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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 18. November 2019 

Studiengebühren-Fakultätenstreichung-Sozialabbau-VERBESSERTER TEXT


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conraddinosauria at freenet.de02: 2 - 2-.-1.2003
Angesichts gegenwärtiger politischer (Spar)- Ereignisser die sich in den Medien/Printmedien bekannt gemacht haben und der anhaltenden Studentenproteste in Berlin aller drei Universitäten: der Humboldt Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin sowie die Technische Universität Berlin; hat in diesem Zusammenhang auch die neu gegründete Bürgerinitiative sowie das Berliner Bündnis gegen Sozialabbau sowie anderen Bündnissen zu Protesten gegen den Sozialabbau aufgerufen und solidarisiert sich mit den Studenten, es finden schon auch eine Zusammenarbeit statt, so unterstützen einige Studenten auch die Bürger-Initiative Berliner Bankenskandal und es fand heute im Rahmen dieser laufenden Aktionen ein Diskussionsforum in der Dorotheenstraße statt, in der über die Sinn und Zweckmässigkeit des Steickes diskutiert worden ist und man auf den bildungspolitischen Prozeß in der Universität eingehen wollte.

In folge dessen erhielten wir einen Diskussionanlauf durch einen Wirtschaftsdozenten .

So wurden auf historische Ereignisse von dem Beginn und Aufbau der Universität als wissenschaftlicher Lehrbetrieb bis hin zur Entwicklung zur Massenuniversität eingegangen. Es kam dann die Frage auf, um die effiziente Leistungsfähigkeit der Universität wieder zu dem zu machen , wie Sie ursprünglich mal war und nicht zu einen er fachhochschulischen Lehrbetrieb. Angesichts dieser Entwicklung wurde erörtert , dass eine wissenschaftliche Arbeit nur dann gewährleistet werden kann, wenn Studiengebühren und die Einführung des Numerus Clausus den Hochschuletar entlasten, um somit eine qualitative wissenschaftliche Ausbildung zu gewährleisten.

Somit wurde behauptet, dass es ja ohnehin schon zu viele Akademiker gäbe und das es sozial ungerecht wäre gegenüber den Steuerzahler die Universität als ABM Stelle für Abiturienten zu sein. Nun ich persönlich finde diese Argumentation zu eingleisig und zu arrogant. Angesichts der Tatsache dass sich durch den fortschreitenden Wandel in der Berufswelt, sei es durch die Technologie, sowie den Rationalisierungs und Globalisierungsprozess in der Arbeitswelt, müsse erst Recht mehr Geld für den Bildungseta und zwar nicht nur in der Universität bereit gestellt werden.

Mit dem Sachzwangargument zu behaupten, dafür sei kein Geld da ,wird damit das Streichkonzert nicht nur bei den Unis sondern im gesamten Bildungs und Sozialbereich weiter gespielt. Auf dieser Grundlage sollen nur noch wirtschaftsrelevante Studiengänge gefördert und Fachbereiche wie Bibliothekswissenschaft, Germanistik geschlossen werden. Ich darf daraufhinweisen, dass Steuergelder in sehr vielen anderen Angelegenheiten verschwendet werden.

