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Dramaturgie - Vor und hinter der Kamera

21.06.2005 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg

Mit blanker Theorie ist es oft nicht getan. Damit sich die angehenden Filmemacher der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg auch bei späteren Produktionen besser in die Lage der Charaktere versetzen können, hat Prof. Jürgen Schopper, im Fachbereich Gestaltung verantwortlich für das Fach Film und Animation einen Pilotversuch gestartet. In diesem Semester schulte der TV- und Theaterschauspieler Johannes Kiebranz eine Studierendengruppe in einem Schauspiel-Workshop, um ihnen genauere Einblicke in die Welt der Darstellungskunst zu vermitteln. Johannes Kiebranz ist freiberuflicher Schauspieler in Berlin, wo er am Theater, aber auch in bekannten Film- und TV-Produktionen, wie Hannibal, Tatort, Balko, Abschnitt 40, Unter Verdacht oder Mutterglück, und als Schauspiellehrer aktiv ist. Auf Initiative von Prof. Jürgen Schopper kam Kiebranz eine Woche ans "Ohm" nach Nürnberg, um in der Designer-Projektwoche "Licht und Schatten" den Workshop zu leiten.

"Meine Studierenden sollen lernen, sich in Schauspieler hineinversetzen zu können", erklärt Prof. Schopper, "Dies ist sehr wichtig, um Charaktere mit Leben zu füllen. Und zwar sowohl bei realen, aber auch digitalen Produktionen." Und Johannes Kiebranz ergänzt: "Die elfköpfige Gruppe war voll bei der Sache. Sie haben die Arbeit eines Schauspielers kennengelernt, Gefühlsregungen mit Gestik zu transportieren und Körper und Stimme zu kombinieren. Man muss in sich selbst etwas spüren, um es in Animationen umsetzen zu können." Dabei sollte das Ganze nicht isoliert geschehen, sondern im Zusammenspiel der Studierendengruppe entstehen.

So erlangten die angehenden Filmemacher, die mit ihren Produktionen immer wieder bedeutende Branchen-Preise und Auszeichnungen gewinnen, Einblicke in die Arbeit von Schauspielern, um dies bei ihren eigenen Produktionen und Regiearbeiten umsetzen zu können. "Wichtig ist, zu wissen, wie sich ein Stück, eine Szene aufbaut", erläutert Johannes Kiebranz, "Durch dieses Learning-by-Doing kann auch ein Filmemacher hinter der Kamera viel dramaturgischer denken und weiß, was in seiner handelnden Figur vorgeht."

Gelohnt hat sich das Projekt allemal. Sowohl die Studierenden als auch Prof. Jürgen Schopper waren vom Pilotprojekt des kompakten Schauspielkurses von Johannes Kiebranz begeistert und so soll dies nicht sein einziger Auftritt auf der "Ohm-Bühne" gewesen sein. Auch im nächsten Jahr ist geplant, wieder mit dem Berliner Darsteller zusammenzuarbeiten.

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Rückfragen von Medienvertretern bitte an Prof. Jürgen Schopper, Telefon 09 11 / 58 80 26 30 bzw. juergen.schopper@fh-nuernberg.de. Gerne hilft auch die Pressestelle der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule, die Sie telefonisch unter 09 11 / 58 80 41 01 (Marc Briele) oder via Mail an presse@fh-nuernberg.de erreichen können.

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