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Krupp-Förderpreis geht an Mannheimer Wissenschaftlerin

01.07.2005 - (idw) Universitätsklinikum Mannheim

Der diesjährige Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer geht an eine Wissenschaftlerin der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg: Professor Dr. med. Dipl. oec. med. Heike Allgayer, MD, PhD. Die Ärztin und Molekularbiologin ist seit April 2004 Professorin für Experimentelle Chirurgie an der Chirurgischen Universitätsklinik Mannheim. Gleichzeitig leitet sie eine Klinische Kooperationseinheit des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), der Fakultät für Klinische Medizin und des Mannheimer Universitätsklinikums, die sich mit der molekularen Onkologie solider Tumoren befasst.

Der Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer wird alljährlich im Herbst von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung verliehen. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von einer Million Euro dotiert. Dieser Betrag wird über fünf Jahre verteilt ausbezahlt. Der Förderpreis wird an Natur- oder Ingenieurwissenschaftler verliehen, die noch nicht über ein eigenes Institut oder einen gut ausgestatteten Lehrstuhl verfügen. Der mit der Auszeichnung verbundene Geldbetrag muss geeigneten Zwecken zukommen, wie etwa der Einrichtung und verbesserten Ausstattung von Labor- und Arbeitsplätzen, dem Besuch von Symposien und Fachkongressen oder der Finanzierung wissenschaftlicher Mitarbeiter und spezieller Forschungsarbeiten.

Heike Allgayer, Jahrgang 1969, studierte von 1988 bis 1995 Medizin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, wo sie 1996 zur Dr. med. promovierte. 1997 bis 1999 hielt sie sich im Rahmen eines Forschungsstipendiums am MD Anderson Cancer Center der amerikanischen University of Texas-Houston auf und schloss parallel dazu den Studiengang Molekularbiologie mit der Promotion zur Doctor of Philosophy ab. Im November 2001 habilitierte sich Allgayer für das Fach Experimentelle Chirurgie an der Ludwig-Maximilians-Universität. 2003 ergänzte sie ihre wissenschaftliche Qualifikation um einen Abschluss als Diplom-Gesundheitsökonomin an der privaten Fernuniversität Professor Braunschweig, Chur. Nach der bestandenen chirurgischen Facharzt-Prüfung folgte im Jahr 2004 der Ruf auf die C3-Professur für Experimentelle Chirurgie in Mannheim.

Am Mannheimer Universitätsklinikum arbeitet Professor Allgayer im Rahmen des Interdisziplinären Tumorzentrums (ITM) als Spezialistin für molekularmedizinische Fragen eng mit den Kolleginnen und Kollegen anderer Fachrichtungen zusammen, um neue Erkenntnisse in der Krebsforschung zu erlangen und anzuwenden.

Die "Klinische Kooperationseinheit (KKE) Molekulare Onkologie Solider Tumoren" unter Leitung von Professor Allgayer ist die dritte und jüngste KKE der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, des DKFZ und der Klinikum Mannheim gGmbH. Die Mitglieder der Klinischen Kooperationseinheit Molekulare Onkologie Solider Tumoren suchen nach molekularbiologischen Methoden, um die Beschaffenheit und Eigenschaften von Tumoren sowie das Wachstumsstadium präziser zu bestimmen, in dem sich der Krebs befindet (Staging-Modelle). Ihre neu gewonnen Erkenntnisse sollen helfen, noch zielgerichtetere und individuellere Tumortherapien zu entwickeln.

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