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Symposion "Der Krimkrieg als erster europäischer Medienkrieg" an der Universität Stuttgart

10.06.2005 - (idw) Universität Stuttgart

Der Krimkrieg (1853-1856) war der erste photographisch dokumentierte Krieg und brachte die ersten Kriegsberichterstatter in der Geschichte des Journalismus hervor. Durch das medienwissenschaftliche Interesse an der "visual history" und dem Zusammenhang zwischen den "Bildern des Krieges und dem Krieg der Bilder" ist seine Aufarbeitung heute wieder höchst aktuell.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet das Internationale Zentrum für Kultur- und Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart vom 16. bis 18. Juni 2005 im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart, Konrad-Adenauerstr. 16, das internationale Symposion "Der Krimkrieg als erster europäischer Medienkrieg". Medienvertreter sind hierzu herzlich eingeladen.
In den großen, dem 19. Jahrhundert gewidmeten Interpretationen, aber auch in der Diskussion über das Verhältnis von technischer und ästhetischer Moderne nimmt der Krimkrieg bisher kaum einen Platz ein. Dabei steht dieser Krieg in vielerlei Hinsicht im Zeichen bahnbrechender Neuerungen. Er gilt als erster Medienkrieg in der Geschichte und liefert das erste Beispiel einer Materialschlacht, bei der die revolutionären Technologien des 19. Jahrhunderts zur Verfügung standen. Das Symposion verfolgt daher das Ziel, in Untersuchungen vor allem der medialen Wahrnehmung und Inszenierung des Krimkrieges dessen Schwellencharakter mit seiner symptomatischen "Gleichzei-tigkeit des Ungleichzeitigen" herauszuarbeiten.
Das unter der Schirmherrschaft des Stuttgarter Oberbürgermeisters Dr. Wolfgang Schuster stehende Symposion findet in Kooperation mit der Université de Nancy, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg, dem Institut Français und der DVA-Stiftung statt. Eröffnung ist am Donnerstag 16. Juni um 10 Uhr durch Thomas Schnabel, Direktor des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, und Prof. Dieter Fritsch, Rektor der Universität Stuttgart. Im Anschluss gibt der geschäftsführende Direktor des IZKT, Prof. Georg Maag, eine Einführung.
Ein Höhepunkt ist der Abendvortrag des Kunsthistorikers Ulrich Keller (Santa Bar-bara), der als weltweit profundester Kenner der Materie gilt. Sein Vortrag "Schlachtenbilder - Bilderschlachten: Die ästhetische Inszenierung des Krimkrieges" findet am 16. Juni um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 2 statt.
Das Symposion wird von einer Ausstellung im Französischen Kulturinstitut, Die-mershaldenstr. 11, begleitet. Eröffnung ist am 17. Juni um 19.30 Uhr.
Information und Programm: Dr. Elke Uhl, Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung, Tel. 0711/ 121 2379, E-Mail elke.uhl@izkt.uni-stuttgart.de, www.uni-stuttgart.de/izkt

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