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Hertie-Stiftung schreibt erste Senior-Forschungsprofessur in Deutschland aus

28.07.2005 - (idw) Gemeinnützige Hertie-Stiftung

Hertie Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften will Forschungspotential älterer Wissenschaftler erhalten und fördern.

Indirekte Nachwuchsförderung: Frühzeitige Besetzung einer ordentlichen
Professorenstelle durch junge Wissenschaftler. Frankfurt am Main, 28. Juli 2005. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung führt in Deutschland ein neues Modell der Stiftungsprofessur ein: Ziel ihrer Hertie Senior-Forschungsprofessur Neurowissenschaften ist es, das Forschungspotential exzellenter älterer Wissenschaftler nutzbar zu machen und langjährige Spitzenleistungen auszuzeichnen. Gleichzeitig wird dem wissenschaftlichen Nachwuchs damit frühzeitig der Zugang zu einer ordentlichen Professur ermöglicht. Die Ausschreibung richtet sich an herausragende Neurowissenschaftler im Alter ab 60, die die abschließenden Jahre ihrer beruflichen Laufbahn ausschließlich der Forschung widmen wollen. Die Senior-Professur, für die die Stiftung bislang in diesem Jahr eine Million Euro bereitstellt, ist bis zum Erreichen der Pensionsgrenze befristet und hat eine maximale Laufzeit von acht Jahren.

In Absprache mit der Universität erhält der Inhaber der Stiftungsprofessur bis zu seiner Pensionierung Arbeitsmöglichkeiten nach eigenen Vorstellungen. Auf Antrag und nach positiver Evaluation können diese Arbeitsmöglichkeiten bis zu fünf Jahre nach Antritt der Pension weiterhin vorgehalten werden. Auch die Ansiedlung und den Standort der Professur kann der ausgewählte Bewerber frei wählen, sofern die betroffenen Universitäten zustimmen. Der Inhaber der Senior-Professur verpflichtet sich, alle nicht ehrenamtlichen Leitungs- und Verwaltungsfunktionen der von ihm bisher geleiteten Institution aufzugeben. Neben der Forschung werden von ihm bis zu seiner Pensionierung mindestens drei Semesterwochenstunden Lehre erwartet. Die Stelle wird entsprechend der letzten Bezüge des Professors dotiert. Darüber hinaus ist ein Zuschlag für außergewöhnliche Forschungsleistungen vorgesehen, der in einer separaten Vereinbarung mit der Hertie-Stiftung festgelegt wird.

Der Kandidat für die Senior-Professur wird in einem Ausschreibungsverfahren bestimmt. Bewerben können sich alle an Universitäten beschäftigte Professoren ab Beginn des 60. Lebensjahres, die im Bereich der Neurowissenschaften forschen. Anhand der schriftlichen Bewerbungsunterlagen wird in einem vertraulichen Auswahlverfahren durch eine Jury führender Neurowissenschaftler der Kandidat des Jahres 2005 bestimmt. Ausschlaggebende Kriterien für die Auswahl sind die wissenschaftliche Leistung der letzten Jahre und die Eignung der Person.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. September 2005. Die Besetzung der Professur ist bis Ende 2005 geplant. Um die Nachwuchsförderung sicherzustellen, erfolgt der Antritt der Senior-Forschungsprofessur nach Durchführung der Nachfolgeberufung zeitgleich zum Arbeitsbeginn des Nachfolgers.

Die Hertie-Stiftung ist der größte private Förderer der neurowissenschaftlichen Forschung in Deutschland. Inhaltliche Schwerpunkte sind die neurodegenerativen Erkrankungen sowie strukturelle Innovationsprojekte zur Erhöhung der Forschungseffizienz. Ein besonderes Anliegen ist die multiple Sklerose, bei der neben der Forschungsförderung die Unterstützung Erkrankter im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus will die Stiftung die Kommunikation innerhalb der Neurowissenschaften und mit der Gesellschaft verbessern.


Kontakt:
Hertie-Stiftung, Information/Kommunikation, Susanne Lehmann, Tel: 069.660.756.172, LehmannS@ghst.de
Weitere Informationen: http://www.ghst.de/links/seniorprofessur
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