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AiF: "Pakt für angewandte Forschung" soll Forschungsinvestitionen der Wirtschaft anregen

05.07.2005 - (idw) Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF)

"Forschung für den Mittelstand braucht Kontinuität!" Deshalb erneuert Johann Wilhelm Arntz, Präsident der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF), seinen Vorschlag für einen "Pakt für angewandte Forschung". Der Pakt soll bei Forschung und Entwicklung zu Gunsten mittelständischer Unternehmen verlässliche Zuwächse der staatlichen Mittel bis zum Ende der Dekade bieten. "Eine solche Planungssicherheit wird eigene Forschungsinvestitionen der Unternehmen auslösen", erklärt Arntz. Bund und Länder haben kürzlich einen Pakt für Forschung und Innovation abgeschlossen, der ausschließlich den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung institutionell geförderten Forschungsorganisationen eine finanzielle Planungssicherheit von mindestens 3 Prozent Haushaltssteigerung jährlich bis zum Jahr 2010 gibt. Laut Arntz kommt es nun darauf an, die Forschungsförderung des Bundeswirtschaftsministeriums für den Mittelstand zu stärken: "Hier darf der Staat nicht Halt machen und seinen wichtigsten Jobmotor vergessen. Jede neue Bundesregierung muss sich daran messen lassen, ob sie Forschung und Entwicklung für mittelständische Unternehmen angemessen und verlässlich finanzieren wird."

Mit Programmen wie der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) verfügt die AiF über ein bewährtes und hochwirksames Förderinstrumentarium, mit dem das Innovationspotenzial des Mittelstandes nachhaltig mobilisiert wird. Durch die hohe Hebelwirkung der staatlichen Fördermittel für Forschungsinvestitionen der Unternehmen ist die Industrielle Gemeinschaftsforschung für gemeinsame Anstrengungen von Staat und Wirtschaft besonders geeignet. Beim Bundeswirtschaftsministerium unterlag die Technologieförderung in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder Kürzungen und Sperren, die jegliche Planungssicherheit zunichte machten.

Im Jahr 2005 steht erstmals seit mehreren Jahren der komplette Haushaltsansatz von 100 Mio. ¤ zur Verfügung. Dies ist für Arntz ein erfreulicher erster Schritt, der von den Unternehmen begrüßt wird. "Aber eine mittelfristig verlässliche Förderstrategie für den forschenden Mittelstand ist weiterhin bitter notwendig. Wir müssen die Stagnation bei der industrieorientierten Forschungsförderung dauerhaft überwinden. Wenn die industrielle Gemeinschaftsforschung mit ihrer einzigartigen Breitenwirkung in die Unternehmen als Impulsgeber für Innovationen genutzt werden soll, muss ein kontinuierlicher, berechenbarer Ausbau ihrer Förderung während der nächsten Jahre erfolgen."

Bei den firmenspezifischen und Fachhochschul-orientierten Programmen registriert die AiF gegenwärtig einen deutlichen Anstieg der Zahl der Anträge. Arntz fordert, dass die finanzielle Ausstattung der einzelnen Maßnahmen dem offensichtlich erheblichen For-schungsbedarf Rechnung tragen sollte, "damit die Kluft zwischen der Zahl der Anträge und der Bewilligungen nicht weiter wächst und die Erfolgsaussichten in einem vernünftigen Verhältnis zum hohen Aufwand für die Ausarbeitung förderwürdiger Anträge stehen. Eine verlässliche Ausstattung der bewährten Förderprogramme für den Mittelstand, deren Wirksamkeit vielfach belegt ist, ist auch hier notwendig. Außerdem müssen jetzt auch die Fachhochschulen wettbewerbsorientiert gestärkt werden, nachdem die Exzellenzinitiative die Universitäten begünstigt."


Seit über 50 Jahren fördert die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) Forschung und Entwicklung zu Gunsten mittelständischer Unternehmen. Das industriegetragene Innovationsnetzwerk der AiF be-steht aus über 100 industriellen Forschungsvereinigungen mit etwa 50.000 überwiegend mittelständischen Unternehmen und rund 700 eingebundenen Forschungsstellen.

Pressearbeit: AiF, Silvia Behr, E-Mail: presse@aif.de, Tel.: 0221 37680-55
Weitere Informationen: http://www.aif.de - Forschungsförderung
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