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Tag der Wissenschaft an der Universität Stuttgart

10.06.2005 - (idw) Universität Stuttgart

Die Universität Stuttgart lädt ein:
Tag der Wissenschaft am 18. Juni - Von der Automatisierung im Alltag bis zur Genpflanzenküche und Experimenten zu Einsteins Patenten - Studienberatung - Science Party - Einladung zum Presserundgang

Eine spannende Reise in die Welt der Forschung erwartet die Besucher beim "Tag der Wissenschaft" der Universität Stuttgart am Samstag, den 18. Juni von
11.00 bis 17.00 Uhr auf dem Campus Vaihingen und im Uni-Bereich Stadtmitte. Unter dem Motto "Wissenschaft entdecken" geben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Blick hinter die Kulissen frei, informieren über neueste Forschungsergebnisse und stehen großen und kleinen Besuchern Rede und Antwort.
Die Veranstaltung, die den bisherigen Tag der offenen Tür ersetzt, startet mit leicht verändertem Konzept, doch bewährt vielseitigem Programm: An den "Reise-stationen" haben die Institute und Einrichtungen der Uni Experimente und De-monstrationen vorbereitet, die Neugier wecken und zum Mitmachen einladen. Die Besucher erwartet ein Besuch in der Genpflanzen-Küche und ein Blick in das In-nere von Zellen, Viren oder Makromolekülen, der Besuch einer digitalen Fabrik oder Experimente zu Einsteins Patenten. Wer Lust hat, kann sich bei einem Robo-terwettrennen mit dem Computer messen oder im Cockpit eines Flugsimulators Platz nehmen, mit einem GPS-Rucksack versteckte Ziele suchen oder (wieder) lernen, wie man Omas Kochbuch in Sütterlinschrift oder andere alte Skripten ent-ziffert. Auch die hochmoderne IP-Telefonanlage mit 10 000 Sprachendgeräten, mit der die Universitätsangehörigen bald über das Datennetz telefonieren und faxen werden, wird vorgeführt.
Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit, die Fachgebiete ihres Interes-ses "hautnah" zu erleben und sich bei der Studienberatung aus erster Hand zu informieren. Alumnae und Alumni können an diesem Tag ihre frühere Ausbil-dungsstätte besuchen und mit den Mitgliedern der Institute und Fakultäten über die neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen an ihrer Alma Mater fachsimpeln.

Presserundgang zeigt ausgewählte Highlights
Medienvertreter haben bei einem Presserundgang Gelegenheit, sich über die Pro-gramm-Highlights aus erster Hand zu informieren. Treffpunkt 11.30 Uhr, Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik (IAS), Pfaffenwaldring 47, Eingang A, 1.OG Eingangsbereich.
Wir bitten um Anmeldung zum Presserundgang unter Fax 0711/121-2188 oder e-mail: presse@uni-stuttgart.de

Station I: Automatisierung im Alltag
Ort: Vaihingen, Institut für Automatisierungs- und Softwaretech-nik (IAS), Pfaffenwaldring 47, Eingang A, 1.OG Eingangsbereich; Zeit: 11.30 Uhr

Station I beim Presserundgang ist das Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik der Uni, hier begrüßt Roboter RobIAS gemeinsam mit dem Institutsleiter Prof. Peter Göhner und Dr. Nasser Jazdi die Besucher. Das international renommierte Institut betreibt Forschung auf den Gebieten "Agenten in der Automatisierungstechnik", "Kfz-Elektronik", "Komponentenbasierte Softwareentwicklung für Automatisierungssysteme", "Verlässlichkeit von Prozessautomatisierungssyste-men" und "Web-Technologien in der Automatisierungstechnik". Ziel des IAS ist es, die Theorien auch in reale, praxisnahe Projekte umzusetzen. Die Ergebnisse aus der Forschung werden schnell in die Vorlesungen übernommen und den Studie-renden vermittelt.
"Mensch gegen Computer - wer steuert cleverer?" Bei einem Roboter-Wettrennen müssen die Teilnehmer einen Roboter durch einen Hindernisparcours manövrieren und sich dabei mit einem computergesteuerten Roboter messen. Das Spiel ist praktischer Bestandteil der Lehre: Die Computersoftware wurde von Studierenden des Studiengangs Elektrotechnik als Projekt im Rahmen eines Fachpraktikums entwickelt.
Im KfZ-Labor des Instituts können die Besucher im IAS-Cockpit durchstarten. Der Simulator hilft, Softwarefehlern in der Autoelektronik auf die Spur zu kommen. Wer beispielsweise im Führerhaus eine Störung am Scheibenwischer simuliert, kann am Computer beobachten, ob die Fahrzeugsoftware korrekt auf die Störung rea-giert und einen sicheren weiteren Betrieb gestattet. So werden Methoden entwickelt, um Softwarefehler im Frühstadium zu erkennen und zu beheben und die Fahrzeugelektronik verlässlicher zu machen.
Verabschiedet werden die Besucher mit einer Tasse Cappuccino aus dem Inter-net. Die vom IAS entwickelte Software zur Internet-basierten Diagnose und War-tung von Kaffeeautomaten und Waschmaschinen erlaubt Bestellungen per Maus-klick, aber auch Fernwartung und Ferndiagnose: Geht das Kaffeepulver aus, ver-sendet das Gerät automatisch eine E-Mail an das Servicepersonal und fordert Nachschub an.

