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"Initiative Männersache" - weil es um alles gehen kann

02.06.2005 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.

Urologen starten bundesweite Aufklärungs-Aktion in München

München. "Männer haben's schwer, nehmen's leicht": Herbert Grönemeyers Hit trifft den Nagel auf den Kopf. Denn eines nehmen deutsche Männer nicht nur leicht, sie nehmen es viel zu leicht: Gesundheitsvorsorge. Nicht einmal jeder fünfte Mann im entsprechenden Alter nutzt das Krebsfrüherkennungsprogramm. Die Folgen dieser Vernachlässigung können fatal sein. Rund 12.000 Männer sterben jährlich in der Bundesrepublik an Prostatakrebs, obwohl bei einer Früherkennung die Heilungsrate bei über 80 Prozent liegt.
"Männer, geht zur Früherkennungsuntersuchung", fordert deshalb der Berufsverband der Deutschen Urologen e. V. mit seiner "Initiative Männersache" auf, die wissenschaftlich durch die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) unterstützt wird.
Um Prostatakrebs rechtzeitig erkennen zu können, weisen die Urologen auch auf den PSA-Test - ein einfacher Bluttest - hin. PSA (Prostata-spezifisches Antigen) ist ein Eiweißstoff, der in der Prostata gebildet wird und bei verschiedenen Erkrankungen, z. B. einer Entzündung, einer gutartigen Vergrößerung oder einem Tumor, vermehrt ins Blut abgegeben wird.
Die Ergebnisse einer im Mai veröffentlichten skandinavischen Studie (New England Journal 12.5.2005) bestätigten nun auch, dass die Radikaloperation des Prostatakrebses im Frühstadium zu einer langfristigen Heilung führen kann. Diese jetzt belegte These war lange umstritten, weil viele Prostatakarzinome sehr langsam wachsen.
Für die "Initiative Männersache", die in zahlreichen Regionen Deutschlands stattfinden wird, haben die Urologen prominente Unterstützung gewonnen. Bei der Auftaktveranstaltung in München am 10. und 11. Juni stellen sich Sepp Maier und Turnweltmeister Eberhard Gienger in den Dienst der guten Sache. Für den legendären Torwart Maier und für das Turnidol Gienger ist eines ganz klar: Gesundheitsvorsorge muss sein, sonst wird aus Scheu vor dem Arzt leicht ein Eigentor.
"Die Vorsorge ist simpel, nicht schmerzhaft, und sie kann Leben retten", betont der Berufsverband der Deutschen Urologen. Und wie heißt es doch so schön bei Herbert Grönemeyer: "Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich". Noch ein Grund, zur Vorsorge zu gehen.
Damit die "Initiative Männersache" richtig ins Rollen kommt, werden für den Anfang in Bayerns Hauptstadt 300.000 Aufklärungsbroschüren verschickt, die alle wichtigen Informationen rund um das Thema Prostataerkrankung, Testkarten sowie eine Liste von "Uropower"-Messstationen enthalten, die in gastronomischen Betrieben, in Vereinslokalen und öffentlichen Einrichtungen installiert werden. An diesen Stationen haben Männer die Möglichkeit, die Kraft ihres Harnstrahls mit sofortiger Auswertung zu testen. Der so genannte "Uroflow" kann in abgeschwächter Form einer von mehreren Hinweisen auf eine weitere, diesmal gutartige, Veränderung der Prostata sein. Diese Störungen haben mit dem gefürchteten Prostatakrebs nichts zu tun. Dennoch: Auch diese Erkrankung macht vielen Männern zu schaffen und sollte frühzeitig behandelt werden.


Terminhinweis:
Die Pressekonferenz zur Initiativ-Gründung "Männersache" findet am Freitag, 10. Juni 2005 um 11.30 Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses München statt.
Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen:

Colleen Adam
Tel.: 0151 / 12 483 33

und

Bettina-Cathrin Wahlers
Tel.: 040 / 79 14 05 60
Weitere Informationen: http://www.maennersache.org
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