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Neues Labor an der Fachhochschule in Göppingen

01.07.2005 - (idw) Fachhochschule Esslingen, Hochschule für Technik

Eine Kooperation in dieser Form gab es bisher an der Fachhochschule Esslingen - Hochschule für Technik (FHTE) nicht: In enger Zusammenarbeit mit sechs namhaften Industriebetrieben ist am Standort Göppingen ein hochmodernes Automatisierungslabor entstanden, das von den Firmen und der Hochschule gemeinsam genutzt wird. Professor Karl-Heinz Kayser, Leiter des Labors Automatisierungstechnik am Göppinger Standort der FHTE, ist begeistert: "So etwas gab es bisher bei uns nicht, die Anlage bietet uns künftig ganz neue Möglichkeiten."

Unter Federführung der Firmen Festo und Siemens ist - in enger Zusammenarbeit mit der FHTE - innerhalb von nur sechs Monaten ein hochmodernes und fächerübergreifendes Automatisierungslabor entstanden. Mit im Boot sitzen weitere international tätige Unternehmen wie Mitsubishi, Emco und Grässlin. Für den Göppinger Dekan Professor Rainer Würslin ist die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule und Industrie ein "neues Kapitel in Sachen Kooperation". Denn in Zeiten knapper Kassen sei es äußerst wichtig, den Kontakt zu den Firmen zu forcieren. Außerdem sei dieses Projekt für die Hochschule eine Chance, sich auf internationaler Ebene zu engagieren. "Nur so können wir den hervorragenden Stand unserer Labore erhalten."

In Göppingen ist das geglückt. Rund 300 000 Euro hat die Einrichtung des neuen Labors gekostet, das künftig nicht nur von der Fachhochschule, sondern auch von den daran beteiligten Firmen genutzt wird. Denn dass sich Hochschulen in die betriebliche Weiterbildung mit einschalten, werde künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen, betonte Professor Jürgen van der List, Rektor der FHTE. "Es ist sinnvoll, wenn Hochschule und Industrie die hervorragenden Anlagen und Geräte gemeinsam nutzen."

Bei den Partnern stößt dieser Gedanke auf großes Interesse. "Wir werden die Anlage künftig dazu nutzen, neue Idee zu testen und Mitarbeiter sowie internationale Partner zu schulen", sagte Fritz Eisele von der Festo Didactic GmbH. Schließlich ist die Automatisierungsanlage auf dem neuesten Stand der Technik - und mit Geräten ausgestattet, "die noch nicht einmal auf dem Markt sind". Ebenfalls positiv bewerteten die Industriepartner, dass es der Fachhochschule gelungen sei, sieben Labore unter einen Hut zu bringen. Künftig werden die Labore Elektrotechnik, Elektrische Antriebe und Anlangen, Datenverarbeitung, Feinwerktechnik, Mikrotechnik, Automatisierungstechnik sowie Physik und Photonik die Anlage gemeinsam nutzen können. "Die Laborleiter haben ihren Egoismus zurückgestellt und toll zusammengearbeitet", lobte Würslin.

Auf der Anlage lässt sich eine komplette Fabrik im Kleinformat darstellen. "Sämtliche Abläufe, vom Auftragseingang, Lagerhaltung, Montage, Fertigung bis hin zur Qualitätskontrolle lassen sich simulieren", erklärte Laborleiter Kayser. "Alles verbunden mit der entsprechenden Kommunikationstechnik." Diplom-, Projektarbeiten aber auch die anwendungsorientierte Forschung werden die Haupteinsatzgebiete der Anlage von Seiten der FH sein.

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