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Herzchirurgie mit schonender Hand: 3. Bonner Herzchirurgisches Sommer-Symposium

21.06.2005 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Am Mittwoch, 29. Juni, lädt die Klinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Bonn zum 3. Herzchirurgischen Sommersymposium ein. Experten diskutieren den heutigen Stellenwert minimal-invasiver Operationstechniken, die in den letzten zehn Jahren in die Herzchirurgie Einzug gehalten haben. Die kostenlose Veranstaltung findet von 14 Uhr bis circa 18 Uhr im Hotel Bristol Bonn, Prinz-Albert-Straße 2, statt. "Die Herzchirurgie ist heute nicht mehr ohne minimal-invasive Eingriffe denkbar - für manche Patienten sind sie sogar oft die einzige Chance", sagt Privatdozent Dr. Christoph Schmitz, Oberarzt an der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Bonn. So ist derzeit rund jeder fünfte Eingriff am Herzen minimal-invasiv.

Bei Bypass-Operationen überbrücken Herzchirurgen eine gefährliche Verengung der Herzkranzgefäße mit einer körpereigenen Brust- oder Armarterie oder Beinvene. Während des Eingriffs übernimmt die Herz-Lungen-Maschine die Arbeit des ruhiggestellten Herzens. Die Maschine reichert das Blut mit Sauerstoff an und pumpt es durch den Körperkreislauf. Doch birgt der Einsatz der Herzlungenmaschine auch Risiken, so steigt unter anderem das Schlaganfallrisiko. Alternative ist ein Eingriff ohne Herz-Lungen-Maschine. Diese minimal-invasive Operation am schlagenden Herzens verlangt vom Herzchirurgen eine hohe Geschicklichkeit. Sie ist allerdings vor allem dann möglich, wenn die Herzkranzgefäße leicht erreichbar sind. Bei älteren Patienten mit sehr schlechtem Allgemeinzustand kann der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine unter Umständen zum Tode führen. "Für diese Patienten ist ein minimal-invasiver Eingriff die einzige Chance", sagt Herzchirurg Schmitz.

Bei einer Herzklappenoperation - ein Eingriff am offenen Herzen - ist ein Verzicht auf die Herz-Lungen-Maschine nicht möglich. Hier bedeutet minimal-invasiv, dass die Herzchirurgen beispielsweise bei einer Operation an der Mitralklappe nicht das Brustbein durchtrennen, sondern nur einen vier bis sechs Zentimeter langen Schnitt unterhalb des großen Brustmuskels machen. Neben rein kosmetischen Aspekten ist der Brustkorb bei einem kleinen Schnitt nachher viel stabiler. "Doch für jeden einzelnen Patienten muss genau abgewogen werden, ob ein minmal-invasiver Eingriff mehr Vorteile oder Nachteile bringt", sagt Herzchirurg Schmitz.

Kontakt für die Medien:
PD Dr. Christoph Schmitz
Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-4193
E-Mail: christoph.schmitz@ukb.uni-bonn.de

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