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3. Fahrzeugtechnisches Kolloquium an der FH Coburg

09.06.2005 - (idw) Fachhochschule Coburg

Zum dritten Male nach 2002 und 2003 findet am 10. Juni 2005 unter Leitung von Prof. Dr. Hartmut Gnuschke an der Fachhochschule Coburg das Fahrzeugtechnische Kolloquium statt. Es steht unter dem Motto "Die Zukunft des Fahrzeugantriebs". Namhafte Vertreter des Verbandes der Automobilindustrie VDA, der regionalen und überregionalen Zulieferindustrie, Kraftstoffexperten sowie Referenten der großen Automobilhersteller geben einen intensiven Einblick in aktuelle Entwicklungsergebnisse. Die Tagung wird durch eine Fachausstellung ergänzt, die neben Postern und Einzelexponaten vor allem durch Fahrzeuge glänzt, in denen die neuesten Techniken alltagsgerecht umgesetzt worden sind. Die Tagung gehört mittlerweile zu den Höhepunkten im akademischen Jahr der Fachhochschule Coburg, die sich im technischen Bereich immer mehr zu einer Automobil-Hochschule entwickelt.

Wie der Tagungsleiter Prof. Gnuschke erwähnt, habe die Dynamik der Automobilentwicklung in den letzten Jahren weiter an Tempo zugenommen. Gnuschke: "Es gibt nicht nur einen richtigen Weg, um den weitgehend widersprüchlichen Anforderungen von individueller Mobilität, Ökologie und Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden. Märkte wie der US-amerikanische oder der japanische setzen deshalb z.T. auf andere Techniken als der europäische Markt. Ein Beispiel hierfür ist der Wettbewerb zwischen dem Dieselmotor, einer klassischen europäischen Domäne, und dem Hybridantrieb, der z.Zt. in den beiden anderen Märkten als besonders zukunftsweisend betrachtet wird." Eine differenzierte Betrachtung sei jedoch notwendig, etwa vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Fahrprofile der Autofahrer in den verschiedenen Märkten. So habe der Hybridantrieb keine Emissions- und Verbrauchsvorteile, wenn er mit einem Dieselmotor mit Partikelfilter und Stickoxidreduktions-System verglichen werde. Gerade die im oberfränkischen Redwitz ansässige Firma Argillon habe mit dem inzwischen für Lkw verfügbaren SINOx-System eine Schlüsseltechnologie für die Stickoxidreduktion auch im Pkw "in der Schublade". Gegenüber Hybridantrieben könne man so mit gutem "Umweltgewissen", aber deutlich größerem Fahrspaß unterwegs sein.

Der Breite des Themas folgend wird die Tagung folgende Schwerpunkte setzen: Neue Kraftstoffe, Verbrennung, Schadstoffe und deren Minimierung, Hybridantriebe und Methoden zur Entwicklung von Antrieben.

Zahlreiche Vertreter aus Industrie und Wissenschaft sowie interessierte Studenten werden erwartet. Neben der Präsentation neuester Entwicklungsergebnisse ist es auch Ziel, Kontakte herzustellen und über Kooperationen zu reden.



Die Vielfalt und Aktualität der Vorträge verdeutlichen nicht nur das hohe Niveau der Automobilentwicklung in Deutschland und darüber hinaus, sondern unterstreichen, dass die strategische Ausrichtung der Fachhochschule Coburg im Automobilsektor weiter Formen annimmt. Wie bereits mehrfach berichtet, wird an der Fachhochschule seit dem Wintersemester 2004/2005 der Studienverbund "Automotive Technology and Management" angeboten. In vollen Ausbau sollen fünf Bachelor- und zwei Masterabschlüsse angeboten werden, die die gesamte Wertschöpfungskette der Entwicklung und Vermarktung des Automobils thematisieren und damit eine deutschlandweite Alleinstellung unter allen Hochschulen für sich in Anspruch nehmen. Ergänzt wird dieses Angebot durch einen gezielten Ausbau des Technologietransfers in Form des ebenfalls bereits vorgestellten "Technologietransferzentrum Automotive Coburg", kurz: TAC. Für die Einrichtung des Zentrums liegen bereits konkrete Förderbeschlüsse vor, und mit seiner Realisierung ist noch in diesem Jahr zu rechnen. Auf diese Weise entsteht ein sich gegenseitig befruchtender Verbund zwischen Ausbildung und Industrie, gerade auch für den Raum Oberfranken, der durch eine hohe Zahl von Arbeitsplätzen in diesem Bereich geprägt ist.

Dabei ist man an der Fachhochschule Coburg davon überzeugt, dass in den Bereichen Ausbildung und Technologietransfer eine Zusammenarbeit der diesbezüglich in Oberfranken ansässigen Einrichtungen nicht nur sinnvoll, sondern geboten ist. So existieren auf diesem Gebiet mittlerweile enge Kontakte u.a. zur Universität Bayreuth sowie zum Automobiltechnikum Bayern in Hof und auch zum Kompetenzzentrum Neue Materialien in Bayreuth. Diese Einrichtungen werden zusammen mit der Fachhochschule Coburg in einem von der "Initiative Technologiebrücke" organisierten Fachsymposium am 14. Juli 2005 in den Räumen der Fachhochschule Coburg ihre jeweiligen Schwerpunkte im Automobilsektor präsentieren und damit aufzeigen, dass der Automobilcluster Oberfranken Formen annimmt und die beteiligten Einrichtungen abgestimmte Angebote in definierten Themenfeldern abgeben.


So kann schon jetzt als Fazit der Tagung gelten, dass die Fachhochschule Coburg Lehre und Forschung rund um den Automobilsektor konsequent umsetzt und dabei vielfältige Synergien nutzt.

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