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"Niederländische Hochschulnacht" der Fachhochschule Köln mit Auszeichnung studentischer Bestleistungen

01.07.2005 - (idw) Fachhochschule Köln

Internationalisierung zählt neben Vernetzung und Wissensvermarktung zu den zentralen strategischen Zielen, die die Fachhochschule Köln in ihrem Hochschulentwicklungsplan festgelegt hat. Zu niederländischen Hochschulen bestehen neben vielen Begegnungen und Austauschen außerhalb offizieller Hochschulpartnerschaften seit vielen Jahren vielfältige intensive Kontakte und Kooperationen mit mehreren Fakultäten der Hochschule. Daher feierte die Fachhochschule Köln ihre diesjährige "Internationale Hochschulnacht" am 24. Juni 2005 als "Niederländische Hochschulnacht" im Café Himmelsblick des Geisteswissenschaftlichen Zentrums, das durch seine Veranstaltungsreihe "Kultur im Himmelsblick", die seit drei Jahren jeden ersten Mittwoch im Monat einen kulturellen Treffpunkt bietet, zu einer festen Institution geworden ist.

Im Mittelpunkt der "Niederländischen Hochschulnacht" standen Kooperationen der Hochschule mit ihren niederländischen Hochschulpartnern und die Auszeichnung studentischer Bestleistungen durch den DAAD und durch den Verein der Freunde und Förderer der Fachhochschule Köln e.V. in Höhe von jeweils 1.000 Euro. Zudem wurde zum ersten Mal ein Sonderpreis in Höhe von 500 Euro verliehen. Nach einer Begrüßung durch den Prorektor für Planung und Finanzen der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Rüdiger Küchler, erläuterte Michael H.G. Hoffmann, Mitglied der Geschäftsleitung der Commerzbank Köln und Mitglied des Kuratoriums der Fachhochschule Köln, in seinem Kurzvortrag "Redensart und Lebensart", dass es viele Redensarten in den Niederlanden und im Deutschland gibt, die mehr oder weniger das Gleiche bedeuten, aber mit völlig anderen Begriffen zum Ausdruck gebracht werden. Abgestimmt auf das Ländermotto des Abends gab es eine niederländische Band, die "Ellen Bliek Band" vom Conservatorium Maastricht, sowie landestypisches Essen und Getränke. Zahlreiche Professorinnen und Professoren, Studierende sowie einige Rektoren niederländischer Hochschulpartner nahmen als Gäste an der "Niederländischen Hochschulnacht" teil. Ellen Bliek, die sowohl in Pop-, Soul-, Funk- , Rock- und Jazzbands singt, absolviert derzeit ihr letztes Studienjahr in Jazzgesang am Conservatorium Maastricht, eine von vier Fakultäten der Hogeschool Zuyd. Das Conservatorium Maastricht hat sich auf die Bereiche Klassische Musik und Jazz spezialisiert.

Mit dem DAAD-Preis 2005 für herausragende Leistungen und ein bemerkenswertes soziales, gesellschaftliches bzw. hochschulinternes Engagement, der sich speziell an ausländische Studierende richtet, wurde in diesem Jahr an der Fachhochschule Köln Dipl.-Ing. Wang Guogang aus Liaoning, China, ausgezeichnet. Wang Guogang hat sein Studium mit einer mathematisch äußerst anspruchsvollen Diplomarbeit im Institut für Nachrichtentechnik der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik mit sehr gut abgeschlossen. Thema seiner Diplomarbeit ist die "Implementierung von Algorithmen zur GPS-Positionsbestimmung in Matlab". Vor seinem Studium an der FH Köln hat Wang Guogang bereits den Bachelorstudiengang "Schiffsnavigation" an der Dalian Maritime University in seinem Heimatland erfolgreich abgeschlossen. Während seines Studiums in Köln hat Wang Guogang in der Abteilung Technologieentwicklung der Moeller GmbH in Bonn gearbeitet.

Den Preis des Vereins der Freunde und Förderer der Fachhochschule Köln e.V. für die beste Auslandsleistung eines deutschen Studierenden im Jahre 2005 erhielt der gebürtige Berliner Dipl.-Ing. Christoph Mühlberg. Christoph Mühlberg hat im Studiengang Produktionstechnik sein Studium mit der Bestnote "sehr gut" abgeschlossen. Das Thema seiner Diplomarbeit, die weit über das Niveau einer "normalen" Diplomarbeit hinausgeht, lautet "Warm Tube Hydroforming Systems Design - Termal Analysis of Tooling and Forming Die". Da die Ohio State University, Columbus, USA, in diesem Bereich intensiv forscht, hat Christoph Mühlberg dort acht Monate lang aktiv gearbeitet. Christoph Mühlberg hat sich zudem als Mitglied des Fakultätsrates, als Erstsemestertutor sowie durch seine Mitarbeit in Fakultätskommissionen auf vielfältige Weise für die Belange der Hochschule, seiner Fakultät sowie seiner Kommilitoninnen und Kommilitonen engagiert.

