Sozialpolitik in Europa02.12.2002 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena
Öffentliches Kolloquium am 13. Dezember an der Universität Jena Jena (02.12.02) Die Sozialpolitik steht wieder einmal im Zentrum der innenpolitischen Diskussion. Was wird aus der Renten- und Krankenversicherung, der Sozialhilfe und der Arbeitslosenversicherung? Solche Fragen beherrschen die Schlagzeilen. "Zu selten wird in dieser Diskussion bewusst, dass die Europäische Union zunehmend zu einer bestimmenden Größe in der vormals einst von Nationalstaaten beherrschten sozialpolitischen Szenerie geworden ist", sagt Prof. Dr. Eberhard Eichenhofer. Die Europäische Union (EU) setze, so der Rechtswissenschaftler von der Universität Jena weiter, der Staatsverschuldung Grenzen und bestimme damit entscheidend die Möglichkeiten der Sozialpolitik. Immer stärker haben sich die Mitgliedstaaten für ihre sozialpolitischen Handlungen oder Unterlassungen, Erfolge oder Misserfolge vor den Institutionen der EU zu verantworten. "Diese nehmen auch zunehmend in der Gestaltung der Sozialpolitik das Heft in die Hand", erklärt Eichenhofer. Welche Folgen dies für die EU-Mitgliedstaaten und deren Sozialpolitik hat, dieser Frage geht das Hellmuth-Loening-Zentrum am 13. Dezember in einem Kolloquium nach. Die interessierte Öffentlichkeit ist ab 10.15 Uhr in die Aula der Universität Jena (Fürstengraben 1) eingeladen. Anmeldungen werden bis 6. Dezember erbeten an: Hellmuth-Loening-Zentrum, Tel.: 03641 / 942150, E-Mail: s.pook@recht.uni-jena.de.
|