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IWF informiert über "Neue Medien in der Bildung"

05.12.2002 - (idw) IWF Wissen und Medien gGmbH


Moderation durch Dipl.-Päd. Michael Kindt, Projektträger Neue Medien in der Bildung, St. Augustin
Präsentationen im Foyer, links Dipl.-Kfm. Michael Hanisch, Projektkoordination IWFcontentport; rechts Prof. Dr. Jürgen Handke, Linguistics Online Zwei Tage stand die IWF Wissen und Medien im Zeichen des multimedialen Informationszeitalters. Welche Einsatzmöglichkeiten für Wissenschaft und Forschung bieten Internet und Multimedia-Produkte? Welche rechtlichen Probleme gibt es, wenn Filme eingesetzt werden sollen? Welche Daten sind notwendig, damit die aufwändig hergestellten Produkte sich überhaupt z.B. im Internet auffinden lassen? Das waren einige Fragen, die rund 40 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen diskutierten und an ihren Forschungsprojekten verdeutlichten. Alle Projekte, die sich bei der IWF Wissen und Medien vorgestellt haben, gehören zum Förderprogramm "Neue Medien in der Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

So zeigte die Universität Freiburg ihr Projekt WEBGEO, das multimediale Lehr- und Lerneinheiten für die Grundausbildung in physischer Geografie im Netz darbietet. Die Lerneinheiten vermitteln Grundkenntnisse in Klimatologie und Hydrologie, sie zeigen, welche formbildenden Prozesse an der Erdoberfläche stattfinden. Um diese Grundkenntnisse zu vermitteln, werden Animationen, virtuelle Exkursionen und Modellrechnungen bereitgestellt.

Auch im Bereich der Medizin tut sich in Sachen Internet und Multimedia eine ganze Menge. Die Universität Witten-Herdecke präsentierte ihr Projekt medicMed, ein Internet-basiertes Lehr- und Lernsystem für Medizinstudierende. Texte, Bilder, Filme, Töne, Grafiken und Animationen fördern problem-orientiertes Lernen, das anhand von Krankheitsfall-Simulationen erfolgt.

Das Universitätsklinikum Tübingen arbeitet an einem Internet-Projekt. Es heißt Prometheus und besteht aus Klinik-Simulationen, in deren Mittelpunkt der Prozess der ärztlichen Entscheidungsfindung steht. Dabei ist der Gedanke maßgeblich, dass nur durch die Einbindung audiovisueller Medien eine authentische Patientensituation präsentiert werden kann.

Unter dem Motto "Wissensmedien per Mausklick" baut die IWF Wissen und Medien gGmbH in Göttingen derzeit ein Internetportal auf, das audiovisuelle Wissensmedien wie Filme, Clips und Power-Point-Präsentationen schnell und einfach recherchierbar und weltweit verfügbar macht. In einem ersten Schritt wird das umfangreiche IWF-Archiv in großen Teilen ins Netz gestellt. In einem zweiten Schritt erwirbt die IWF neue wissenschaftliche Filme, um sie ebenfalls zugänglich zu machen. Der Grundgedanke des IWF-Portals ist seine prinzipielle Offenheit für alle Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die über audiovisuelle Bewegtbilder verfügen und sie Forschung und Lehre, aber auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen wollen.
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