Die Internationale Hochschulnacht ist eine Festveranstaltung des Rektorats der Fachhochschule Köln mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Hochschulen sowie Freunden und Förderern. Die Fachhochschule Köln ist in vielen Ländern aktiv. Kooperationsverträge bestehen mit mehr als 60 Hochschulen innerhalb und außerhalb Europas. Insgesamt laufen rund 250 internationale Hochschulkooperationen. Als Forum für die vielfältigen und vielzähligen Kooperationen und Projekte mit Hochschulen in aller Welt findet die Internationale Hochschulnacht jährlich unter einem anderen Ländermotto statt. Nach Kuba, Russland, Brasilien, Polen, Frankreich waren die Niederlande das sechste Land, dem ein solcher internationaler Abend gewidmet wurde.

Aktuelle Kooperationen bestehen derzeit mit folgenden niederländischen Hochschulen:
Hogeschool van Amsterdam
Fontys University of Professional Education in Eindhoven
Technische Universiteit Eindhoven
Hanzehogeschool in Groningen
Hogeschool Limburg
Hogeschool Zuyd in Maastricht
Hogeschool Rotterdam
Hogeschool InHolland in Diemen
Stichting Restauratie Atelier Limburg in Maastricht

Dipl.-Ing Wang Guogang erhielt den DAAD-Preis 2005 als bester ausländischer Studierender des Jahres 2005 der Fachhochschule Köln

Mit dem diesjährigen DAAD-Preis für den besten ausländischen Studenten der Fachhochschule Köln ist der 1971 in Liaoning (China) geborene Dipl.-Ing. Wang Guogang, Absolvent des Instituts für Nachrichtentechnik der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik ausgezeichnet worden. Matlab ist eine mathematische Standardsoftware für den Bereich Signalverarbeitung. Wang Guogang hat in seiner Diplomarbeit "Implementierung von Algorithmen zur GPS-Positionsbestimmung in Matlab" Algorithmen zur Global Positioning System-Positionsbestimmung, ein satellitengestütztes Navigationssystem, das eine Standortbestimmung bzw. Lokalisation ermöglicht, in die Software Matlab integriert. Hiermit hat er eine wichtige Voraussetzung für weitere Forschungsarbeiten im Bereich Lokalisation geschaffen, die Bestandteil des neuen Forschungsschwerpunktes NEGSIT ("Next Generation Service in Heterogeneous Infrastructures") des Instituts für Nachrichtentechnik ist. In seiner dreiteiligen Diplomarbeit behandelt er zunächst die theoretischen Grundlagen des GPS-Systems. Der zweite Teil beschreibt die Vorgehenswesie bei der Implementierung mit besonderer Berücksichtigung der Programmentwicklung in Matlab. Zudem vergleicht Wang Guogang die verschiedenen GPS-Fehlerquellen und analysiert sie. Im dritten Teil werden die Simulationsergebnisse, die eine Positionsgenauigkeit von plus/minus 15 Metern aufweisen, graphisch aufgezeigt. Zum Abschluss wird die Anwendung des Kalman-Filters beim GPS erläutert, der mehrere Messungen miteinander kombiniert und daher ein genaueres Ergebnis erzielt. Die von Prof. Dr. Harald Elders-Boll betreute Diplomarbeit geht weit über das Niveau einer "normalen" Diplomarbeit hinaus.

Christoph Mühlberg erhielt den Preis des Vereins der Freunde und Förderer der Fachhochschule Köln e.V. für die beste Auslandsleistung eines deutschen Studierenden im Jahr 2005

Dipl.-Ing. Christoph Mühlberg, geboren am 20. Februar 1981 in Berlin, hat sich in seiner Diplomarbeit "Warm Tube Hydroforming Systems Design - Termal Analysis of Tooling and Forming Die" mit der modernen Fertigungstechnologie "Tube Hydroforming" (IHF) auseinandergesetzt. Bei der IHF wird ein Rohr (meist Stahl) in ein sich umschließendes Werkzeug eingelegt und durch eine interne Druckbeaufschlagung (im Extremfall bis zu 15000 bar, mit Wasser) aufgeweitet, wodurch es die Innenform des Werkzeugs annimmt. Dieser Prozess ist für Materialien wie Stahl bei Raumtemperatur weitestgehend erforscht und optimiert.

Da die Ölressourcen immer knapper werden, wird zunehmend der Einsatz von Leichtbaumaterialien wie beispielsweise Magnesiumlegierungen bevorzugt. Jedoch kann Magnesium nicht ausreichend bei Raumtemperatur sondern nur bei einer erhöhten Prozesstemperatur (ca. 230C° - 280C°) umgeformt werden. Daher muss ein entsprechendes Umformsystem zum Umformen von Magnesiumrohren angepasst und modifiziert werden. Dieses neue Design wird "Warm Tube Hydroforming (WTHF)" genannt und wird derzeit an der Ohio State University (OSU), Columbus, USA intensiv erforscht.


Christoph Mühlberg hat während seines Aufenthalts an der Ohio State University (OSU) insbesondere die Entwicklung und den Aufbau eines WTHF-Laborprototypen unterstützt und die Temperaturverteilung im Werkzeug experimentell untersucht. Weiterhin setzte er sich mit der Computersimulation (mit Hilfe der FEM) und der Temperaturverteilung im Werkzeug auseinander, die für die WTHF-Prozesssimulation notwendig ist.
Weitere Informationen: http://www.verwaltung.fh-koeln.de/aktuelles/2005/06/verw_msg_00062.html
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