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TU Darmstadt verleiht erstmals den "Autonomie-Preis"

15.07.2005 - (idw) Technische Universität Darmstadt

Eine Fachschaft, eine Professorin und ein Professor zeichnen sich aus Sperrfrist 15. Juli 18.00 Uhr

Der von der Technischen Universität Darmstadt gestiftete und erstmals verliehene "Autonomie-Preis" geht in diesem Jahr an die Fachschaft des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften (Preisgeld: 2000 Euro und eine Athene-Plastik), an den Maschinenbau-Professor Manfred Hampe (1000 Euro) sowie an die Professorin für Sprach- und Literaturwissenschaft, Nina Janich (ebenfalls 1000 Euro). Mit dem Preis, den der Präsident Professor Johann-Dietrich Wörner am gestrigen Freitag überreichte, werden besondere Verdienste um die Autonomie der TU Darmstadt gewürdigt.
Das am meisten beeindruckende Engagement bot die Fachschaft des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, das in diesem Sommersemester eine umfangreiche Vortrags- und Diskussionsreihe veranstaltete - Wissenschaftler der TU Darmstadt erörterten das Thema "Autonomie" aus soziologischer, studentisch-kritscher, historischer, sprachpolitischer und philosophischer Sicht. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion.
Hohe Anerkennung fand auch Professor Manfred Hampe, Vorstandsmitglied der Universitätsversammlung, der die Formulierung und Verabschiedung der TUD-Grundordnung vorantrieb, die das Zusammenspiel der verschiedenen Gremien regelt. Für ihren Einsatz zur Entwicklung eines neuartigen fächerübergreifenden Bachelor/Master-Studiengangs in den Sozial- und Geisteswissenschaften wird Professorin Nina Janich belohnt. Das Modell sieht eine Kombination aus zwei gleichwertigen Studienfächern (z. B. Philosophie plus Politik oder Geschichte) im Bachelor-Studium vor; eines der Fächer wird dann im Master-Programm vertieft. Janichs Perspektive: Das Fächerspektrum in der Bachelor-Phase ließe sich erweitern werden und etwa eine Kombination aus einer Sozialwissenschaft plus Informatik zulassen.
Seit Januar 2005 ist das TUD Gesetz in Kraft, das den Wandel von einer ministeriell gesteuerten staatlichen Hochschule zu einer selbstständigen, eigenverantwortlichen Universität mit öffentlichem Auftrag beschreibt. Dieser Prozess soll gelingen, indem viele Hochschulmitglieder ihren Beitrag zur Veränderung leisten. Anlässlich seines 50. Geburtstages im Sommer 2004 hatte Präsident Wörner zu Spenden unter dem Stichwort "Projekt 50" aufgerufen. Die dabei zusammengekommene Summe wird nun für den Autonomie-Award verwendet. Für einen Zeitraum von fünf Jahren werden jährlich insgesamt 4000 Euro Preisgeld für herausragende Verdienste um die Autonomie ausgeschüttet.

feu 15. Juli 2005

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