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Gefährdete Medizin

28.06.2005 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Symposium am 22. Juli 2005 in Heidelberg: Wie können Spitzenleistungen der Universitätsmedizin gehalten und verbessert werden? Wie kann sichergestellt werden, dass Medizinische Fakultäten in Deutschland künftig zur internationalen Spitzengruppe der Forschungsinstitutionen gehören - und nicht stattdessen weiter zurückfallen?

Am 22. Juli 2005 findet in Heidelberg das Symposium "Gefährdung der Universitären Medizin" statt, bei dem Experten aus dem In- und Ausland unter Moderation der Hochschulredakteurin Dr. Heike Schmoll (Frankfurter Allgemeine Zeitung) über Probleme und Lösungswege diskutierten.

"Neue medizinische Entwicklungen sind nicht nur Voraussetzung für größere Chancen auf Erkennung und Heilung schwerer Erkrankungen", erklärt Professor Dr. Jochen Tröger, Prorektor der Universität Heidelberg, die Veranstalter des Symposiums ist. "Sie sind auch ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit eines Gesundheitswesens im internationalen Raum und ein Beschäftigungsmotor."

Dennoch ist die Realität an den 35 deutschen Universitätsklinika und Medizinischen Fakultäten derzeit eher zu beklagen. Leistungsfähigkeit und selbst bewährte Strukturen sind bedroht, weil die staatlichen Zuschüsse zu Forschung, Lehre und Instandhaltung immer stärker zurückgehen und die Finanzierung durch die Krankenkassen eine Hochleistungsmedizin oft nicht abdeckt. Dazu kommen Gesetzesauflagen und Regularien, die den Beruf des "Medizinforschers" zunehmend unattraktiv machen.

Ein Schwerpunkt bei dem Symposium ist die Entwicklung des Medizinstudiums, auch im Hinblick auf die künftige Möglichkeit der Universitäten, die Mehrzahl der Studenten selbst auszuwählen und Studiengebühren zu erheben.

Weitere Themen sind die Forschungsförderung und der Umgang mit den Fördergeldern (Drittmittel), die Finanzierung der Universitätsmedizin durch die neuen Fallpauschalen, die Privatisierung als denkbarer Ausweg aus dem Finanzdilemma sowie das neue Hochschulmedizingesetz, das möglicherweise den wissenschaftlichen Nachwuchs gefährdet.

Das Symposium "Gefährdung der Universitären Medizin" findet von 9:00 bis 17:30 Uhr in der Neuen Universität statt.

Interessenten sind herzlich zur Teilnahme an dem Symposium
eingeladen!

Einladung zur Pressekonferenz am 22. Juli folgt!

Das Programm und die Anmeldung finden Sie im Internet unter:
http://www.gdmed.de/

Bei Rückfragen:
Ina Paul
Kinderklinik - Abteilung für Pädiatrische Radiologie
Im Neuenheimer Feld 150
69120 Heidelberg
Email: Ina.Paul@med.uni-heidelberg.de
Weitere Informationen: http://www.gdmed.de/ http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse - Pressemitteilung online
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