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DGIM: Fachübergreifende Bereitschaftsdienste gefährden Sicherheit der Patienten

22.07.2005 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Wiesbaden - Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) lehnt fachübergreifende Bereitschaftsdienste in Kliniken im Interesse der Sicherheit von Patienten ab. Außerdem fordert die DGIM, dass alle Dienst habenden Ärzte, die Patienten mit internen Erkrankungen betreuen, über grundlegende Kenntnisse in der allgemeinen Inneren Medizin verfügen. Krankenhausbetreiber führen immer häufiger so genannte fachübergreifende Bereitschaftsdienste ein. Die jeweils Dienst habenden Ärztinnen und Ärzte betreuen dann Patienten mit Erkrankungen aus unterschiedlichen Gebieten. Oft verfügen sie deshalb nicht über ausreichende Kenntnisse auf dem im Einzellfall geforderten Gebiet. "Patienten erwarten jedoch zu recht, dass Ärzte sie facharztgerecht versorgen", betont Professor Dr. med. Hans-Peter Schuster, Generalsekretär der DGIM. Dies gelte auch für die stationäre ärztliche Versorgung zu Zeiten nächtlicher Bereitschaftsdienste.

Die DGIM unterstützt damit nachdrücklich die Entschließung des 108. Deutschen Ärztetages, fachübergreifende Bereitschaftsdienste generell abzulehnen. Neben einer Gefährdung der Patientensicherheit stellten diese auch ein Haftungsrisiko dar: Der in Deutschland rechtlich verankerte Fachärztestandard sei unter diesen Umständen nicht mehr gewährleistet. Denn ein Arzt schuldet seinem Patienten aufgrund des Behandlungsvertrages stets die berufsfachlich gebotene Sorgfalt.

Die DGIM fordert, dass alle im Bereich medizinischer Kliniken oder internistischer Abteilungen Dienst habenden Ärzte so weitergebildet sind, dass sie über eine solide Basis allgemeininternistischer Kenntnisse verfügen: Die Fachgesellschaft weist darauf hin, dass Internisten - unabhängig von ihrer späteren Subspezialisierung - entsprechende Erfahrungen und Fertigkeiten in allgemeiner Innerer Medizin erworben haben müssen. Dies wird sie über einen "Truncus communis" für Innere Medizin sicherstellen. Er bilde eine allgemein verbindliche Grundlage für eine einheitliche Weiterbildung in der Inneren Medizin. Hausärzte, die den Facharzt für Allgemeinmedizin erwerben, beträfe dies ebenfalls.

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