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Bilder aus sechs Jahrzehnten

20.07.2005 - (idw) Universität Leipzig

Der aus einer berühmten Künstler- und Gelehrtenfamilie stammende Dr. Hans Kautsky stellt jetzt Fotografien von Landschaft und Vegetation aus. Die Ausstellung umfasst Fotos seit 1939, darunter Aufnahmen aus der Frühzeit der Farbfotografie, aufgenommen in seiner Leipziger Studienzeit. Zeit: 22. Juli 2005 bis 14. August 2005
Ort: Orangerie des Botanischen Gartens der Universität Leipzig
Linnéstraße 1


Öffnungszeiten des Botanischen Gartens und der Ausstellung:
Dienstag bis Freitag 13:00 bis 18:00 Uhr
Samstag und Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr.

"Ich arbeite grundsätzlich ohne Blitzlicht und fotografiere zu meinem Vergnügen.", charakterisiert Hans Kautsky seine Arbeit. Und mit Vergnügen kann man sich auch seinen Fotografien widmen, die den besonderen Blick auf Landschaft und Natur widerspiegeln. Mit dem Fotografieren begann Kaustky 1938, als er von Zeiss Ikon die Systemkamera Contax II auf Raten kaufte. Während des Krieges machte Kautsky kaum Aufnahmen; erst nach 1945 begann er wieder normal zu fotografieren. Allerdings wurde ihm 1948 die Kamera gestohlen, die er erst 1951 ersetzen konnte. Die meisten Aufnahmen entstanden mit dem 50 mm bzw. 85 mm Sonnar, einem lichstarkem Objektiv für die Kleinbildfotografie von Zeiss. Seit einer schweren Augenerkrankung 1970 hatte Kautsky sich auf Farbdias spezialisiert, weil er nicht mehr in der Dunkelkammer arbeiten konnte. Für die hohe künstlerische und technische Qualität seiner Fotos spricht die Mitgliedschaft in der Artiste Fédération Internationale de l'Art Photographique (AFIAP).

Der aus einer Künstler- und Gelehrtenfamilie stammende Dr. Hans Kautsky ist von der Profession her Chemiker und Ozeanograph und war am Deutschen Hydrographischen Institut Hamburg für die Überwachung der Umweltradioaktivität der Meere zuständig, z.B. mit Hilfe des Forschungsschiffes "Meteor". Chemie hatte Hans Kautsky u.a. in Leipzig studiert, wo sein Vater, Dr. Hans Wilhelm Kautsky, von 1936 bis 1945 als Professor für anorganische Chemie tätig war. Dieser hatte sich besonders mit der chemischen Reaktivität von Sauerstoffmolekülen und dem grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll befasst. Er entdeckte dabei den Singulettsauerstoff.

Zu den bekannten Persönlichkeiten der Familie Kautsky zählen die Maler Johann Baptist Wenzel Kautsky, der als Landschaftsmaler und Bühnenbildner in Europa und Amerika tätig war, der Bühnen- und Kostümbildner sowie Chefausstatter der Staatsoper Wien Robert Kautsky und einer der führenden Theoretiker der internationalen Sozialdemokratie Karl Kautsky.

Organisiert wurde die Ausstellung vom ehemaligen Kustos der Universität Leipzig, Rainer Behrends, vom Chemiker Prof. Dr. em. Dr. h. c. Lothar Beyer und dem Technischen Leiter des Botanischen Gartens der Universität Leipzig, Matthias Schwieger. Unterstützung erhielten die Organisatoren von den Freundeskreisen der Fakultät für Chemie und Mineralogie und des Botanischen Gartens sowie von der Fakultät für Chemie und Mineralogie und last not least der Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig.

Als ein weiteres Projekt soll künftig eine Ausstellung mit den künstlerischen Potenzen der Familie Kautsky seit 1800 folgen, da auch der bedeutende Chemiker Prof. Dr. Hans Wilhelm Kautsky sich in seiner Jugend als bildender Künstler ausbildete, ehe er sich autodidaktisch der Chemie zuwandte. Die Erarbeitung der Ausstellung hat bereits begonnen.


weitere Informationen:
Prof. Dr. Dr. Lothar Beyer
Telefon: 0341 97-36160
E-Mail: beyinorg@organik.chemie.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/chemie

Matthias Schwieger
Telefon: 0341 97-36850
E-Mail: schwieger@uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/bota

Reiner Behrends
E-Mail: rainer@behrends.de

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