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Auf der Suche nach Einsteins "Weltformel": Internationale Konferenz zur Stringtheorie an der LMU

08.06.2005 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

Sie gehört zu den mysteriösesten Theorien der Naturwissenschaften: die Stringtheorie. Nicht erst seit Albert Einstein grübeln die Physiker über einer "Weltformel", die alle - mittlerweile vier - bekannten Urkräfte zur Deckung bringt. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie die beiden Grundpfeiler der Physik, Quantenmechanik und die Allgemeine Relativitätstheorie, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen sind. Um beide Theorien miteinander zu verbinden, stellten die Physiker Michael Green und John Schwarz im Jahr 1984 die so genannte Stringtheorie auf. Sie gehen davon aus, dass unser Universum nicht über vier Dimensionen (eine für die Zeit und drei für den Raum) verfügt, sondern über zehn. Stringtheoretiker gehen davon aus, dass diese zusätzlichen Dimensionen zu winzigen, schwingenden Saiten aufgerollt sind, die wir nicht sehen können. Das Universum, so ihre These, sei gefüllt mit diesen Saiten, den Strings, die in offener und geschlossener Form existieren und in denen sich alle verschiedenen Elementarteilchen in unterschiedlichen Anregungszuständen manifestieren. Die Stringtheorie hat sich zum Ziel gesetzt, das gesamte Universum, vom kleinsten subatomaren Teilchen, bis zum größten Galaxienhaufen, mit einer einzigen grundlegenden Idee zu beschreiben. Unter dem Motto "String Phenomenology 2005" findet zur Stringtheorie eine internationale Tagung an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München statt. Professor Dieter Lüst vom Department Physik lädt gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Physik in das neu gegründete Arnold-Sommerfeld-Center zur Tagung

vom Montag, 13.6., bis Samstag, 18.6.,
in die Theresienstraße 37, Raum E52.

Die Teilnehmer diskutieren darüber, wie man in der Stringtheorie Kontakt zur realen physikalischen Welt herstellt, also zum Standardmodell der Elementarteilchen wie auch zur modernen Kosmologie. Dabei spielen höherdimensionale Welten und ausgedehnte Objekte eine wichtige Rolle.

Die Tagung findet jährlich an wechselnden Orten statt und zählt zu den bedeutendsten Veranstaltungen auf diesem Forschungsgebiet. In München werden unter anderen teilnehmen: Professor Andre Linde (Stanford), Professor Savas Dimopoulos (Stanford), Professor Michael Douglas (Rutgers), Professor Georgi Dvali (New York), Professor Hans-Peter Nilles (Bonn) und Professor Wilfried Buchmüller (Hamburg).

Kontakt:
Professor Dieter Lüst
Department Physik
Theresienstraße 37
Tel.: 089 / 2180-4372
E-Mail: luest@theorie.physik.uni-muenchen.de
Weitere Informationen: http://wwwth.mppmu.mpg.de/members/blumenha/main.html
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