membran schon zum bewegen bringen, ob knoten oder nicht.
Da diese Artikel aber wirklich Fachleute schreiben, muss wohl irgendwas dahinter sein. Ich dadenks mir nur nicht zusammen Wink. vorschläge/weiss es jemand? Smile
xxxsemoi
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Anmeldungsdatum: 27.05.2007
Beiträge: 30
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2007 - 23:59:04    Titel:

Also einfach ist das nicht. Ich versuch es mal und sagtst, was Du nicht verstehst.

Die Fachleute meinen nicht, wie laut es bei Dir zu Hause sonst so ist, ob Deine Kinder gerade schreien oder Deine Frau zum Essen ruft. Sie meinen den Krach der aus den Boxen selbst kommt.

Stelle es Dir am besten wie folgt vor: Die Box kann nur dann die Energie die in der Schallwelle durch den Raum getragen wird auskoppeln, falls die Welle die dabei entsteht auch in Dein Zimmer passt (Stichwort "stehende Welle"). Wenn ich mich richtig erinnere ist die Ankopplung proportional zur Intensität und somit Quadratisch in der Amplitude.

Ok, hat vermutlich nicht geholfen. Wenn ich mir durchlese, was ich geschrieben habe, würde ich es selbst nicht verstehen. Vielleicht kann es ein anderer besser.
TheHornedGod
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Anmeldungsdatum: 17.11.2005
Beiträge: 827

BeitragVerfasst am: 09 Jun 2007 - 19:37:28    Titel:

hm, nein verstanden hab ich das jetz leider nicht, trotzdem danke für die antwort Wink.

Dass es um den Schall aus den Boxen geht is mir schon klar Wink. Alles andere dürfte zwar dann auch einen Einfluss haben, aber darum gehts ja hier nicht.

Ich tu mich nur ein bissl hart mit der Vorstellung. Was würde die Bassbox daran hintern Schall einer bestimmten Frequenz auszustrahlen, wenn sie gerade an einem Knotenpunkt der Raummode dieser Frequenz sitzt? Smile

aja und.. ich hab Frau und Kinder? Shocked Wink
ebs
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Anmeldungsdatum: 03.11.2007
Beiträge: 237

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2009 - 12:25:06    Titel: Re: Schallfeld anregen, wie vorstellen?

Schallfeld anregen - wie vorstellen?

Ein schwingender Körper (z. B. eine Geige, ein Gong oder ein Lautsprecher) gibt die mechanisch angeregten Schwingungen an das umgebende Schallfeld ab. Im Gegensatz zu elektromagnetischen Wellen ist für ihre Ausbreitung immer ein Medium in fester, flüssiger oder gasförmiger Form erforderlich. Das Schallfeld beschreibt die Schallausbreitung in einem mediumerfüllten Raum ausgehend von einer Schallquelle.

Ein Problem ist die Benennung der gehörten Lautstärke in diesem Schallfeld mit der typischen Frage:
Wieviel dB Pegel ist denn zweimal (doppelt, halb) oder dreimal so laut?
Ist mit dem üblichen Wort "Schallpegel" eigentlich der Lautstärkepegel, der Lautheitspegel, der Schalldruckpegel, der damit proportionale Spannungspegel, der Schallintensitätspegel, der Schallleistungspegel oder gar der bewertete Pegel in dBA gemeint?
Thema: Die Schall-Pegelabhängigkeit und die jeweiligen unterschiedlichen Faktoren bei Lautstärke / Lautheit, Schalldruck (Spannung) / und Schallintensität / Schallleistung.

Viele Grüße ebs


Zuletzt bearbeitet von ebs am 13 Jun 2009 - 18:58:04, insgesamt einmal bearbeitet
sarc
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Anmeldungsdatum: 21.09.2006
Beiträge: 2657

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2009 - 14:43:43    Titel:

Stell dir ein gespanntes Seil vor. Da haust du jetzt in der Mitte drauf, dann fängt es an zu schwingen. Du stimmst mir sicher zu, dass die größte Amplitude in der Mitte vorherrschen wird. Jetzt haust du mal an der Seite mit gleicher Kraft drauf und schaust, wie stark das im Vergleich zum draufhauen in der Mitte schwingt. Daran dürfte man schon mal erkennen, dass die Anregung im Schwingungsbauch deutlich geschickter ist.

