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Kostenloser Lohn- und Gehalts-Check im Internet startet

07.07.2005 - (idw) Hans-Böckler-Stiftung

Was verdient eine Bürokauffrau? Wie hoch ist das Gehalt eines Maschinenbautechnikers? Wie viel Geld erhält eine Verkäuferin? Und was bekommt ein Elektronikingenieur? Auf diese Fragen gibt ab sofort der LohnSpiegel Auskunft. Beim LohnSpiegel handelt es um einen neuen, kostenlosen Lohn- und Gehalts-Check im Internet. Eine erste Startversion steht jetzt im Netz unter der Adresse www.lohnspiegel.de zur Verfügung. Die Startversion des LohnSpiegels listet für zunächst rund 20 Berufe und Tätigkeiten die tatsächlich gezahlten Stundenlöhne bzw. Monatsgehälter auf. Der Lohn-Spiegel informiert über die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in den einzelnen Berufen. Er beziffert die Einkommensunterschiede je nach Berufserfahrung und Betriebsgröße und zwischen West- und Ostdeutschland. Außerdem zeigt der LohnSpiegel, wie sich die Tarifbindung des Betriebs für die Beschäftigten bemerkbar macht, etwa beim Urlaubsgeld. Die Berechnungen basieren auf den Einkommensangaben von mehr als 19.000 Beschäftigten, die in den vergangenen 8 Monaten einen Online-Fragebogen ausgefüllt haben.

Einige Beispiele:

- Eine Bürokauffrau in Westdeutschland verdient mit einer Berufserfahrung von bis zu 10 Jahren in einem mittleren Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten im Monat durchschnittlich 1.704 ¤. Bei längerer Berufserfahrung steigt das Einkommen auf 1.996 ¤. In Betrieben über 500 Beschäftigte erreicht sie im Schnitt 2.228 ¤.

- Ein Maschinenbauingenieur verdient in einem westdeutschen Kleinbetrieb ohne längere Berufserfahrung im Schnitt 2856 ¤. Hat er eine Berufserfahrung von mehr als 20 Jahren, steigt sein monatliches Gehalt auf 4.507 ¤. Arbeitet er zusätzlich noch in einem Großbetrieb mit mehr als 500 Beschäftigten und hat eine Vorgesetztenfunktion steigt sein Einkommen auf durchschnittlich 4.951 ¤

- Eine Sozialarbeiterin in Ostdeutschland (kleine Einrichtung, geringe Berufserfahrung) verdient im Schnitt 1.862 ¤. Ihre Kollegin im Westen erhält dagegen 2.234 ¤. Ihr männlicher Kollege im Westen erhält mit 2.510 ¤ noch einmal deutlich mehr. Auch hier führt eine lange Berufserfahrung noch mal zu einer Einkommenssteigerung auf 2.877 ¤.

- Ein westdeutscher Elektrotechniker verdient mit durchschnittlich 2.200 ¤ deutlich mehr als sein ostdeutscher Kollege mit 1.838 ¤. Bei langer Berufserfahrung und in größeren Betrieben steigt das durchschnittliche Monatseinkommen im Westen auf 3.499 ¤ und im Osten 2.923 ¤

- Mehr als die Hälfte (57 Prozent) arbeiten in Firmen mit Tarifvertrag. Ein Umstand, der sich zum Beispiel beim Urlaubsgeld positiv bemerkbar macht: Drei von vier Beschäftigten in tarifgebundenen Firmen erhalten ein Urlaubsgeld, in Firmen ohne Tarifbindung bekommt nur jeder Dritte einen Zuschuss zur Reisekasse. Beim Weihnachtsgeld sieht es ähnlich aus.

In den nächsten Wochen und Monaten soll der LohnSpiegel Schritt für Schritt ausgebaut werden. Zu diesem Zweck werden weitere Daten aus einem möglichst breiten Spektrum von Berufen benötigt. Der Fragebogen steht online unter www.lohnspiegel.de zur Verfügung. Alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können sich beteiligen. Unter den Teilnehmern werden wertvolle Preise verlost.

Der LohnSpiegel wird vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut und ist Teil eines internationalen Projekts, das zurzeit in neun europäischen Ländern durchgeführt und von der Europäischen Kommission gefördert wird. In Deutsch-land wird der LohnSpiegel vom DGB und seinen Gewerkschaften unterstützt. Darüber hinaus besteht eine Medienkooperation mit dem "Stern" und der "Süd-deutschen Zeitung", die den Lohnspiegel in ihrem Internetangebot präsentieren. Er ist zu finden unter http://www.stern.de/wirtschaft (EXTRAS) und unter http://lohnspiegel.sueddeutsche.de.

Weitere Informationen: http://www.lohnspiegel.de
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