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Koreanische Wissenschafts- und Politikexperten informieren sich in Sachsen und Bayern über die Vereinigung Deutschlands

05.07.2005 - (idw) Technische Universität Chemnitz

Lernen, wie die Teilung eines Landes überwunden wird
Koreanische Wissenschafts- und Politikexperten informieren sich in Sachsen und Bayern über die Vereinigung Deutschlands

Eine Delegation des Institute for Peace Affairs in Seoul besucht am 6. Juli 2005 die Technische Universität Chemnitz. Die zehnkoreanischen Wissenschafts- und Politikexperten informieren sich derzeit in mehreren Städten Sachsens und Bayerns über die deutsche Wiedervereinigung und deren Konsequenzen. Die siebentägige Studienreise wird unter dem Thema "Überwindung der Teilung in betroffenen Grenzregionen" durchgeführt und von der Hanns-Seidel-Stiftung organisiert. In den vergangenen Tagen besuchte die Delegation bereits die bayerischen Städte Bayreuth und Marktredwitz sowie Eger in Tschechien.

In Chemnitz beginnt das Fachprogramm am 6. Juli um 9 Uhr im "Alten Heizhaus" der TU, Straße der Nationen 62 (Innenhof). Dort wird die koreanische Delegation vom Prorektor für Internationales und Hochschulentwicklung Prof. Dr. Dieter Happel begrüßt. Danach hält der Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeographie Dr. Peter Jurczek einen Vortrag zu "Strukturproblemen in den neuen Bundesländern - die Lage der ostdeutschen Kommunen", dem sich eine Diskussion anschließt. Professor Jurczek ist von der Idee der Koreaner, die aus einem geteilten Land kommen, begeistert, sich frühzeitig über die möglichen Folgen eventueller territorialer Veränderungen sachkundig zu informieren: "Beachtlich, diese Art der Daseinsvorsorge - und professionell, wie fundiert eine angestrebte Situation konzeptionell vorbereitet wird".

Außer dem Fachvortrag beinhaltet das Studienprogramm eine Stadtexkursion durch Chemnitz, die von Dr. Bernhard Köppen, Mitarbeiter der Professur Sozial- und Wirtschaftsgeographie, geführt wird. Im Anschluss erfahren die Koreaner von Mitarbeitern der Stadtverwaltung Chemnitz Interessantes zur Stadtentwicklung und Mitarbeiter der IHK Südwestsachsen geben Einblicke in den Strukturwandel der Region. Die Studienreise der koreanischen Delegation endet am 7. und 8. Juli in Dresden mit Fachgesprächen im Wirtschafts- und im Umweltministerium sowie beim "Sächsischen Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik". Nach der Besichtigung der sächsischen Landeshauptstadt am 9. Juli fliegen die koreanischen Experten zurück in ihre Heimat. "Im Gepäck haben sie sicher jede Menge Eindrücke, wie es den Menschen in Bayern und Sachsen mittlerweile gelungen ist, die Teilung zu überwinden", so Prof. Jurczek.

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