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Ohne Krebsforschung kein Fortschritt

06.07.2005 - (idw) Deutsche Krebshilfe e. V.

Deutsche Krebshilfe stellt Jahresbilanz 2004 vor

Berlin (ek) - Das Jahr 2004 war für die Deutsche Krebshilfe sehr erfolgreich: Ihre Einnahmen lagen bei insgesamt 78,1 Millionen Euro. "Wir haben mit den uns anvertrauten Spenden 121 neue, richtungweisende Projekte gefördert. Dank unserer Aktivitäten ist die deutsche Krebsforschung international anerkannt", sagte Friedrich Carl Janssen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, bei der Jahres-Pressekonferenz am 6. Juli 2005 in Berlin. Er dankte den Bürgern für das Vertrauen, das sie in die Arbeit der Organisation setzen. "Unsere Kommunikations-Offensive anlässlich des 30-jährigen Bestehens hat unseren Spendern erneut gezeigt, dass wir stets den Menschen in den Mittelpunkt stellen", so Janssen.

Die Deutsche Krebshilfe hilft Krebs-Patienten und ihren Angehörigen, informiert die Bevölkerung über Krebs, klärt über die Möglichkeiten der Krebs-Vermeidung und -Früherkennung auf und fördert die Krebsforschung. Sie hat auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder zahlreiche Projekte unterstützt und Förderprogramme initiiert. Die Zahl der Projekt-Anträge, die täglich in der Geschäftsstelle der Deutschen Krebshilfe eingehen, steigt stetig an und das Spendenaufkommen ist konstant hoch. "Seit der Gründung der Deutschen Krebshilfe durch Dr. Mildred Scheel im Jahre 1974 konnten wir über 2.300 Projekte fördern", berichtete Janssen.

"Ohne Krebsforschung kein Fortschritt in der Krebsmedizin", sagte der Vorsitzende des Beirats der Deutschen Krebshilfe, Professor Dr. Otmar Wiestler. Die Deutsche Krebshilfe nutzte ihre Jahres-Pressekonferenz, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie der größte private Förderer der Krebsforschung in Deutschland ist. Da die von Bund und Ländern zur Verfügung gestellten Gelder für die Wissenschaft immer knapper werden, kommt ihr als privater Drittmittelgeber auf dem Gebiet der Krebsforschung eine besonders große Bedeutung zu. Dies betrifft sowohl die Grundlagenforschung als auch die klinische Forschung. Die klinische Krebsforschung hat für die Deutsche Krebshilfe aufgrund ihrer unmittelbaren Bedeutung für den Patienten besonders hohe Priorität. In klinischen Studien - so genannten Krebs-Therapiestudien - wird die Krebsbehandlung optimiert und an den jeweiligen Krankheitsverlauf angepasst. "Ohne Therapiestudien sind Verbesserungen in der Behandlung unmöglich", so Wiestler. Mit Ausnahme von Studien, die in den Aufgabenbereich der Industrie fallen, fördert in Deutschland fast ausschließlich die Deutsche Krebshilfe klinische Studien. Die Deutsche Krebshilfe appellierte daher an die Kostenträger und den Bund, sich an der Finanzierung von klinischen Studien zu beteiligen.

Die Einnahmen der Deutschen Krebshilfe lagen im Jahr 2004 bei insgesamt 78,1 Millionen Euro. Den größten Einnahmeposten stellten die Erbschaften und Vermächtnisse mit 30,6 Millionen Euro dar. "Besonders dieser Posten zeigt, wie viel Vertrauen die Menschen in die Arbeit der Deutschen Krebshilfe haben", sagte der Vorstandsvorsitzende. Rund 24,7 Millionen Euro erhielt die Deutsche Krebshilfe aus Einzelspenden und Mitgliedsbeiträgen. Aus Veranstaltungen und Aktionen flossen der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen KinderKrebshilfe 2,7 Millionen Euro zu.

Größter Posten bei den Ausgaben waren 2004 die klinischen Maßnahmen mit 20,4 Millionen Euro sowie die Forschungsförderung mit 15,0 Millionen Euro. 3,1 Millionen Euro stellte die Deutsche Krebshilfe für Kinderkrebsprojekte bereit. Insgesamt finanzierte die Deutsche Krebshilfe gemäß ihres Mottos "Helfen. Forschen. Informieren." 121 neue Projekte. Wer durch eine Krebserkrankung in finanzielle Not geraten ist, kann bei der Deutschen Krebshilfe eine einmalige Unterstützung beantragen. Im Jahr 2004 nahm die Zahl der Anträge an den Härtefonds der Deutschen Krebshilfe um 20 Prozent gegenüber 2003 zu. 11.553 Menschen erhielten unbürokratisch finanzielle Hilfe und wurden mit insgesamt 5,3 Millionen Euro unterstützt.

Monatlich baten 1.600 Menschen schriftlich, telefonisch oder per E-Mail den Informations- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe um Hilfe. Die Organisation verschickte im letzten Jahr 2,8 Millionen kostenfreie Informationsbroschüren. Die Verwaltungskosten der Deutschen Krebshilfe lagen bei vier Prozent.

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Info-Kasten: Krebs
Nach neuesten Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich fast 400.000 Menschen neu an Krebs, 210.000 sterben pro Jahr an den Folgen dieser Erkrankung. Brustkrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs sind die häufigsten Krebsarten bei Frauen. Männer erkranken besonders häufig an Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs. Experten schätzen, dass rund zwei Drittel aller Krebskrankheiten durch Verzicht auf das Rauchen, gesunde Ernährung, Sport und einen vorsichtigen Umgang mit der Sonne vermieden werden können. Und: Früh erkannt, haben viele Krebserkrankungen eine große Heilungschance.

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