Station II: Genpflanzenküche und molekulare "Patienten"
Ort: Vaihingen, Biologisches Institut, Pfaffenwaldring 57,
9. Stock, Raum 9.320; Zeit: 12.15 Uhr

Man nehme eine Prise Kochsalz, zehn Tropfen Fleckenteufel und drei Löffel Obst-brei...mit ihren Rezepten aus der Genpflanzenküche zeigen Prof. Arnd Heyer, Leiter der Abteilung Botanik und seine Mitarbeiter, dass alle Pflanzen Gene ent-halten. Die Besucher können aus Obst und Gemüse mit einfachen Haushaltsche-mikalien den Träger der pflanzlichen Erbsubstanz, die DNA, selbst isolieren. Die Gewinnung von DNA spielt in der Abteilung Botanik eine große Rolle, die Wissen-schaftler forschen nach Genen, die für die pflanzliche Frosttoleranz verantwortlich sind.
Einen Einblick in das Innere von Zellen bekommen die Besucher durch das neue Transmissions-Elektronenmikroskop des Biologischen Instituts. Prof. Stephan Nußberger, Leiter der Abteilung Biophysik, erklärt, wie in der Molekularbiologie mit dem Hochleistungsmikroskop Pflanzenviren elektronen-tomographisch untersucht werden.
Während bei der Computertomographie in der Medizin Röntgenstrahlen eingesetzt werden, greift man in der zellbiologischen Forschung auf Elektronen zurück. Mög-lich wird es damit, Viren, ganze Zellen, aber auch die Architektur von Makromole-külen zu durchleuchten und so noch nicht verstandene Vorgänge zu erforschen. Der Unterschied zur medizinischen Anwendung ist, dass die molekularen "Patienten" hier etwa ein hundert millionstel Mal winziger sind und sich nicht auf Kom-mando während der Aufnahme ruhig halten. Damit sie während der Untersuchung im Elektronenmikroskop möglichst nicht zappeln und die Bilder verwackeln, sind besondere Tricks notwendig. Die "Patienten" werden im wahrsten Sinne des Wortes "kalt gestellt" und auf Temperaturen von minus 196 Grad mit flüssigem Stick-stoff heruntergekühlt.

Wissenschaftler zeigen ungeahnte Talente:
Erste Science Party auf dem Campus
Erstmals findet im Rahmen des Tags der Wissenschaft die Science Party statt, die ab 17.00 Uhr auf dem Campus Vaihingen startet. Hier "outen" die Menschen an der Uni bisher unbekannte Talente und präsentieren sich als Entertainer, Künstler oder Musiker auf der Bühne. Kultig und bissig wird es mit der Showtanzgruppe der 1. Esslinger Karnevalsgesellschaft, die Blutsauger aus dem Musical "Tanz der Vampire" auf die Bühne bringen wird. Auch die Hip-Hop-Choreographie einer Tänzergruppe des Instituts für Sportwissenschaft dürfte für Furore sorgen. Mitsingen ist bei der Vorstellung des S'Chörle der Universität Stuttgart erlaubt. Die Big Band der Uni präsentiert mitreißenden Swing, Latin und Funk. Die Band "OLA de musi-ca" entführt in südliche Gefilde und die türkische Band X-TANBUL sorgt mit Rock- und Popmusik vom Bosporus für eine heiße Nacht. Dazu werden internationale Spezialitäten gereicht, die den Tag der Wissenschaft auch in kulinarischer Hinsicht zur Weltreise machen.

Das Programm zum Tag der Wissenschaft und der Science Party ist unter http://www.uni-stuttgart.de/tag/programm/ verfügbar.

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