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Thrombose: Schwere Becken-Beinvenenthrombosen operieren

06.07.2005 - (idw) Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Patienten mit einer tiefen Becken-Beinvenenthrombose profitieren von einer Operation mehr als von einer konservativen Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten und Kompression. Das ist das Ergebnis einer Konferenz zum Thema "Venensystem und Gerinnung", die am 6. Juli im Universitätsklinikum Düsseldorf stattfand. Dr. Michael Pillny, Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Nierentransplantation berichtet: "Unsere Erfahrungen belegen, dass eine Operation bei einer ausgedehnten Thrombose Schaden an den Venenklappen verhüten kann. Wir vermeiden so eine langwierige und teure Behandlung der Spätfolgen."

Die Kosten, die tiefe Beinvenenthrombosen verursachen, sind beträchtlich. In Europa kommen auf 100.000 Einwohner 160 Neuerkrankungen pro Jahr und jährlich 600.000 Lungenembolien, deren Ursache zumeist die Becken-Beinvenenthrombose ist. Die Summe, die für die Versorgung des gefürchteten "offenen Beins" und anderer Folgeerkrankungen aufgewendet werden muss, beträgt allein in Deutschland rund 1,5 Millionen Euro.

Bisher galt die Operation nur bei einer besonders schweren Erkrankung des Venensystems, die zur Amputation führen kann, als angezeigtes Verfahren. Eine differenzierte Therapie abhängig vom Schweregrad und die Ausweitung der Indikationen für eine chirurgische Behandlung bedeuten einen Fortschritt für die betroffenen Patienten.

Kontakt: Dr. Michael Pillny, Oberarzt, Klinik für Gefäßchirurgie und Nierentransplantation, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstr. 5,
Tel.: 0211 / 81-17090

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