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Die "Legende" vom Kriegsverbrecher05.07.2005 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena
Historiker der Universität Jena zeigen am 6. Juli neuen Film und diskutieren über Kriegsverbrechen und deren Aufarbeitung
Jena (05.07.05) Der Vater ist Kriegsverbrecher - sagen die einen, die anderen leugnen oder verdrängen dies. Selbst 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Positionen zu Taten aus der eigenen Familie kontrovers und längst nicht aufgearbeitet. Wie leidenschaftlich noch heute das Problem des Umgangs mit kritischer eigener oder familiärer Vergangenheit behandelt wird, zeigt auch der Film "2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß". Der Film von Malte Ludin - der auf den Spuren seines Vaters, eines nachgewiesenen Kriegsverbrechers, wandelt - beleuchtet vor allem das Weiterleben von Naziideen und den problematischen Versuch von Vergangenheitsbewältigung, wenn man selber betroffen ist. Der 2004 fertig gestellte Film wird am Mittwoch, den 6. Juli, um 19.00 Uhr erstmals in Jena im "Kino am Schillerhof" (Helmboldtstr. 1) gezeigt.
Anwesend sein werden auch der Regisseur Malte Ludin und die Historiker Dr. Tatjana Tönsmeyer sowie Prof. Dr. Norbert Frei und Prof. Dr. Joachim von Puttkamer von der Universität Jena. Die Historiker werden nach einer kurzen Einführung mit dem Regisseur und dem Publikum über den Umgang mit Verbrechen der Nazizeit diskutieren und die bis heute feststellbaren Nachwirkungen und "Diskussions- sowie Verdrängungsstrategien" zu diesem Themenkomplex beleuchten.
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