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"Erster Bauabschnitt der Physik setzt ein markantes Zeichen"

04.12.2002 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff bei der Eröffnung: Modernes Gebäude mit hervorragender Infrastruktur - "Das dort beheimatete Kirchhoff-Institut für Physik ist eine Neugründung mit Vorbildcharakter für eine sinnvoll reorganisierte Institutslandschaft"

"Auch Wissenschaft braucht Ambiente, braucht Atmosphäre." Mit diesen Worten begann Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff heute seine Rede zur Eröffnung des Physik-Neubaus im Neuenheimer Feld. "Was in Klöstern und Kirchen der Kreuzgang war, Orte, die zur Reflexion anregen, ist heute in den wissenschaftlichen Großeinrichtungen der Universitäten, Institute und Labors ungleich schwieriger zu verwirklichen. Aber es kann gelingen, wie wir heute bei der Eröffnung des ersten Bauabschnitts der Physikalischen Institute voll Freude und Dankbarkeit gegenüber dem Bauherrn und seinen zahlreichen Repräsentanten, aber auch gegenüber der Architektengemeinschaft feststellen können." Atrium und begrünter Innenhof "werden sowohl Intimität als auch Öffentlichkeit zum harmonisch-intelligenten Ausgleich bringen" (Hommelhoff).

Schon mit dem ersten Bauabschnitt erhalte die Physik ein modernes, nach ihren eigenen Vorstellungen konzipiertes und erstelltes Gebäude mit hervorragender Infrastruktur. Das dort beheimatete Kirchhoff-Institut für Physik sei eine Neugründung mit Vorbildcharakter für eine sinnvoll reorganisierte Institutslandschaft. Neun Professoren nutzen für ihre Forschung und Lehre die mechanische Werkstatt, Elektronikentwicklung, Informationstechnologie, Institutsbibliothek und eine große Experimentierhalle als gemeinsame Ausstattung für eine Vielfalt weit spreizender Forschungsgebiete in der Physik und technischen Informatik. Hommelhoff: "Die räumliche und fachliche Nähe einer Reihe anderer Institute und wissenschaftlicher Zentren der Universität sowie außeruniversitärer Forschungseinrichtungen schaffen im Neuenheimer Feld eine Konzentration von Spitzenforschung mit internationalem Rang, die in Zukunft noch mehr Attraktivität der Ruperto Carola bei Berufungsverfahren und der Einwerbung von Forschungsgeldern verspricht, aber auch und vor allem bei der Attraktion von Studierenden, Diplomanden und Doktoranden."

Das Land Baden-Württemberg habe den Gebäudekomplex zusammen mit dem Bund mit insgesamt 37 Millionen Euro finanziert. "Beiden Körperschaften sei hierfür von Herzen gedankt." Der Landesanteil stammt - so der Rektor - aus der "Zukunftsinitiative junge Generation". Baden-Württemberg akzentuiere damit zu Recht die Physik als eine der Schlüsselwissenschaften für das 21. Jahrhundert.

"Das sieht nun auch die junge Generation hoffnungsfroh so: Die Fakultät für Physik und Astronomie erfreut sich dramatisch steigender Anfängerzahlen." Nach dem Tief im Jahre 1998 mit bloß 140 Anfängern seien die Zuwächse kontinuierlich auf nun 275 in diesem Wintersemester gestiegen. Der Rektor dankte den Kollegen "für ihre intensiven und erfolgreichen Bemühungen". Er freue sich mit ihnen, dass die nachwachsenden Generationen in der Experimentierhalle des Neubaus anspruchsvolle Experimente in der Umwelt-, Kern- und Atomphysik werden durchführen können.

"Mit der Eröffnung dieses Physik-Neubaus geht der Ausbau des Neuenheimer Feldes einen großen Schritt voran, ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Der geplante Neubau des Bioquant-Gebäudes in unmittelbarer Nachbarschaft wird Raumressourcen für neue Projekte schaffen und darüber hinaus mit Sicherheit auch von der fachlichen Nähe profitieren. Die Zersplitterung der Fakultät für Physik und Astronomie in viele Gebäude und über große Distanzen hinweg ist mit dem heutigen Tag reduziert. Aber: zurückgelegt ist die erste Etappe, weitere müssen folgen, um die Fakultät möglichst vollständig hier an diesem Platz anzusiedeln und um dem Fach in Lehre und Forschung ein zukunftsfähiges Umfeld zu bieten. Außerdem erfordert der steigende Bedarf an modernen Medien für Information und Kommunikation gerade den Naturwissenschaften den nicht zu fernen Bau eines 'Informations- und Kommunikationszentrums Neuenheimer Feld', in dem die für die Wissenschaft so lebensnotwendigen Dienste von Universitätsbibliothek und Rechenzentrum hier zusammengeführt werden."

"Universität, Forschung und Lehre sind Zukunft. Das sollten wir uns gerade in dieser Zeit eindringlich vor Augen führen. Unser aller Zukunft liegt nicht im Konsum, sondern in intelligenten und Ertrag-versprechenden Investitionen. Dies gilt für die Stadt ebenso wie für das Land und den Bund. Der erste Bauabschnitt der Physik setzt ein markantes Zeichen in diese Richtung. Die Universität hofft nun erwartungsvoll auf den zweiten Bauabschnitt als weitere mutige Investition in Zukunftstechnologien - antizyklisch gesetzt in einem Bundesland, in dem wirtschafts- und finanzpolitischer Sachverstand glücklicherweise immer noch die Vorhand haben."

"Möge das Kirchhoff-Institut für Physik, das seine neuen Räume schon bezogen hat, hier in allem erfolgreich schaffen und wirken" (Hommelhoff).

Rückfragen bitte an:

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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