Und zum krönenden Abschluss versuchst du so auf das Seil zu hauen, dass sich zwar eine Schwingung ausbildet, diese an der Stelle, an der du sie angeregt hast, einen Knoten hat. Du wirst feststellen, dass dir das nicht gelingt. Wenn also die Aussage stimmt, dass akustische Schwingungen gern mal in der Raummitte nen Knoten haben... Dann ist es extrem schwierig, diese aus der Raummitte heraus anzuregen.
wasp
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Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 2718

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2009 - 15:41:50    Titel:

man kann es vielleicht auch so erklären, dass wenn in der mitte der Subwoofer steht und dort ein Knoten ist, dann ist dort ja auch nichts, was angeregt werden kann (Luftmoleküle).
Schallwellen bestehen ja aus verdichteten Bereichen (Bäuche) und weniger verdichteten Bereichen (Knoten). Und dann schwingt die Membran ja sozusagen ins Leere.


Man könnte es sich ja so vorstellen, dass man eine Masse an eine Feder hängt und dann versucht die das Feder-Masse-System mit der Hand anzuregen. wenn man da den falschen Zeitpunkt erwischt, dann schießt man ins Leer und es ist wohlmöglich kontraproduktiv.

Ich weiß jetzt nicht ob ich das Problem richtig verstanden habe, aber das fiel mir jetzt spontant ein
ebs
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Anmeldungsdatum: 03.11.2007
Beiträge: 237

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2009 - 17:21:12    Titel: Raummoden sind keine stehenden Wellen bei Saiten

sarc und auch wasp bezeichnen bei der ersten Raummode die Stelle in der Mitte zwischen zwei Wänden als Druck-Knoten, weil an den Wänden Druck-Bäuche sein müssen. Das sehe ich auch so, wie es hier abgebildet ist:

Im Augenblick (Anfang Mai 2010) zeigt die Abbildung beim Wikipedia-Begriff "Raummoden" in der Mitte zwischen den Wänden noch einen unrichtigen Druckbauch. Darum habe ich das in "Saitenschwingungen" umbenannt.
Man findet genau diese Abbildung: "Stehende Wellen bei Saitenschwingungen" oft unrichtig in Lehrbüchern angegeben, wenn dort eigentlich richtig die Raummoden dargestellt sein sollten. Ein Lehrbuchautor schreibt häufig falsch vom Kollegen ab. Die erste "Raummode" muss in der Mitte einen Knoten haben. Die gleichphasige Reflexion, die von der Wand zurückkommt überlagert sich mit der hinlaufenden direkten Welle und ergibt die 6 dB Pegelanhebung dicht an der Wand.
Wer an die Wand Schallruck-Knoten zeichnet, der irrt.

Oft wird im üblichen Falle bei Raummoden oder auch Moden, also stehenden Wellen zwischen schallharten Wänden unrichtig der Fall angegeben, wie Saiten zwischen zwei festen Enden schwingen.
Es gibt feste Enden (fixed ends) in welche die Saiten eingespannt sind und es gibt lose Enden (open ends), wie Schalldruckwellen an Wände prallen.
Merke: Saitenschwingungen sind keine Raumschallschwingungen; siehe den folgenden Link:
http://www.trikustik.at/rechner/rechner-raummoden/raummoden.html#c2516



Das Bild links zeigt die Schwingungen einer Saite (!) mit außen liegendem Knoten (Nulldurchgang).
Das Bild rechts zeigt die tatsächliche Schalldruckverteilung an den Wänden.
Endlich werden die Raummoden - die zwischen zwei Wänden entstehen - einmal richtig als Schalldruck-Maximum (Bauch) an der Wand angegeben.

Viele Grüße ebs

PS: Wir betrachten nur den Schalldruck, weil dieser allein die Trommelfelle unserer Ohren und die Membran des Messmikrofons bewegt. Uns interessiert nur die Wirkung des Schalls und nicht die Ursache. Vergiss hierbei die Schallschnelle, die Schallintensität und auch die Schallleistung.
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