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Prof. Dr. Rupert Klein erhält Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

06.12.2002 - (idw) Freie Universität Berlin

Der Mathematiker und Klimafolgenforscher, Prof. Dr.-Ing. Rupert Klein, erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) den mit 1,55 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis. Der DFG-Preis ist der höchstdotierte deutsche Förderpreis. Mit Rupert Klein erhöht sich die Zahl der Leibniz-Preisträger an der Freien Universität auf zwölf.

"Meine Mission hier in Berlin und Potsdam ist es, eine Brücke zwischen Angewandter Mathematik und Informatik einerseits und der Klima- und Klimafolgenforschung andererseits zu schlagen. Dabei stellt die Integration von Sozial- und Naturwissenschaften eine Herausforderung dar, die mir besonders am Herzen liegt", erzählt der 43-Jährige, der an der FU seit 1997 eine S-Professur im Fachbereich Mathematik und Informatik innehat. Gleichzeitig arbeitet Klein als Leiter der Abteilung "Data & Computation" am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Für Kleins Qualifikation zur interdisziplinären Forschung spricht, dass er neben Studium, Promotion und Habilitation im theoretischen Maschinenbau an der RWTH Aachen zwischenzeitlich als DFG-Stipendiat im "Program in Applied and Computational Mathematics" der Princeton University bei Prof. Dr. Andrew J. Majda arbeitete und 1996 bis 1997 eine Professur für die "Methoden der Sicherheitstechnik/Unfallforschung" an der Bergischen Universität - GH Wuppertal innehatte.

Der Benningsen-Förder-Preisträger des Landes Nordrhein-Westfalen von 1995 entwickelt neuartige numerische Verfahren zur Simulation von Atmosphärenströmungen und arbeitet am PIK an der mathematischen Modellierung von Mehrskalen-Wechselwirkungen in natürlichen und sozialen Systemen. Die Moderne Erdsystemanalyse und die Klimafolgenforschung sind auf Computersimulationen als Hauptarbeitswerkzeug angewiesen. Die dabei verfolgten Ansätze sind - oftmals aus guten Gründen - nicht in Übereinstimmung mit existierenden, scheinbar direkt anwendbaren mathematischen Techniken. Solche Diskrepanzen durch Weiterentwicklungen sowohl der mathematischen als auch der natur- und sozialwissenschaftlichen Konzepte zu beseitigen und dadurch beizutragen, die interdisziplinäre Forschung auf noch solidere Grundlagen zu stellen, ist das Ziel von Rupert Klein.

Das 1985 eingerichtete Leibniz-Programm will die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erleichtern. Die Förderung wird nur auf Vorschlag Dritter gewährt. Die Entscheidung über die Preisträger trifft der Bewilligungsausschuss für die Allgemeine Forschungsförderung aufgrund einer Empfehlung des Nominierungsausschusses für das Leibniz-Programm.

"Wir freuen uns über diese Auszeichnung eines unserer Professoren, gratulieren Herrn Professor Klein zu dieser großartigen Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistung und sehen damit die mit dem Potsdamer Institut für Klimafolgen gemeinsam verfolgten Bemühungen der Freien Universität um wissenschaftliche Exzellenz belohnt," kommentierte der Präsident der Freien Universität, Prof. Dr. Peter Gaehtgens. "Dass wenige Tage nach der Verleihung des Max-Planck-Forschungspreises an den Anglisten Prof. Dr. Eberhard Koenig nun wiederum eine solche hochrenommierte Auszeichnung eines Wissenschaftlers der Freien Universität erfolgt, betrachten wir als eine erneute Bestätigung des hohen wissenschaftlichen Niveaus unserer Universität."

Nähere Informationen zu Prof. Dr. Rupert Klein finden Sie im Internet unter: http://www.pik-potsdam.de. Über den Leibnizpreis informiert die DFG unter htpp://www.dfg.de. Prof. Dr. Ing. Rupert Klein ist erst ab Montag, dem 16. Dezember 2002 wieder in Berlin zu erreichen. Es besteht aber die Möglichkeit, ihn am 6. Dezember von 14 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer: 001/212 859 2346 in New York anzurufen. Gemeinsam mit dem PIK wird ein Hintergrundgespräch ab dem 16. Dezember organisiert.

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