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Symbiose zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

01.07.2005 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Kooperationen bringen Innovationen in Deutschland voran /
Podiumsdiskussion im "Science Tunnel" in Ludwigshafen

"Mit der Veranstaltung 'Symbiose zwischen Wissenschaft und Wirtschaft'
wollen wir zeigen, dass solche Kooperationen in Deutschland erfolgreich
praktiziert werden und dass sie essentiell sind, um Innovationen
voranzubringen", betonte Dr. Stefan Marcinowski, Mitglied des
Vorstands der BASF und Sprecher der Forschung zur Eröffnung einer
Podiumsdiskussion in der Ausstellung "Science Tunnel" in Ludwigshafen.
Als Referenten auf der Veranstaltung konnte er Professor Dr. Frieder
Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und
Forschung, Professor Dr. Peter Gruss, Präsident der
Max-Planck-Gesellschaft und Professor Dr. Ferdi Schüth,
Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für
Kohlenforschung, begrüßen. Ingolf Baur aus der Wissenschaftsredaktion
des Südwestfernsehens moderierte die Diskussion. "Aus meiner Sicht ist der Hauptmotor des Innovationsgeschehens die
Wirtschaft. Die Aufgabe des Staates sehe ich darin, attraktive
Rahmenbedingungen zu schaffen und Erfolgversprechendes gerade in der
Entstehungsphase zu unterstützen", erläuterte Staatssekretär Meyer-Krahmer.
Besonders am Herzen liege ihm, dass die Potentiale, die es in Deutschland
gäbe, auch wirklich zur Entwicklung neuer Märkte genutzt würden. So habe
die Bundesrepublik beispielsweise in der Brennstoffzellentechnik die Nase
vorn. Der Staat müsse deshalb die Einführung der stationären Brennstoffzelle
so flankieren, dass sich der Markt dynamisch entwickeln könne - etwa in
Fragen der Regulation, der Infrastruktur oder der Ausbildung von
Handwerkern.
"Erkenntnisorientierte Grundlagenforschung schafft die Keimzellen für
Innovation", hob Professor Peter Gruss, der Präsident der
Max-Planck-Gesellschaft, hervor. Um international konkurrenzfähig zu
bleiben, müsse die Förderung der Grundlagenforschung in Deutschland
deutlich verbessert werden und auch langfristig verlässlich sein. "Bildung und
Forschung müssen innerhalb der staatlichen Ausgaben Vorrang erhalten, denn
sie sind die Zukunftsinvestitionen mit der höchsten Rendite", bekräftigte
Professor Gruss. Doch es müsse auch mehr getan werden, damit neues Wissen
schneller den Weg in die wirtschaftliche Anwendung findet: "Wir brauchen
bessere Fördermechanismen, damit vielversprechende Forschungsergebnisse
bereits in der frühen Phase ihrer Entstehung für eine kommerzielle Nutzung
weiterentwickelt werden können."
"In einem rohstoffarmen Hochlohnland wie Deutschland sind Innovationen die
Grundlage von Wohlstand und Lebensqualität. Deshalb muss die Förderung
von Innovationen oberste Priorität haben und Leitfaden des politischen Handelns sein", forderte Dr.
Stefan Marcinowski. Unter dem Motto "Vorfahrt für Innovation" müssten alle rechtlichen
Rahmenbedingungen auf ihre Wirkung auf Innovationen überprüft und innovationshemmende
Regelungen konsequent abgeschafft werden. Nachholbedarf sieht der BASF-Forschungsvorstand auch bei
der Gründung von Start-up-Unternehmen in Deutschland: "Die Start-ups greifen Innovationen in neuen
Technologiefeldern auf und setzen sie schnell in marktfähige Produkte um. Das muss deutlich stärker
gefördert werden."
Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Wissenschaft zieht sich als roter Faden durch die Geschichte
der BASF. Viele bedeutende Produkte des Unternehmens beruhen auf Kooperationen mit herausragenden
Wissenschaftlern, vom Farbstoff Indigo, über die Ammoniaksynthese, die das Zeitalter der synthetischen
Düngemittel einläutete, bis zu den Strobilurinen, modernen Pflanzenschutzmitteln. Zur Zeit beteiligt sich
die BASF weltweit an fast 1.200 Kooperationen mit führenden Universitäten, Forschungsinstituten,
Start-up-Unternehmen oder industriellen Partnern. Dadurch erhalten ihre Mitarbeiter in Forschung und
Entwicklung aus aller Welt Impulse über Technologietrends und Marktbedürfnisse.
Um der Öffentlichkeit die gemeinsame Innovationskraft von Wissenschaft und Wirtschaft bewusst zu
machen, wurde als Veranstaltungsort der "Science Tunnel" gewählt, der Spitzenforschung in Deutschland
für jedermann anschaulich macht. Die faszinierende Multimedia-Ausstellung der
Max-Planck-Gesellschaft zählte in Ludwigshafen bisher bereits mehr als 35.000 Besucher und ist dort
noch bis zum 10. Juli zu sehen. Aus Anlass ihres 140-jährigen Bestehens hatte die BASF diese Attraktion
für zwei Monate in die Metropolregion Rhein-Neckar geholt, bevor die Ausstellung ab September in
Tokio im Rahmen des Deutschlandjahrs in Japan gezeigt wird. Über zwölf Stationen führt der "Science

Tunnel" seine Besucher von den kleinsten Bausteinen der Materie bis zu den größten Strukturen im
Universum und nimmt sie mit auf eine Reise in die Zukunft wissenschaftlicher Entdeckungen.
"Vorfahrt für Innovationen" ist der Titel eines gemeinsamen Positions-papiers von
Max-Planck-Gesellschaft und BASF Aktiengesellschaft, das Sie auf der BASF- und MPG-Homepage
finden [1].
Heute Nachmittag wird im Internet auch ein aktuelles Pressefoto der Podiumsdiskussion zur Verfügung
stehen: www.basf.de/de/news/fotos
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