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1. Gemeinsamer Erfahrungsaustausch Tourismus in der Region Harz - Fachworkshop von IHK und Hochschule Harz am Standort W

27.06.2005 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Die Industrie- und Handelskammern Braunschweig, Halle-Dessau und Magdeburg veranstalteten in Zusammenarbeit mit der Hochschule Harz am 31. Mai 2005 einen ersten gemeinsamen Erfahrungsaustausch für den Gesamtharz. Unter dem Thema "Touristische Produktentwicklung - Chance für den Harztourismus" haben namhafte Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft die aktuelle Entwicklung sowie künftige Anforderungen an die Branche durch neue Trends aufgezeigt.

Insgesamt waren über 120 Vertreter touristischer Leistungsträger, Mitarbeiter von Kommunalverwaltungen, Verbänden, Touristeninformationen sowie weiterer regionaler Partner der Einladung in den Audimax der Hochschule Harz gefolgt. Mit dieser Veranstaltung wurde gleichzeitig der Auftakt für die regionalen Tourismusworkshops der Industrie- und Handelskammern Magdeburg und Halle-Dessau eingeläutet, die sich in diesem Jahr vorrangig mit der "Produktentwicklung im Tourismus" beschäftigen werden.

Eröffnet wurde der Themenworkshop durch Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann, der in seinem Beitrag neben der rasanten Entwicklung der Hochschule Harz zu einer innovativen und international ausgerichteten Bildungseinrichtung, gerade in der Tourismuswissenschaft, auch die Bedeutung der Konzeption marktorientierter Studiengänge aufzeigte. "Ziel ist es", so der Hochschul-Rektor, "durch die Orientierung am Nachfrager, dem potenziellen Studierenden wie auch dem Nachwuchs suchenden Unternehmen, ein ständig an den Bedürfnissen ausgerichtetes Produktportfolio anbieten zu können, um dauerhaft zukunftsfähig aufgestellt zu sein; denn die Hochschulen der Zukunft müssen sich wettbewerbsfähig erweisen im Ringen um leistungsbereite Studierende und qualifiziertes Personal. Dass dafür hinreichende Autonomie und Freiheit von langwierigen Mitzeichnungs- und Genehmigungsprozeduren der Ministerialverwaltung erforderlich sei, verstehe sich von selbst und werde die Forderung der Hochschulen für die nächsten Jahre sein."

Darüber hinaus stellte Willingmann, selbst Professor für Deutsches und Internationales Wirtschaftsrecht, und als langjähriger Herausgeberbeirat der Zeitschrift "ReiseRecht aktuell" Fachmann für tourismusrechtliche Probleme, die bereits bestehenden Kooperationen und vielfältigen Aktivitäten zwischen Hochschule Harz und zahlreichen Wirtschaftsunternehmen insbesondere der Tourismusbranche - auch im Rahmen von branchenübergreifenden Crossmarketing-Aktivitäten - heraus.

Michael Lücke, Geschäftsführer des Harzer Verkehrsverbandes, beleuchtete in seinem Referat die "Tourismusregion Harz und ihr zukünftiger Weg mit einer Destinations- Management-Agentur". Mit dieser neuen Struktur soll ermöglicht werden, eine stärkere Profilierung erreichen zu können. In diesem Zusammenhang ist auch eine Reduzierung der bisherigen zwölf Marketingthemen auf künftig nur noch sechs Schwerpunkte (Natur-Harz, Kultur-Harz, Gesund-Harz, Winter-Harz, Aktiv-Harz und Tagungs-Harz) angedacht, um Kernkompetenzen noch deutlicher vermarkten zu können.

Die touristische Produktentwicklung in Theorie und Praxis stand im Mittelpunkt des Vortrags von Diplom-Geograph Jan-F. Kobernuß, Geschäftsführer der ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH. Neben der Chance, attraktive Angebote kundenorientiert und nachfragegerecht am Markt zielgruppenorientiert zu positionieren, zeigte Consulting-Spezialist Kobernuß vor allem die Möglichkeiten zur Preiskalkulation auf und vermittelte den Teilnehmern zahlreiche Aspekte rechtlicher Rahmenbedingungen für den Produktverkauf.

Des Weiteren wurden den Teilnehmern die Ratgeber "Produktentwicklung im Tourismus" sowie "Klassifizierungssysteme im Tourismus", welche aus der Initiative "Servicequalität Sachsen-Anhalt" hervorgegangen sind, detailliert vorgestellt. Beide Broschüren können bei Frau Rose der IHK Halle-Dessau (Tel.: 0345/212 62 85, E-Mail: brose@halle.ihk) kostenfrei und unverbindlich bestellt werden.


Die Veranstaltung endete mit einer offenen Schlussdiskussion, aus der zahlreiche Anregungen für weitere Workshops hervorgingen, zugleich aber auch die Vielzahl unterschiedlicher Plattformen und Anbieter in diesem Segment allein für die Region Harz kritisch angemerkt wurde.

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