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Die Mischung macht's - FH Nürnberg bei Betonkanu-Regatta ganz vorne

22.06.2005 - (idw) Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg

Vor einer Woche waren sie offiziell getauft worden, nun haben sie einen großen Erfolg vorzuweisen: Die beiden Betonboote des Fachbereichs Bauingenieurwesen der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule wussten bei der 10. Deutschen Betonkanuregatta der Zementindustrie in Heidelberg rundum zu überzeugen. Während die Damen auf "Puzzelan" im Ruder-Wettbewerb auf den vierten Rang kamen, gewann das Boot "Rosaik" sogar den Preis für die beste Konstruktion. Und das mit deutlichem Vorsprung auf namhafte Mitbewerber. "Die Mischung stimmt", ahnte Prof. Dr. Niels Oberbeck, Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen bereits bei der Taufe. Er sollte recht behalten. Gegen starke Konkurrenz behaupteten sich die beiden Ohm-Boote auf dem Neckar. Hochschulen wie die Seriensieger der Vorjahre von der TU Dresden oder der TU Darmstadt, die RWTH Aachen oder Universitäten aus Frankreich, Österreich und der Schweiz waren bei diesem Wettkampf angetreten, an die Wasserfahrzeuge der Ohm-Studierenden kam keiner heran.

Knapp an Bronze vorbei gerudert
Bei der Regatta auf dem Neckar gab es mehrere Wertungen: Während innovative und überzeugende Technik mit einem Konstruktionspreis ausgezeichnet werden, ermitteln die geschicktesten Ruderer in Rennläufen obendrein die schnellsten Bootsbesatzungen. In diesem sportlichen Wettkampf kam das Damen-Team der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule auf einen ausgezeichneten vierten Rang. Entworfen und gebaut von Nicole Herber, Tanja Gossler, Sonja Kunz, Ruth Seidl und Evi Wiedemann, erreichte die "Puzzelan" mit Nicole Herber und Tanja Gossler an den Paddeln den Finallauf und verpasste hier nur knapp das Treppchen.

150 Teile, die perfekt schwimmen
Den bedeutenderen Teil nimmt bei einem Wettbewerb technisch anspruchsvoller Baukonstruktionen aus Beton aber die Konstruktionswertung ein. Und in dieser Disziplin konnte in diesem Jahr kein anderes Wasserfahrzeug dem Ohm-Kanu das Wasser reichen. Die "Rosaik" überzeugte die Jurymitglieder derart, dass sie in der Endabrechnung mit weitem Vorsprung vor den über 50 anderen Teilnehmern von 37 Universitäten und Fachhochschulen rangierte. "Eine hervorragende Ingenieurleistung! Von der Planung über Bau bis hin zum fertigen Fahrzeug", lobt Prof. Dr. Thomas Freimann das Produkt seiner Studierenden. Seit Frühjahr waren André Burkhardt, Thomas Jensky, Uwe Kaiser, Hendrik Splettstößer, Stephan Täufer und Andreas Weber damit beschäftigt, das gelungene Boot herzustellen. Dabei brachten sie eine ganz besondere ultrahochfeste Betonmischung zum Einsatz, die in einer Diplomarbeit an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule entwickelt worden war und die im Vergleich zum herkömmlichen Baustoff etwa sechs Mal fester ist. Aus diesem wurden rund 150 Einzelteile gegossen, die wiederum mit einem speziellen Epoxid-Kleber im Zweikomponentensystem zu einem Kanukörper zusammen gefügt wurden. Damit gelang es, eines der leichtesten Boote des gesamten Wettbewerbs zu fertigen. Nur 48 Kilogramm bei 5,20 Meter Länge brachte die Rosaik auf die Waage.

Namhafte Konkurrenz geschlagen
"Mit dieser außergewöhnlichen Team-Arbeit der Truppe um Thomas Jansky haben wir einen herausragenden Erfolg in einem sehr renommierten Wettbewerb der Deutschen Beton- und Zementindustrie errungen und uns gegen starke und namhafte Konkurrenz aus In- und Ausland behauptet", freut sich Prof. Dr. Thomas Freimann darüber, dass der Konstruktionspreis erstmals nach Nürnberg ging. Er ergänzt: "Mit dem 4. Rang im Ruderwettkampf haben wir obendrein bewiesen, dass unsere Boote nicht nur technisch perfekt, sondern auch sportlich voll konkurrenzfähig sind!"

Der Pokal, der übrigens ebenfalls aus Beton gefertigt ist, wurde vom Deutschen Beton- und Bautechnikverein gestiftet. Im zweijährigen Rhythmus treffen sich Vertreter nahezu aller deutschen Fachhochschulen und Universitäten mit Bauingenieurausbildung sowie mehrere ausländische Hochschulen, um sich mit ihren im Vorfeld angefertigten Kanukonstruktionen zu messen. "Dabei sind viele Disziplinen ausschlaggebend", erklärt Prof. Freimann, "Baukonstruktion, Baustoffkunde, Statik und Strömungstechnik spielen eine wichtige Rolle." Nun gilt es für die Ohm-Bauingenieure den Erfolg beim nächsten Mal zu wiederholen. Der Sieg in Heidelberg soll schließlich kein einmaliges Erlebnis bleiben.


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Rückfragen von Medienvertretern bitte an Prof. Dr. Thomas Freimann unter der Telefonnummer 09 11 / 58 80 14 13 oder via Mail an thomas.freimann@fh-nuernberg.de. Ebenfalls hilft Ihnen die Pressestelle der Fachhochschule, die Sie unter der Nummer 09 11 / 58 80 41 01 (Marc Briele) oder via Mail an presse@fh-nuernberg.de erreichen können. Gerne stellen wir Ihnen Fotos der Kanus oder der Regatta zum kostenlosen redaktionellen Gebrauch zur Verfügung.

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