Als ich dem Dozenten die Frage stelle, wie er sich die Sache vorstelle mit dem Einsparen im Bildungsbereich und ihn den Hinweis gab, dass es zu viele Jugendliche gibt die keinen Ausbildungsplatz haben weil nur 30 % der Betriebe ausbilden, erhielt ich die Antwort, die Jugendlichen seien schulisch nicht richtig ausgebildet und können nicht mal Mathe geschweige dann richtig Schreiben, ich erlaube mir, dass hier mit Absicht meine Rechtschreibung fehler aufweisen, es ist ein Scheinargument zu behaupten, dass ich durch die Verallgemeinerung alle Jugendliche schlecht darstelle und Ihnen keine Chance im Leben einräume. Und selbst wenn diese Defizite da wären, wäre es Aufgabe des Staates die Ausbildung der Lehrer zu verbessern und auch die Rahmenbedinungen in der Schule entsprechend den gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen. In einer Zeit wo behauptet wird, man müsse flexibel sein und die Mobilität bewahren, ist es gerade wichtig Weiterbildungsmöglichkeiten und Sprachausbildungen in einer globalisierenden Welt zu ermöglichen, dann durch das Verwalten der Arbeitslosen schaffe ich keine Arbeitsstellen auch nicht wie es ja gern gefordert wird durch Minijobs zu Hungerlöhnen, das hilft keinem und verschlechert die Leistungsfähigkeit der Bevölkerung enorm. Es ist ja schon so, dass teilweise in den Altersheimen Hilfskräfte von Zeitarbeitsfirmen alte Menschen betreuen. DAS IST MENSCHENVERACHTENT GEGEN ALTE LEUTE !!!! Dann die Betreuung von alten Menschen bedarf einer Ausbildung , aber mit dem Argument es sei zu teuer wird nicht nur eine menschenverachtende Ausbeutungspolitik geschaffen sondern eine verschlechterung der Arbeitswelt insgesamt. In einem Zeitungsbericht durfte ich lesen, dass sogar gelernte Frisuere sich als Meister bezeichnen dürfen ohne dafür entsprechend ausgebildet worden zu sein. Betrachtet man diese Ereignisse, so stellt man fest dass es alein darum geht ein neues Elitesystem aufzubauen wie es vor der französischen Revolution der Fall war und die Bevölkerung in Hungerlohn dienste zwängt. Dabei wird das Grundgesetz dass die freie Berufswahl sowie die Freiheit seine Persönlichkeit frei zu entfalten eingehend mit den Füssen getreten. Möglicherweise habe ich diesen Pasus falsch verstanden , da man wohl nur frei sein kann wenn man Geld hat, man hätte hier im Grundgesetz den finanziellen oder sozialstatus besser mit einbeziehen können.

Als ich diese Sozialkritischen Punkte zum Standpunkt in der Diskussion eingebracht habe, wurde ich verachtungsvoll von dem Dozenten angeschaut, mit dem Hinweis dass dies keine Grundlage für eine Diskussion sei sondern es hier primär und den bildungspolitischen Prozess in der Universität. Nach seinen Worten soll die Universität eine wissenschaftliche auf kommerzielle Interessen ausgeprägter Lehrbetrieb werden, eingehende Spenden von Siemens zu den UNI Bibliotheken sind einige Beispiele die ich hier erörtern möchte.

Doch mit dem Abbauch in den UNIS ist es noch lange nicht getan, der Abbau im Gesundheitswesen, dem Kitas, den Schulen, bei den Renten und den Arbeitslosengeld wird ein neues Ständegesellschaftssystem geschaffen die Arm und Reich weiter voneinander trennt und sich langfristig zu einem international gebildeten Elitesystem entwickelt mit der Entwicklung von Sicherheitstechniken und Gesetzen sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, den Reichtum der Konzerne und damit deren Machtpositionen zu stärken ohne Rücksicht auf Menschen.

Die Universität ist langfristig keine neutrale wissenschaftliche Hochschule mehr geworden, sondern entwickelt sich zu einer Kaderschmiede für die neue Elite der Wirtschaft, Politik und der Verwaltung im Staatswesen.

Mit der Benachteidigung sozial schwacher Menschen sei es in der Ausbildung oder im Beruf wird eine neue moderne Methode der Ausbeutung geschaffen wie es ja die Agenda2010 mit der Einführung von Minijobs sowie des Arbeitslosengeldes II das noch unter dem Sozialhilfenivou liegen soll beweist. Es wird damit begründet, dass man sich Internationalen Standards anpassen müsse die sich im Zuge des Globalisierungsprozesses anschließen. Doch sollte man sich die Globalisierung kritisch betrachten.

Ich möchte mit diesem Thema zum Ausdruck bringen, dass diese Form des Sozialabbaus und der Globalisierung eine Massenverblödung und Verarmung geschaffen wird, die in Zukunft negative Entwicklung aufweisen wird. Ich könnte hier tausend Aspekte mit einbeziehen, aber das würde hier den Rahmen sprengen, es gilt zu diskutieren inwieweit man sich gegen diese Kürzungspolitik zur Wehr setzen kann und sogar muss.
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